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Kleeblatt muss mit dem Punkt leben

Fußball-Zweitligist Greuther Fürth spielt in Aue trotz Führung nur 1:1 — Occean trifft - 31.03.2012 17:43 Uhr

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Ausrutscher in Aue: Kleeblatt verliert Tabellenführung

Es war ein unglückliches Remis für die SpVgg Greuther Fürth: Durch das 1:1 bei Erzgebirge Aue muss das Kleeblatt die Tabellenführung in der 2. Fußball-Bundesliga an Eintracht Frankfurt abgeben.


Neuer Tabellenführer der Zweiten Fußball-Bundesliga ist nun zwar Eintracht Frankfurt. Aber was der Punkt für die Fürther im Hinblick auf die Verfolger Wert ist, wird man am Montagabend sehen: Dann empfängt Fortuna Düsseldorf den FC St. Pauli. Nur bei einem Sieg der Fortuna schmilzt der Vorsprung auf vier Punkte, ein Remis oder ein Erfolg der Hamburger bedeutet weiterhin sechs Punkte Abstand zum Dritten.

Aue verdiente sich den Punkt zweifellos mit einer leidenschaftlichen Einstellung. Doch die Vielzahl an guten Chancen, die sich die SpVgg in der Schlussphase gegen die sichtlich entkräfteten Gastgeber erspielte, hätten dennoch reichen müssen, drei Punkte aus dem Erzgebirge mitzunehmen.

„Wir schwer es hier ist, zu gewinnen, hat vor zwei Wochen schon St. Pauli erfahren müssen. Wir müssen damit leben, dass wir einen Punkt mitgenommen haben“, meinte SpVgg-Trainer Mike Büskens, der keineswegs unzufrieden wirkte.

Leider hat sein Treffer nicht zum Sieg gereicht: Fürths Torschütze Occean verlässt enttäuscht den Platz. © Zink


Zu passiv gewesen

Kurioserweise hatten die Fürther nach der ersten Hälfte, in der sie nicht recht ins Spiel gekommen waren, 1:0 geführt. Olivier Occean hatte in der 43. Minute eine Flanke von Heinrich Schmidtgal ins Netz geköpft. „Insgesamt waren wir aber im ersten Durchgang zu passiv“, kritisierte Büskens.

In der zweiten Hälfte bekamen die Fürther das Spiel immer besser in die Hand, kassierten aber den Ausgleich. In der Endphase hatten dann zwei Mal Occean, Schmidtgal, Kapitän Thomas Kleine und, eine Minute vor dem Ende, Sercan Sararer beste Möglichkeiten: Doch sie alle brachten den Ball nicht an dem mehrmals stark reagierenden Schlussmann von Aue, Martin Männel, vorbei.
So gab es schließlich ein 1:1, da Aue, das fast nur bei Standardsituationen gefährlich war, eine davon genutzt hatte. In der 55. Minute prallte der Ball als Querschläger von René Klingbeins Schienbein auf das Tor.

Kleeblatt Keeper Max Grün bekam den Ball nicht zu packen. Folge: Aues Halil Savran staubte ab und schoss aus zwei Metern Entfernung ein.

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Für Thomas Kleine war diese Szene besonders ärgerlich: „Ich habe einen Auer Spieler angeschossen, das war keine Ecke, sondern Abstoß“, schüttelte der Kapitän, der sich massiv bei Schiedsrichter Manuel Gräfe beschwert hatte, hinterher den Kopf.

Wieder voll angreifen

Kleine wertete den Spielausgang wie alle Fürther nicht als Rückschlag. „Hier einen Punkt mitzunehmen, ist in Ordnung. Am kommenden Donnerstag werden wir daheim gegen Cottbus wieder voll angreifen“, kündigte der Fürther Kapitän entschlossen an.

JÜRGEN SCHMIDT

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