Sonntag, 20.10.2019

|

zum Thema

"Sind keine Maschinen": Der Club muss durchschnaufen

FCN-Trainer Köllner kommt die Liga-Pause gerade recht - 13.11.2018 05:55 Uhr

Schon direkt nach dem 0:2 gegen Stuttgart gab es in Nürnberger Reihen Gesprächsbedarf. In der Liga-Pause will Trainer Michael Köllner nun weiter "nachjustieren". © Sportfoto Zink


Schon vor der bitteren Niederlage gegen den Tabellenletzten hatte Trainer Michael Köllner die nächste Zäsur in dieser Saison förmlich herbeigesehnt, um "mal ein paar Tage durchschnaufen zu können. Man sieht schon, dass die Liga für uns extrem fordernd und ans Limit führend ist". Und das nicht nur körperlich, sondern auch mental. Gerade bei eigenem Ballbesitz habe der Mannschaft diesmal "die Leichtigkeit gefehlt", befand Köllner, "aber die Spieler sind eben keine Maschinen." Die kleine Auszeit vom stressigen Liga-Alltag biete nun die Gelegenheit, "wieder mal nachzujustieren und ein paar Dinge besser zu machen".

Bilderstrecke zum Thema

Ideenlos daheim: Das Club-Zeugnis nach der Stuttgart-Schlappe!

Der 1. FC Nürnberg begann forsch und erspielte sich gute Möglichkeiten. Doch der couragierte Auftritt hielt nicht lange an. Bei den Franken schlichen sich unnötige Fehler ein, die Gäste-Coach Markus Weinzierl nicht nur erste Tore bescherten, sondern auch zum Premierensieg beim neuen Arbeitgeber verhalfen. Sie waren an der Reihe: Sie bewerteten die Profis den FCN mit Schulnoten von 1 bis 6. Hier ist die Auswertung!


Und Ansatzpunkte hatte der blutleere Auftritt am Samstag wahrlich genug geliefert. "Wir brauchen nicht diskutieren, das war die bislang schlechteste Saisonleistung", räumte Köllner unumwunden ein. Einige Aspekte habe man bereits am Sonntag nach der obligatorischen Videoanalyse angesprochen, nach zwei freien Tagen will der Coach dann ab Mittwoch mit seiner Mannschaft akribisch daran arbeiten, "dass uns solche Dinge nicht mehr passieren."

Bilderstrecke zum Thema

Trotz Choreo und Courage: FCN kommt gegen VfB nicht in Fahrt

0:2 stand auf der Anzeigetafel nach 90 Minuten. Es war wahrlich nicht das Spiel des FCN, der in den ersten Minuten durchaus andeutete, warum man in der Tabelle vor den kriselnden Gästen aus Schwaben stand. Doch leichtsinnige Fehler, Traumtore und eine zu harmlose Offensive verhinderten einen wichtigen Punktgewinn vor heimischer Kulisse - an der es mit Sicherheit nicht gelegen hat.


Auch die Personalsituation sollte sich bis zum kniffligen Auswärtsspiel auf Schalke am 24. November wieder etwas entspannt haben. Zwar werden Eduard Löwen (Außenbandzerrung im Knie) und Enrico Valentini (Sehnenanriss im Oberschenkel) nach Köllners Einschätzung "noch ein paar Tage länger fehlen", dafür rechnet er wieder fest mit Mikael Ishak. Der Torjäger hat seine Innenbanddehnung im linken Knie weitgehend auskuriert und soll bereits im Testspiel gegen den tschechischen Zweitligisten FK Ústí nad Labem, das am Samstag um 15.30 Uhr auf dem Sportgelände des SV Schwaig angepfiffen wird, die ersten Gehversuche machen.

Von Ishaks Rückkehr erhofft sich Köllner nicht nur mehr Offensivpower, sondern auch einen "zusätzlichen Impuls" für das Team – zumal Adam Zrelak den robusten Schweden bei allem Eifer kaum adäquat ersetzen konnte und gegen den VfB eine der wenigen Nürnberger Chancen ungenutzt ließ. "Wir müssen aus dem Spiel lernen, das können wir jetzt in der Länderspielpause tun", hatte Zrelak angekündigt. Er selbst wird der fränkischen Lerngruppe allerdings fehlen, weil ihn der slowakische Nationaltrainer Pavel Hapal für die beiden Nations-League-Spiele am Freitag gegen die Ukraine und am nächsten Montag in Tschechien nominiert hat.

Ebenfalls auf Reisen ist Törles Knöll, der erstmals in die deutsche "U 21"-Auswahl berufen wurde. Die Elf von DFB-Trainer Stefan Kuntz testet am Freitag in Offenbach gegen die Niederlande und ist drei Tage später im italienischen Reggio Emilia zu Gast.

Bilderstrecke zum Thema

Unter Cluberern: Schwaches Heimspiel gegen den VfB

Ein schleppendes Spiel mit enttäuschendem Ende. Wie schon so oft verschenkt der Club seine Punkte an den Tabellen-Letzten.


Uli Digmayer

37

37 Kommentare

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: Sport