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So tickt der kommende Kleeblatt-Gegner Hannover 96

Trainer warnt: "Fürth ist eine Mannschaft, die uns alles abverlangen wird" - 24.08.2019 05:41 Uhr

In Fürth ein alter Bekannter: Edgar Prib. © Sportfoto Zink / DaMa


Im Jahr 2013 verließ Prib seinen Heimatverein, um bei den Rothosen anzuheuern. Bis heute ist der 29-Jährige der Vorzeigespieler, wenn es um die Nachwuchsarbeit der SpVgg geht. Als Sieben-Jähriger kam er nach Fürth und biss sich bis zu den Profis durch, spielte zur goldenen Ausbildungszeit der Fürther mit Akteuren wie Johannes Geis, Sercan Sararer und Felix Klaus fürs Kleeblatt.

 

Immer wenn es die Zeit erlaubt, verbringt Prib seine freie Zeit zu Hause bei den Eltern, die noch immer vor Ort wohnen. „Ich freue mich sehr auf das Spiel! Ich werde jetzt nicht mehr so viele Spieler kennen, weil das Fußballgeschäft einfach sehr schnelllebig ist. Aber ich freue mich, gegen meinen Heimatverein zu spielen und ich freue mich genauso darauf, gegen meinen Ex-Verein zu gewinnen“, sagt Prib in einem Vereins-Interview. Ein treuer Wegbegleiter waren ihm bisher seine Verletzungen. Keine Saison verging, in der Prib nicht die eine oder andere Zwangspause einlegen musste. Zuletzt musste er zwei Kreuzbandrisse hintereinander verkraften. Doch „Eddy“ gab nicht auf und kämpfte sich immer wieder zurück, verlängerte im April seinen Vertrag bis 2021. Eine Maßnahme, die zeigt, wie wichtig der Ex-Fürther für die Niedersachsen geworden ist.

"Müssen schauen, was wir machen"

Eine Einschätzung zur SpVgg für das heutige Spiel ließ sich Prib natürlich nicht nehmen: "Ich erwarte eine griffige Fürther Mannschaft. Ich habe das letzte Spiel gesehen, da war die Spielvereinigung schon giftig und die haben auch ein paar schnelle Jungs dabei. Aber alles in allem müssen wir schauen, was wir machen."

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Green köpft Kleeblatt ins Glück: Spielvereinigung feiert Sieg über Jahn

Die erste Halbzeit zeigten weder die Fürther Hausherren, noch die Gastmannschaft aus Regensburg wirklich guten Fußball. Erst in der zweiten Halbzeit erarbeitete sich das Kleeblatt immer mehr Chancen, blieb geduldig und ruhig. Mit Erfolg: Der Treffer von Green reichte zum Sieg. Ein weiteres Tor von Hrgota wurde wegen Abseits im Nachhinein nicht gewertet.


Hannover startete mit Schwierigkeiten in die Saison. Der Auftaktniederlage in Stuttgart (1:2) folgte ein Remis in Regensburg (1:1). Im DFB-Pokal scheiterte 96 am Ligakonkurrenten Karlsruhe (0:2). Erst am vergangenen Wochenende gelang bei Aufsteiger Wehen Wiesbaden (3:0) der erste Saisonsieg.

Sieg war nicht dringend notwendig

"Natürlich hat uns dieser Sieg gut getan", sagt Trainer Mirko Slomka, „das gibt uns auch ein bisschen Rückenwind. Allerdings sollten wir auf dem Teppich bleiben. Wir haben jetzt nicht an der Anfield Road gewonnen, sondern in Wiesbaden. Der Sieg war dringend notwendig, um dran zu bleiben, aber er hievt uns jetzt nicht auf eine andere Ebene.“

Für die SpVgg fand er im Vorfeld nur lobende Worte: "Greuther Fürth ist eine Mannschaft, die uns alles abverlangen wird. Es ist ein spielstarkes Team. Sie haben mit Hrgota einen Spieler, der den Unterschied machen kann." Personell musste Hannover nach dem Abstieg vor allem in der Offensive Qualität abgeben. Niclas Füllkrug (6,5 Millionen Euro/Werder Bremen) und Ihlas Bebou (8,5 Millionen Euro/Hoffenheim) verließen den Verein. Mit Marvin Ducksch (Düsseldorf) und Cedric Teuchert (Leihe aus Schalke) wird versucht, die Lücken zu stopfen. 

Martin Ferschmann

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