Leitl setzt mit Fürth auf Freude und Stabilität

Das Kleeblatt hofft gegen Hertha auf einen Festtag im Berliner Olympiastadion

16.9.2021, 16:17 Uhr
Harte Arbeit und Freude: Mit diesen Zutaten geht Stefan Leitl seine Arbeit an und empfiehlt das auch seinen Spielern.

Harte Arbeit und Freude: Mit diesen Zutaten geht Stefan Leitl seine Arbeit an und empfiehlt das auch seinen Spielern. © Sportfoto Zink / Wolfgang Zink, Sportfoto Zink / Wolfgang Zink

Es ist nicht gerade so, dass es sich bei den Auswärtsspielen in dieser noch jungen Saison um Festtage gehandelt hat für die Spielvereinigung Greuther Fürth. Acht Gegentore haben sie in zwei Partien schon hinnehmen müssen und gerade einmal eines selbst geschossen. Trotzdem sagt Stefan Leitl, der Fürther Trainer, kurz vor der Abfahrt nach Berlin am Donnerstagnachmittag: "Das Wochenende ist für mich immer ein Festtag." Und: "Ich arbeite unter der Woche hart, um am Wochenende ein Fußballspiel absolvieren zu dürfen, und ich glaube, mit dieser Freude sollten wir alle in dieses Spiel gehen."

Am Freitagabend (20.30 Uhr) tritt Leitls Mannschaft in der Hauptstadt als Tabellenletzter an - also ungefähr in der Rolle, die ohnehin die meisten Experten für sie vorgesehen hatte. Die Leistung beim 0:2 im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg hat ihnen trotzdem ein bisschen Mut gemacht, weil die Verteidigung bis auf drei, vier Szenen sehr gut gestanden ist. "Natürlich", sagt Leitl, "braucht man im Sport aber Erfolgserlebnisse, um Selbstvertrauen zu bekommen." Im Olympiastadion stehen die Chancen zumindest nicht ganz schlecht, um sich mal so ein Erfolgserlebnis zu holen.

Dardai erwartet einen "arbeitsreichen Abend"

Die Hertha wiederum empfängt die Gäste aus Franken als Tabellensechzehnter und Abstiegskandidat - also in einer Rolle, die sie zumindest selbst auf keinen Fall für sich selbst vorgesehen haben. In den vergangenen Jahren haben sie sehr sehr viele Millionen in Spieler investiert, richtig viele Erfolgserlebnisse sind dabei auch nicht herausgesprungen. Auch in diese Saison ist die Mannschaft von Pal Dardai schwach gestartet, nach drei Niederlagen zum Auftakt durften sich die Berliner aber am vergangenen Wochenende über einen 3:1-Erfolg beim VfL Bochum freuen.

"Ich erwarte einen arbeitsreichen Abend", sagt Dardai über die Begegnung mit der Spielvereinigung und wenn man Leitl bei der Pressekonferenz zuhört, dann klingt das sehr ähnlich. Seine Mannschaft müsse zunächst einmal in der Verteidigung wieder kompakt und stabil stehen, sagt er in drei oder vier Variationen, erst dann könne man sich auf die "Königsdisziplin" konzentrieren, wie er das Spiel im letzten Drittel nennt, also in der Nähe des gegnerischen Tores. "Wir müssen ruhiger bleiben im eigenen Ballbesitz", fordert Leitl, zusammen mit "guten Laufwegen" und dem richtigen Timing für den "letzten oder vorletzten Pass" soll diesmal etwas Zählbares herausspringen.

Mit der selben Startelf?

Die Startelf aus dem Wolfsburg-Spiel hatte der Trainer anschließend sehr ausführlich gelobt, "was nicht heißt, dass wir auch diesmal in dieser Formation auflaufen wollen", sagt er. Vielleicht dürfen auch zwei, drei andere zeigen, dass sie unter der Woche hart gearbeitet haben und so ein Spiel mit Freude angehen. "Freitagabend, Flutlichtspiel - was willste mehr?" fragt Leitl. Außer natürlich drei Punkten.

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