Stark macht's beim FCN notfalls mit links

5.8.2015, 05:58 Uhr

© Foto: Sportfoto Zink

Weil nach den Ausfällen von Laszlo Sepsi (verletzt), Dave Bulthuis (Rot-Sperre) und Tim Leibold (Trainingsrückstand) keine Fachkraft für die linke Abwehrseite mehr verfügbar war, beorderte Trainer René Weiler kurzerhand den 20-Jährigen nach links hinten: ein Experiment, das durchaus als gelungen bezeichnet werden darf. 

"Dass ich irgendwann mal Linksverteidiger spiele, damit hätte ich nie gerechnet", räumte Stark ein. Widersetzen wollte er sich Weilers Idee aber natürlich nicht: "Wenn es Probleme gibt und ich der Mannschaft helfen kann, springe ich gerne ein." Für den U20-Nationalspieler bedeutete der Aushilfsjob an der Seitenlinie "etwas komplett Neues. Ich musste mich echt konzentrieren und immer daran denken: einschieben, rausschieben." Geholfen haben ihm dabei die im Abwehrzentrum oder im defensiven Mittelfeld gesammelten Erfahrungen, "da sieht man auch, wie sich ein Außenverteidiger verhalten muss". Und letztlich, befand Stark, sei ihm die Premiere auf ungewohntem Terrain ja "ganz passabel" gelungen.

Vom Trainer gab es nach dem 3:2-Sieg keinen Widerspruch: "Irgendeiner musste sich opfern. Nik hat es wirklich gut gemacht." Ob Stark für die nach dem Weggang von Javier Pinola vakante Planstelle sogar als Dauerlösung infrage kommen könnte, ließ Weiler noch offen. "Mal schauen, wo ich am Montag spielen werden", ist Stark selbst gespannt auf sein Einsatzgebiet beim Pokalspiel in Aalen. 

Ganz unabhängig von der eigenen Position ist die Mission beim Trip in die Ostalb für Stark klar definiert. In den vergangenen drei Jahren war der lukrative Cup-Wettbewerb für den Club jeweils gleich in Runde eins beendet. "Das ist noch mehr Ansporn für uns, endlich was zu reißen und ein paar Runden weiterzukommen", mahnte Stark und fügte grinsend an: "Das heißt ja nicht, dass wir gleich wie 2007 den Pokal holen müssen." 

 

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