Alle weiteren Tests negativ

Nächster Corona-Fall: Luca Itter fehlt dem Kleeblatt in Mönchengladbach

Michael Fischer, Sportredakteur
Michael Fischer

Nürnberger Nachrichten

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18.11.2021, 14:08 Uhr
Gegen Frankfurt durfte Luca Itter (links) ein paar Minuten mitspielen, jetzt fällt er wegen eines positiven Corona-Tests erstmal aus. 

Gegen Frankfurt durfte Luca Itter (links) ein paar Minuten mitspielen, jetzt fällt er wegen eines positiven Corona-Tests erstmal aus.  © Sportfoto Zink / Melanie Zink, Sportfoto Zink / Melanie Zink

Bei der Frage nach Luca Itter wurde Stefan Leitl einsilbig. Der Linksverteidiger fehlte in dieser Woche beim Training, der 22-Jährige sei "leicht angeschlagen" sagte der Trainer, größere Sorgen müsse man sich aber nicht machen. Am Donnerstagnachmittag wurde klar, warum Itter fehlte. "Bei einer routinemäßigen Testung nach den freien Tagen war sein Schnelltest positiv", erzählte Leitl in der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach am Samstag (15.30 Uhr).

Nachdem Itter vollständig geimpft sei und keinerlei Symptome einer Covid-Erkrankung zeigte, "hatten wir die Hoffnung, dass der Test falsch positiv war und haben ihn nach Hause geschickt", so Leitl. Der PCR-Test aber bestätigt den Verdacht. Damit hat das Coronavirus die Spielvereinigung drei Wochen nach dem ersten großen Angriff mit fünf Infizierten ein zweites Mal erwischt.

Alle weiteren Tests waren glücklicherweise negativ. Nachdem auch die zuvor erkrankten und verletzten Spieler wieder fit sind, war auf dem Trainingsplatz sehr viel mehr los als in den vergangenen Wochen. "Mit 20 Mann zu trainieren macht deutlich mehr Spaß", betonte Leitl. Nach einer "guten und sehr intensiven Trainingswoche" sieht der Trainer seine Mannschaft "gut vorbereitet" auf die anstehende Aufgabe bei einer "absoluten Topmannschaft".

Die Borussia ist zuhause bislang noch ungeschlagen, vor allem das Positionsspiel hat Stefan Leitl nachhaltig begeistert. "Bei ihrem Spiel gegen Bochum war das in unserer Analyse herausragend", lobte der Trainer, "sie spielen aber auch ein sehr gutes Pressing, weshalb wir vorbereitet sein müssen auf unseren eigenen Ballbesitz." Seine Mannschaft solle "unangenehm sein" und sich wieder "mehr fokussieren auf das, was uns in der Vergangenheit ausgezeichnet hat. Wir wollen sie in bestimmten Phasen stressen, um sie nicht in ihr sehr gutes Kurzpassspiel kommen zu lassen."

Bei der Aufstellung hat der Fürther Trainer wieder einige Optionen mehr. Unter anderem könnte Maximilian Bauer nach seiner Corona-Infektion in die Innenverteidigung zurückkehren - sicher ist das aber nicht. "Maxi ist definitiv eine Option", so Leitl, gab aber zu bedenken, dass der U21-Nationalspieler "vier Wochen außer Gefecht" war, "das wollen wir schon berücksichtigen." Die Entscheidung soll erst nach dem Abschlusstraining am Freitag fallen.

Gegen Frankfurt hatten zuletzt die beiden Mittelfeldspieler Hans Nunoo Sarpei und Sebastian Griesbeck im Abwehrzentrum ordentlich gespielt, das 1:2 aber auch nicht verhindern können. Die Niederlage machte den historisch schlechtesten Start einer Bundesliga-Mannschaft perfekt. Stefan Leitl kann das ausblenden. "Wir jagen keinen Negativrekord", sagte er. "Ich bewerte die Leistung meiner Mannschaft. Die war an vielen Wochenenden gut, hat aber noch nicht gereicht. Deswegen werden wir weiterhin hart an uns arbeiten."

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