Triathlon Bundesliga

Simon Henseleit aus Nürnberg freut sich auf sein Heimrennen

29.7.2021, 14:21 Uhr
Startet in der Triathlon-Bundesliga:  Simon Henseleit vom

Startet in der Triathlon-Bundesliga:  Simon Henseleit vom "hep Team NSU" (Zweiter von rechts) beim Saisonauftakt 2021 im Rahmen der Finals in Berlin. © imago images/Fotostand/Reuhl, NN

Simon Henseleit hat am 8. August definitiv den schnellsten Arbeitsweg. Der Profi aus Nürnberg hat beim ersten Bundesliga-Rennen in der Noris ein Heimspiel. Auch einige Olympia-Starter haben sich angekündigt.

So schnell war Simon Henseleit noch nie bei der Arbeit. Am 8. August könnte er mit dem Fahrrad anreisen, es sind dann nur gut zwei Kilometer von Zuhause bis zum Start. Henseleit ist Profi-Triathlet. Er wohnt in Nürnberg und trainiert hier am Bundesstützpunkt. Das ist natürlich auch harte Arbeit. Sein Job allerdings sind Wettbewerbe, und die finden selten direkt vor der Haustür statt.


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Ende August fliegt Henseleit für die U23-WM nach Kanada, die Bundesliga-Rennen, an denen erst regelmäßig teilnimmt, fanden dieses Jahr in Berlin und Potsdam statt, außerdem geht es noch nach Saarbrücken. Am 8. August aber ist die Triathlon-Bundesliga erstmals zu Gast in Nürnberg. Und auch die zweite Liga trägt ihr Rennen hier aus, mit einigen Mannschaften aus der Region, aus Roth, Erlangen und Forchheim.

Die Sprint-Strecke geht direkt durch die Innenstadt. Für die 750 Meter Schwimmen gibt es nur eine Option: den Wöhrder See. Die Radstrecke über insgesamt 20 Kilometer führt Richtung Süden bis zur Regensburger Straße. Anschließend laufen die Athleten an der Pegnitz entlang bis zum Hauptmarkt.


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"Die Radstrecke ist für uns sehr attraktiv", sagt Simon Henseleit, der die Straßen natürlich bestens kennt. "Es ist super, wenn es nicht nur flach und gerade ist, sondern wenn es viele Kurven und auch ein paar Höhenmeter gibt, das ist technisch und taktisch anspruchsvoll. Außerdem sehen die Zuschauer mehr, wenn man die gleiche Runde fünfmal fährt."

"So kann ich vom Triathlon leben"

Das freut auch die Freunde von Simon Henseleit. "Viele haben sonst nicht so viel Bezug zu meiner Sportart, deshalb wollen sie sich das live anschauen. Darauf freue ich mich am meisten." Der Leistungssportler aus dem Perspektivkader der DTU kommt aus Steingaden im Voralpenland. Als 14-Jähriger zog er nach Nürnberg ins Sportinternat der Bertolt-Brecht-Schule. "Ich habe hier mein Abitur gemacht und in meinem letzten Junioren-Jahr den Sprung zum Profi geschafft." Als Sportsoldat bekommt Henseleit die Förderung Bundeswehr, dazu hat er mittlerweile ein paar Privatsponsoren. "So kann ich vom Triathlon leben."

Die Bundesliga ist ein wichtiger Schritt. Ob Jan Frodeno oder Anne Haug, auch die deutschen Langdistanz-Superstars waren hier mal dabei. "Mein erstes Bundesliga-Rennen habe ich 2018 gemacht, es sind immer viele Top-Athleten da", sagt Henseleit. In dieser Saison läuft es für seine Mannschaft, dem "hep Team NSU", gut. Als Dritter der Gesamtwertung gehen die Baden-Württemberger in Nürnberg an den Start.

Von Tokio nach Nürnberg: Einige Olympia-Starter sind dabei

Das Spannende an der Bundesliga: Immer wieder engagieren die Teams Weltklasse-Athleten von der Kurzdistanz, ob Richard Murray, der Vierplatzierte von Rio 2016, oder Rachel Klamer, die jetzt in Tokio auf Rang vier kam. Auch für den 8. August haben sich einige Olympia-Teilnehmer angekündigt. Aus regionaler Sicht sind zudem die Erlanger Fabian Kraft und Tanja Neubert gemeldet. Doch selbst ihnen steht eine längere Anreise bevor als Simon Henseleit.

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