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Darauf kommt's fürs Kleeblatt im Aufstiegsrennen an

Vier Punkte, die für Fürth auf den letzten Metern wichtig werden - 13.05.2021 04:55 Uhr

Ruhe bewahren, den Druck haben die anderen: Paul Seguin und das Kleeblatt können nur gewinnen.

09.05.2021 © Sportfoto Zink / Melanie Zink, Sportfoto Zink / Melanie Zink


Keine frühen Gegentore mehr

Gegen den Karlsruher SC lag die Spielvereinigung nach vier Minuten mit 0:1 in Rückstand, gegen den FC Sankt Pauli nach zehn, gegen Darmstadt 98 sogar nach nur zwei. Gegen den SV Sandhausen hätten sie ebenfalls so früh in Rückstand liegen können, wäre nicht zumindest Torhüter Sascha Burchert hellwach gewesen.

Bei vier der letzten fünf Begegnungen hat das Kleeblatt die Anfangsphase verschlafen, jedes Mal lagen sie in diesen Partien früher oder später in Rückstand, nur einmal resultierte daraus später noch ein Sieg.

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Beim 2:2 gegen Karlsruhe trat die Spielvereinigung dominant auf und kreierte zahllose Tormöglichkeiten. Am Ende musste sich die Leitl-Elf aber trotzdem mit einem Punkt zufriedengeben, da sie bei den beiden Gegentoren nicht aufmerksam genug war und die eigenen Chancen nicht nutzte. Sportredakteur Florian Jennemann mit der Einzelkritik!


An müden Beinen liegt es eher nicht, eher schon an fehlender Frische zwischen den Schultern am Ende eines sehr intensiven Jahres. "In der Halbzeit haben wir noch mal angesprochen, dass das unheimlich viel Energie kostet, ständig aufholen zu müssen", berichtete Trainer Stefan Leitl nach dem 2:2 gegen den KSC am Wochenende. Er findet es "normal", dass seine Mannschaft nicht ständig Rückstände aufholen und Spiele drehen kann, und das ist es ja auch. Umso wichtiger wird sein, dass sie in Paderborn wieder einmal selbst in Führung gehen.

Vielleicht hilft dabei die Luftveränderung im Trainingslager, bei dem Leitl noch einmal die "maximale Freude" entfachen möchte.

Mehr Effizienz im Angriff

Zum Saisonauftakt holte Fürth aus den ersten vier Partien drei mickrige Pünktchen. Der wohl entscheidende Grund dafür war: die mangelnde Chancenauswertung. Vor allem Branimir Hrgota ließ da beste Gelegenheiten aus, um seine Kollegen und sich für den hohen Aufwand zu belohnen.

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Weil sich das nach diesen ersten vier Begegnungen aber maßgeblich verbesserte, eilte die Spielvereinigung bald von Sieg zu Sieg. Sogenannte Hundertprozentige ließen sie nur noch selten aus. Zuletzt war das wieder anders, Stichwort fehlende geistige Frische. Gegen Karlsruhe blieben beste Tormöglichkeiten ungenutzt.

Für sechs Punkte aus zwei Spielen zum Abschluss braucht es dringend wieder mehr Effizienz im Angriff.

Die Joker müssen stechen

Stefan Leitl hat zuletzt noch einmal betont, dass er auf den letzten Metern seine Mannschaft nicht mehr groß verändern wird, so lange er nicht durch Verletzungen oder Sperren dazu gezwungen wird. Diejenigen. die maßgeblich dazu beigetragen haben, dass das Kleeblatt wieder so aufgeblüht ist, sollen es nun auch am Ende richten.

Was nicht bedeutet, dass der Rest abschalten sollte. Gegen Paderborn und Düsseldorf könnte es auch wieder auf die Robustheit eines Hans Nunoo Sarpei, auf die Joker-Qualitäten eines Dickson Abiama oder die Übersicht eines Timothy Tillman ankommen. Und vielleicht ja sogar auf den zuletzt meist verschmähten Jamie Leweling.

Die Ruhe bewahren

Im Schnitt stellt die Spielvereinigung das jüngste Aufgebot in der zweiten Liga. Nun bedeutet jung nicht automatisch, keine Erfahrung mit Drucksituationen zu haben, aber natürlich standen nur wenige Spieler schon einmal kurz davor, viel gewinnen und gleichzeitig auch irgendwie viel verlieren zu können. Und natürlich würde sich ein verpasster Aufstieg nach der zwischenzeitlichen Tabellenführung wie eine herbe Niederlage anfühlen.

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Den Druck haben trotzdem die anderen. Die Konkurrenten sind mit deutlich höheren Erwartungen in die Saison gegangen als das Kleeblatt. Nach dem 3:2-Sieg gegen Sandhausen sagte Manager Rachid Azzouzi: "Egal, wie die Saison ausgeht. Die Mannschaft kann Null Komma Null mehr enttäuschen bei dem, was sie bisher gezeigt hat. Wir sind stolz auf die Jungs." Das sollten sie zumindest im Hinterkopf behalten – und: Ruhe bewahren.

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