Montag, 20.01.2020

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Gegner-Check: Fürth gegen Karlsruhe und ein Ex-Kleeblatt

Bei Ex-Kleeblatt Hoffmann herrschte in Fürth Flaute, beim KSC ist er der Torgarant - 13.12.2019 20:00 Uhr

Bereits neunmal im Mittelpunkt einer Jubeltraube: Philipp Hofmann ist aktuell der treffsicherste KSC-Spieler. © Uli Deck, dpa


So ist die Lage: Mit 20 Punkten liegt der Zweitliga-Aufsteiger Karlsruher SC zwei Spieltage vor dem Hinrundenende absolut im Soll. Zudem zeigte sich das Team von Alois Schwartz nach einer kleinen Findungsphase mit drei Niederlagen in Serie zuletzt außerordentlich unbeugsam: Von den vergangenen zwölf Partien verlor der Tabellenelfte lediglich das badisch-schwäbische Duell beim VfB Stuttgart allerdings deutlich mit 0:3. Vergangene Woche wäre ihm sogar beinahe ein Sieg gegen Herbstmeister Arminia Bielefeld gelungen, erst in der dritten Minute der Nachspielzeit wurde der ebenfalls erst in der 90. Minute erzielte Führungstreffer wieder egalisiert. "Das Spiel war eine Achterbahn der Gefühlslagen. Im Vorfeld wäre ich mit einem Punkt zufrieden gewesen. Aber wenn man in der Nachspielzeit ein Tor macht, muss man das über die Zeit bringen", klagte KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer.

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Top & Flop: Obwohl der KSC mit 28 erzielten Toren zu den treffsichersten Teams der Liga zählt, steht unter dem Strich ein negatives Torverhältnis. 30-mal musste der ehemalige Club-Profi Benjamin Uphoff schon hinter sich greifen. Nur der 1. FCN und Wehen Wiesbaden zeigen sich beim Verteidigen erfolgloser.


Geplanter Treffpunkt: Ein Bunker für die Kleeblatt-Fans


Im Fokus: In jedem zweiten Spiel verursachen die Karlsruher einen Elfmeter. Achtmal deutete der Unparteiische in dieser Spielzeit zugunsten des Gegners bereits auf den ominösen Punkt. "Wir haben uns im Strafraum teilweise zu viel erlaubt. Auf der anderen Seite gab es auch Elfmeter, die nicht gegeben hätten werden dürfen", sagte Trainer Schwartz. Den letzten spendierte sein Team am vergangenen Spieltag Arminia Bielefeld. Demnach dürften sich die Elfmeterfreuden für die SpVgg Greuther Fürth diesmal nicht erfüllen – bleibt der KSC seinem statistischen Turnus "alle zwei Spiele ein Elfmeter" treu.

Die Statistik spricht gegen das Kleeblatt

Die Bilanz: In 53 Begegnungen siegten die Badener 25-mal. Nur 15 Partien konnte das Kleeblatt für sich entscheiden, 13 endeten unentschieden. Die Heimbilanz des KSC fällt mit 16 Siegen, sechs Remis und lediglich vier Niederlagen noch eindeutiger aus.

Man kennt sich: In Fürth kam Philipp Hofmann versehen mit ein wenig Frustspeck an den Hüften nicht auf die Beine. Der Angreifer erzielte in der Hinrunde der Saison 2017/2018 nur einen Liga-Treffer sowie zwei im DFB-Pokal. Schon in der Winterpause kehrte er dem Kleeblatt wieder den Rücken und schloss sich Eintracht Braunschweig an. Seit diesem Sommer blüht er nun so richtig beim KSC auf. Hofmann kommt auf neun Tore in der Liga. "Er hat Zeit gebraucht, um in den Rhythmus zu kommen. Er hat Qualität, spielt eine gute Runde und passt in das Konzept des KSC", lobt Fürths Coach Stefan Leitl, der den KSC-Angreifer aus Ingolstädter Zeiten kennt. Ebenfalls einst im Fürther Dress aktiv – jedoch bei den Junioren: Manuel Stiefler.

Und sonst so? Das Stadionprojekt in Karlsruhe ist einen entscheidenden Schritt nach vorn gekommen. Am Montag erfolgte am Wildparkstadion der symbolische Spatenstich – ein Jahr, nachdem die Arbeiten am 123 Millionen Euro teuren Stadionneubau begonnen wurden. Die neue Spielstätte soll im Frühjahr 2022 fertiggestellt sein.

Stefan Jablonka

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