"Sind keine Maschinen": Der Club muss durchschnaufen

13.11.2018, 05:55 Uhr
Schon direkt nach dem 0:2 gegen Stuttgart gab es in Nürnberger Reihen Gesprächsbedarf. In der Liga-Pause will Trainer Michael Köllner nun weiter "nachjustieren".

© Sportfoto Zink Schon direkt nach dem 0:2 gegen Stuttgart gab es in Nürnberger Reihen Gesprächsbedarf. In der Liga-Pause will Trainer Michael Köllner nun weiter "nachjustieren".

Schon vor der bitteren Niederlage gegen den Tabellenletzten hatte Trainer Michael Köllner die nächste Zäsur in dieser Saison förmlich herbeigesehnt, um "mal ein paar Tage durchschnaufen zu können. Man sieht schon, dass die Liga für uns extrem fordernd und ans Limit führend ist". Und das nicht nur körperlich, sondern auch mental. Gerade bei eigenem Ballbesitz habe der Mannschaft diesmal "die Leichtigkeit gefehlt", befand Köllner, "aber die Spieler sind eben keine Maschinen." Die kleine Auszeit vom stressigen Liga-Alltag biete nun die Gelegenheit, "wieder mal nachzujustieren und ein paar Dinge besser zu machen".

Und Ansatzpunkte hatte der blutleere Auftritt am Samstag wahrlich genug geliefert. "Wir brauchen nicht diskutieren, das war die bislang schlechteste Saisonleistung", räumte Köllner unumwunden ein. Einige Aspekte habe man bereits am Sonntag nach der obligatorischen Videoanalyse angesprochen, nach zwei freien Tagen will der Coach dann ab Mittwoch mit seiner Mannschaft akribisch daran arbeiten, "dass uns solche Dinge nicht mehr passieren."

Auch die Personalsituation sollte sich bis zum kniffligen Auswärtsspiel auf Schalke am 24. November wieder etwas entspannt haben. Zwar werden Eduard Löwen (Außenbandzerrung im Knie) und Enrico Valentini (Sehnenanriss im Oberschenkel) nach Köllners Einschätzung "noch ein paar Tage länger fehlen", dafür rechnet er wieder fest mit Mikael Ishak. Der Torjäger hat seine Innenbanddehnung im linken Knie weitgehend auskuriert und soll bereits im Testspiel gegen den tschechischen Zweitligisten FK Ústí nad Labem, das am Samstag um 15.30 Uhr auf dem Sportgelände des SV Schwaig angepfiffen wird, die ersten Gehversuche machen.

Von Ishaks Rückkehr erhofft sich Köllner nicht nur mehr Offensivpower, sondern auch einen "zusätzlichen Impuls" für das Team – zumal Adam Zrelak den robusten Schweden bei allem Eifer kaum adäquat ersetzen konnte und gegen den VfB eine der wenigen Nürnberger Chancen ungenutzt ließ. "Wir müssen aus dem Spiel lernen, das können wir jetzt in der Länderspielpause tun", hatte Zrelak angekündigt. Er selbst wird der fränkischen Lerngruppe allerdings fehlen, weil ihn der slowakische Nationaltrainer Pavel Hapal für die beiden Nations-League-Spiele am Freitag gegen die Ukraine und am nächsten Montag in Tschechien nominiert hat.

Ebenfalls auf Reisen ist Törles Knöll, der erstmals in die deutsche "U 21"-Auswahl berufen wurde. Die Elf von DFB-Trainer Stefan Kuntz testet am Freitag in Offenbach gegen die Niederlande und ist drei Tage später im italienischen Reggio Emilia zu Gast.

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