Testspiel am Samstag

"Nur vier, fünf Stammspieler"? So könnte Fürths Startelf in Kiel aussehen

Michael Fischer, Sportredakteur
Michael Fischer

Nürnberger Nachrichten

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20.1.2023, 12:00 Uhr
"Eine Waffe": In Marco John setzt Fürths Trainer Alexander Zorniger große Hoffnungen.

© Sportfoto Zink / Wolfgang Zink, Sportfoto Zink / Wolfgang Zink "Eine Waffe": In Marco John setzt Fürths Trainer Alexander Zorniger große Hoffnungen.

Die Zeit der Ungerechtigkeit ist längst vorbei. In seinen ersten vier Spielen als Fürther Trainer hatte sich Alexander Zorniger ja meist für dieselbe Startelf entschieden, lediglich gegen den Hamburger SV ersetzte Simon Asta den gerade von seinem Knöchelbruch genesenen Marco Meyerhöfer, in Darmstadt Gideon Jung den gesperrten Sebastian Griesbeck. Es schien, als hätte Zorniger schnell diejenigen Spieler im Aufgebot gefunden, mit denen er erfolgreich sein will.

Während der langen Winterpause wurde der 55-Jährige aber nicht müde zu betonen, dass dem nicht so ist, dass er "maximal ungerecht" gegenüber einigen Spielern war. In der Vorbereitung wollte er sich ein genaueres Bild von seinem Kader machen, jeden noch besser kennenlernen, menschlich wie sportlich. Inzwischen kennt er alle sehr gut - und überraschte während des Trainingslagers in Belek damit, dass er "nur vier, fünf Stammspieler" sieht.

"Wir haben natürlich auf der linken Schiene eine absolute Waffe", sagt Zorniger über den aus Hoffenheim geliehenen Marco John. "Wenn du eine Waffe aber eine Zeit lang nicht putzt, dann ist sie auch keine gute Waffe mehr." Der 20-Jährige hatte sich zum Jahreswechsel mit Muskelödemen herumgeplagt und konnte zwischenzeitlich nicht trainieren. "Er muss bis zum Rückrundenstart zwingend in den Trainingsrhythmus kommen", betont der Trainer.

Christiansen und Hrgota gesetzt

Ist John fit, ist er allerdings gesetzt. Genauso wie Max Christiansen auf der Sechs und Kapitän Branimir Hrgota, der wohl weiter auf der Zehnerposition spielen wird. Auch die Innenverteidiger Sebastian Griesbeck und Damian Michalski dürften nächsten Samstag in Kiel beginnen, wo Gideon Jung noch gesperrt fehlen wird. Danach aber scheint er eine ernsthafte Option zu sein. "Gideon hat eine überragende Vorbereitung gespielt", sagt Zorniger über den lange verletzten Abwehrspieler, der am 17. Spieltag in Darmstadt mit Gelb-Rot vom Platz geflogen war.

Auch Timothy Tillman überzeugte zuletzt, hat aber das Pech, sogar die ersten beiden Rückrundenpartien gesperrt zu verpassen. Danach allerdings wird er sich wohl mit Tobias Raschl um einen Platz im Mittelfeld streiten. "Wir haben Positionen, auf denen der Konkurrenzkampf richtig, richtig hoch ist", schwärmt der Trainer. "Die rechte Außenbahn zum Beispiel" - wo sich Asta und Meyerhöfer ein enges Rennen liefern. Auch die Position links in der Dreierkette ist umkämpft, weil Luca Itter "eine super Vorbereitung gespielt" hat.

Itters Konkurrent heißt aber Oussama Haddadi

Itters Konkurrent heißt aber Oussama Haddadi, der in der Hinrunde fast durchgehend überzeugte. Zorniger sieht den 30-Jährigen als "einen unserer absoluten Schlüsselspieler" - der deshalb wohl auch beim letzten Test gegen BW Linz am Samstag (14 Uhr, Ronhof) starten wird. Im Sturm dürfte derweil an Armindo Sieb und Ragnar Ache vorerst kein Weg vorbeiführen, wenngleich Dickson Abiama in der Vorbereitung mit einigen Toren neues Selbstvertrauen getankt hat.

Auch im Tor ist Andreas Linde gesetzt. Vieles deutet also darauf hin, dass Zorniger erstmal weiterhin demselben Personal wie in den letzten vier Hinrundenspielen vertrauen wird.

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