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So fühlte sich das einzige Ligaspiel der Frauen-BOL an

Handball: SG Rohr/Pavelsbach erweist sich als zuvorkommender Gastgeber - 12.10.2020 18:41 Uhr

Zum Saisonauftakt zeigten die Frauen der SG Rohr/Pavelsbach (grüne Trikots) gerade in der Abwehr vollen Einsatz, mussten sich Mitraching am Ende jedoch beugen.


Die Liebe zum Hobby reicht bei Verena Federhofer und ihren Mitspielerinnen bis ins heimische Badezimmer. Denn erst dort widmeten sie sich am Sonntagabend der eigenen Körperpflege, während die Duschen in der Freystädter Mehrzweckhalle nach dem Schlusspfiff allein den aus dem Landkreis Regensburg angereisten Gästen vorbehalten blieben.

"Beide Vereine haben sich vorzeitig unter der Woche ausgetauscht und signalisiert, spielen zu wollen", sagt Federhofer. Nicht gänzlich unbekümmert, aber jene von anderen Vereinen geäußerten Beklemmungen sah sie persönlich dem Bezirksoberliga-Auftakt mit der SG Rohr/Pavelsbach gegen die Bayernliga-Reserve der SG Mitraching/Neutraubling entgegen. "In drei Testspielen und im Training haben wir uns nun ja schon wieder an den Kontakt gewohnt und halten ansonsten die Vorsichtsmaßnahmen ein."


Gemischte Gefühle vor Handball-Saisonstart: Bezirksoberligisten aus dem Landkreis Neumarkt setzen auf defensive Stabilität


Freilich gebe es gerade mit Blick auf die derzeit steigenden Infektionszahlen keine Garantie, dass die Saison regulär durchgeführt werden kann. Überhaupt wurden an zwei Spieltagen insgesamt bislang lediglich zwei Partien ausgetragen. "Das lassen wir auf uns zukommen. Für den Moment überwiegt die Freude und Euphorie, nach langer Pause wieder Wettkämpfe austragen zu dürfen", erklärt Federhofer.

Beobachter hinter der Fensterscheibe

Verzichten musste die Mannschaft, die sich nach dem Fast-Abstieg im Frühjahr durch die konstant verfügbaren Hallenzeiten im Sommer in besserer Verfassung als mancher Konkurrenz wähnt, wiederum auf die Unterstützung ihrer Anhänger. "Das ist schon anders", beschreibt Federhofer eine Atmosphäre, die eben nicht vom dumpf-wummernden Rhythmus der Trommelschläge auf der Tribüne geprägt wurde. "Der Lärm treibt normalerweise an und übertönt Zwischenrufe auf dem Feld. Dafür hat sich die Wechselbank umso mehr Mühe gegeben, durchs Klatschen anzufeuern." Ein zusätzlicher Ansporn bot sich den Spielerinnen zudem durch interessierte Beobachter, die das Geschehen von draußen durch die Fenster verfolgten.

Zu sehen bekamen die Kiebitze einen ausgeglichenen Schlagabtausch, dem die konzentrierten Defensivreihen ihren Stempel aufdrückten. Kurz vor dem Seitenwechsel wusste die heimische SG eine Überzahlsituation nicht zu nutzen, geriet stattdessen in Rückstand (7:9) und musste diesem stetig hinterherlaufen. Es gelang höchstens einmal der zwischenzeitliche Ausgleich. "Unser Hauptproblem war die Torausbeute, die Möglichkeiten wären da gewesen", konstatiert Verena Federhofer hinterher.

Neben Paraden der starken Gästetorhüterin und Aluminiumtreffern schmerzten die SG diverse bei Querpässen fabrizierten Ballverluste, die den Rangfünften der Vorsaison zu Gegenstößen einluden. 120 Sekunden vor der Sirene wurde beim 13:14 die finale Möglichkeit zum Remis vergeben und durch das 13:15 bestraft. "Es war trotzdem eine ordentliche Leistung, auf die wir aufbauen können", findet Federhofer.

KEVIN GUDD

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