Siegler zündet den Turbo beim Fürther Marathon

22.6.2015, 10:21 Uhr
„Die zweite Runde war stark“: Markus-Kristan Siegler zeigte beim Metropolmarathon Stehvermögen und ließ sich im Ziel feiern.

© Foto: Thomas Scherer „Die zweite Runde war stark“: Markus-Kristan Siegler zeigte beim Metropolmarathon Stehvermögen und ließ sich im Ziel feiern.

Als die Halbmarathonläufer nach 200 Metern zum ersten Mal den Hauptbahnhof passierten, hatte Getachew Endisu schon einen Vorsprung herausgeholt, den der zierliche Läufer kontinuierlich ausbaute. Seit einem Jahr lebt der Äthiopier schon als Asylbewerber in Michelfeld und hat schon einige Läufe in Franken gewonnen, unter anderem den Fränkische- Schweiz-Marathon.

Hinter Getachew blieb eine Fünfergruppe lange zusammen. Erst als sich Dominik Mages (LAC Quelle Fürth), und Nico Jahreis (Team Hochfranken) absetzten, wurde das Quintett gesprengt. Letztlich sicherte sich Mages den zweiten Platz in 1:12:48 Stunden. „Habe keine Zeit, muss noch weiter“, war allerdings sein einziger Kommentar im Ziel. Erst sein Trainingspartner Patrick Weiler konnte drei Minuten später die Eile des Kollegen aufklären: „Dominik läuft noch zehn Kilometer und fährt dann mit dem Rad zum Rothsee — zum Schwimmen.“ Klar: Die Vorbereitungen auf die Challenge in Roth stehen für Mages im Mittelpunkt.

Bei den Frauen kam die Siegerin von der Deutschen Bahn: Mit guten 1:26:43 Stunden setzte sich Zane Grike durch.

Auf der Marathondistanz hatte Markus-Kristan Siegler, TB 1888 Erlangen, einen Sahnetag erwischt. Den Fränkische-Schweiz-Marathon hatte er schon mal gewonnen, in Fürth hatte es bislang nicht für Platz eins gereicht — doch diesmal führte kein Weg an ihm vorbei. „Die zweite Runde war stark“, freute er sich im Ziel besonders über die schnelle zweite Hälfte. Da hatte er seinen Vorsprung aus Runde eins auch erheblich ausgebaut. Mit 2:36:03 zeigte er ein schnelles Rennen, das Wetter war für solch eine Zeit auch geradezu prädestiniert.

Bei den Frauen blieb Siegrid Hoffmann als Siegerin noch klar unter drei Stunden. Nach 2:58:43 Stunden erreichte sie das Ziel — obwohl sie unterwegs gestürzt war und blutete.

Hochspannung herrschte über die zehn Kilometer, der Sieg wurde zwischen Zachary Kagiri und Fabian Stagge erst auf den letzten Metern entschieden. Mit 35:13 zu 35:14 Minuten setzte sich Kagiri hauchdünn durch. Die 16-jährige Katharina Schmidt hatte da bei den Läuferinnen weniger Stress, sie hatte im Ziel fast drei Minuten Vorsprung.

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