"So kannst du kein Spiel gewinnen": Fürth-Coach Leitl schimpft

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9.1.2021, 09:15 Uhr
Nicht zufrieden: Im Wildparkstadion verspielte das Kleeblatt alle Chancen auf den Sieg. Trainer Stefan Leitl (links) ärgerte das natürlich.

Nicht zufrieden: Im Wildparkstadion verspielte das Kleeblatt alle Chancen auf den Sieg. Trainer Stefan Leitl (links) ärgerte das natürlich. © Sportfoto Zink / Wolfgang Zink, Sportfoto Zink / Wolfgang Zink

Paul Jaeckel war an diesem Abend nicht zu beneiden. Erst der eiskalte Schneeregen, dann zwei dicke Patzer, die zu Gegentoren führten, und am Ende hatte die Spielvereinigung Greuther Fürth auch noch verloren - zum ersten Mal in dieser Saison auf fremdem Platz. Nach Abpfiff aber zeigte Jaeckel Größe, in dem er sich bei Sky dem Fernsehpublikum stellte: "Die individuellen Fehler, die auch mich betreffen, dürfen so nicht passieren, wenn wir oben dranbleiben wollen."

"Wir waren dominant und spielbestimmend"

In der zweiten Minute hatte der 22-Jährige einen folgenschweren Ballverlust, kurz vor dem Pausenpfiff brachte er mit einem Querpass, den man so niemals spielen sollte, seinen Torwart Sascha Burchert derart in Bedrängnis, dass auch dieser die Ballkontrolle verlor. Dem KSC bescherte das zwei leichte Tore gegen eine sonst über weite Teile der Partie überlegene Fürther Mannschaft.

"Wir waren dominant und spielbestimmend", sagt Trainer Stefan Leitl nach dem Spiel. "Doch wenn du dir drei individuelle Fehler leistest, kannst du kein Spiel gewinnen. Das war leider der Fall." Zum ersten Mal seit Dezember 2019 ging das Kleeblatt auswärts als Verlierer vom Platz. "Was mich ärgerlich stimmt, ist, dass unsere tolle Auswärtsserie mit so einer Leistung zu Ende geht, bei der man sich so viele Patzer leistet", meint Leitl.

"Wir werden die Jungs wieder aufrichten"

Diese Fehler nur an einzelnen Spielern festzumachen, ist dem Trainer allerdings zu kurz gegriffen: "Da waren mehrere Spieler beteiligt bei diesen Situationen. Wir sind eine Mannschaft, die versucht hinten herauszuspielen. Das ist uns nun zweimal nicht so gut gelungen wie in der Vergangenheit, das ist auch dem geschuldet, dass der Gegner hoch angelaufen ist. Trotzdem war es vermeidbar. Und trotzdem werden wir nicht von unserem Weg abweichen."

Es geht also weiter, bereits am Freitag (18.30 Uhr) im Heimspiel gegen Paderborn. "Wir werden die Jungs wieder aufrichten, dann nächste Woche an die Leistung anknüpfen und die individuellen Fehler abstellen", gibt der Kleeblatt-Coach vor. Die 250 Kilometer zurück nach Fürth aber ging es mit Groll: "Es ist egal, ob eine Serie von einem Jahr zu Ende geht", sagt Leitl. "Eine Niederlage fühlt sich für einen Sportler generell nicht gut an, genau mit diesem Gefühl geht es nach Hause." Darum ist auch er nicht zu beneiden.

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