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Spielpraxis fehlt: Stieber hält sich beim FCN noch zurück

Beim 1:0 in München gab der Neuzugang ein unauffälliges Debüt - 09.02.2016 12:00 Uhr

Zoltan Stieber hatte am Samstag in München lediglich 29 Ballkontakte. © Sportfoto Zink / DaMa


Dafür, dass Zoltan Stieber am Samstag 62 Minuten im Chaos verbracht hat, geriet sein Arbeitsnachweis erstaunlich unspektakulär. Es war ja ein wildes Spiel, das Stieber da bei seiner Zweitliga-Premiere für den 1. FC Nürnberg miterleben durfte, Ruhe herrschte in der Arena von Fröttmaning eigentlich nie beim 1:0-Erfolg des Clubs beim TSV 1860 München.

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Nur Stieber, den sie ja eigentlich nach Nürnberg geholt haben, um das Spektakel noch ein wenig größer werden zu lassen, wollte sich nicht anstecken lassen vom fröhlichen Durcheinander. Als ihn Trainer René Weiler nach etwas mehr als einer Stunde vom Platz holte, hatte Stieber keinmal auf das Tor geschossen, war zurückhaltende 29 Mal am Ball gewesen, hatte einmal geflankt und 18 Mal den Ball zu einem Mitspieler gepasst.

Weiler: "Muss sich an neuen Ort gewöhnen"

Viel mehr, bestätigten Stieber und Weiler danach, was man schon ahnte, hatte man aber auch nicht erwarten können - denn dem Ungarn fehlt natürlich noch die Spielpraxis. So sagte das Weiler, so sagte das der 27 Jahre alte Stieber selbst. "Man merkt auch, dass er sich erst wieder an einen neuen Ort gewöhnen muss", sagte Weiler noch nach Stiebers ersten 62 Pflichtspiel-Minuten im Club-Trikot.

Ob die Nürnberger ihn dann endgültig kaufen, liegt vor allem an Stieber selbst. Im besten Fall - so war das zumindest in Fürth - dominiert Stieber ein Spiel mit seiner überragenden Technik, mit seiner Schnelligkeit. Im schlimmsten Fall taucht er unter, wenn es das Spiel nicht hergibt, dass einer Schnelligkeit und Technik ausspielt.

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Maßstab Schöpf

Die Erwartungen sind hoch, Stieber wird mindestens bis zum Sommer damit leben müssen, dass sie ihn in Nürnberg an Alessandro Schöpf messen, seinem Vorgänger, der es auf der rechten Außenbahn zu so viel Ansehen gebracht hat, dass er seit der Winterpause für den FC Schalke 04 in der Bundesliga Tore schießen darf. Ein schwieriges Unterfangen, das weiß natürlich auch Weiler: "Es ist nicht so, dass er darf, sondern er sollte und müsste", skizziert der Trainer die öffentliche Erwartungshaltung.

In München hat man das, was er sollte und müsste, noch nicht zu sehen bekommen. Aber Stieber ist ja noch in der Eingewöhnungsphase auf seiner nächsten Station einer recht turbulenten Karriere.

Fadi Keblawi

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