Bayerische Meisterschaften der Leichtathletik

Starker Auftritt des LAC Quelle Fürth und TSV Zirndorf

20.7.2021, 12:26 Uhr
Julia Rath (rechts) war es in ihrer jungen Laufbahn über die 1500 Meter bislang gewohnt, vorneweg zu laufen. Bei den Bayerischen Meisterschaften in Erding aber wurde sie kurz vor dem Ende überholt.

Julia Rath (rechts) war es in ihrer jungen Laufbahn über die 1500 Meter bislang gewohnt, vorneweg zu laufen. Bei den Bayerischen Meisterschaften in Erding aber wurde sie kurz vor dem Ende überholt. © Foto: Theo Kiefner

Bei den Bayerischen Leichtathletikmeisterschaften in Erding hat Julia Rath über 1500 Meter in der Altersklasse U 18 nur den undankbaren vierten Platz belegt.


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Auf den ersten Blick mag das für die 17-Jährige etwas enttäuschend wirken, schließlich ist sie Titelverteidigerin, doch sie sieht das etwas anders. "Es ist okay. Ich hatte mir schon erhofft, dass ich eine Zeit unter 4:30 Minuten laufe, aber es ging heute einfach nicht schneller. Deswegen finde ich das jetzt auch nicht so schlimm", kommentiert Rath nach dem Rennen.

Dabei ist es eigentlich erstaunlich, dass die Oberbayerin im Trikot des LAC Quelle Fürth überhaupt schon wieder in der Form ist, um einen Titel mitzulaufen. In den Osterferien war Rath mit dem Fahrrad gestürzt. "Dabei bin ich ziemlich blöd auf mein Knie gefallen. Ich hatte eine Prellung und eine Schleimbeutelentzündung, was sich ziemlich lange hingezogen hat", erzählt sie.

Schwimmen hätte geholfen

An "richtiges" Training war da natürlich nicht zu denken. Da auch die Schwimmhallen wegen der Pandemie geschlossen waren, konnte Rath auch dort nicht – knieschonend – an ihrer Ausdauer arbeiten und so blieb eine ganze Weile nur Athletiktraining. Erst Mitte Juni lief sie wieder auf der Bahn. "Mir geht schon viel vom Training ab, besonders auch von den Grundlagen her", muss sie sich eingestehen.

Trotzdem startete sie vor drei Wochen in Mannheim zu einem ersten Wettkampf – und der lief überraschend gut: Nur um knapp zwei Sekunden verpasste Rath nach zwei Wochen Training ihre Bestzeit und reiste so auch mit einigen Erwartungen nach Erding.

Mit 4:34,69 Minuten lief es dann nicht ganz so gut: "Ich bin vom Start weg vorne gelaufen, auf den letzten 200 Metern hat es dann nicht mehr ganz gereicht. Das ist auch eine neue Erfahrung, weil ich das noch nicht so oft hatte, dass mich am Schluss noch welche überholen", beschreibt sie den Verlauf des Rennens, sieht aber auch das Positive: "Ich war froh, dass ich versucht habe zu schaffen, was ich mir vorgenommen habe."

Denn eigentlich hatte Rath die Wettkampfsaison wegen der Verletzung schon abgehakt, ihr Trainer Jörg Stäcker konnte sie aber zum Training und Wettkampf motivieren. So startet sie in knapp zwei Wochen auch noch einmal bei den Deutschen U 18-Meisterschaften in Rostock. "Ich bin einfach froh, wieder laufen zu können", sagt sie, steckt sich aber gleich das nächste Ziel: "Für die Deutschen habe ich nochmal zwei Wochen Training mehr, da wäre ein Platz auf dem Treppchen schon cool."

Viktor Ertelt knackt die 65 Meter

Das Podest erklommen in Erding einige andere Athletinnen und Athleten in Diensten des LAC Quelle. Vorneweg der "Doppelsieg" in der U 18 von Millicent Mensah und Nils Leifert über 110 Meter Hürden, die bei den Juniorinnen und Junioren jeweils Gold holten.

Und auch die 4x100-Meter-Staffel der männlichen U 20 sprintete zur Goldmedaille. Viktor Ertelt warf den Speer zum ersten Mal in seiner Laufbahn über 65 Meter und holte sich ebenso Silber wie auch Jonas Hügen über 100 und 200 Meter Sprint, die 4x100-Meter-Staffel der U 18-Juniorinnen und fünf weitere LAC-Starter.


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Mit zwei Bronzemedaillen und der Last-Minute-Qualifikation zu den Deutschen Meisterschaften für Janne Popp über 400 Meter Hürden der U 18 kamen noch weitere Erfolge hinzu.

Eine Silbermedaille holte auch Tina Pröger für den TSV Zirndorf. Am Ende fehlten ihr mit einer Weite von 12,08 Metern 13 Zentimeter auf die Siegerin. Luisa Felix landete im gleichen Wettbewerb mit neuer persönlicher Bestleistung von 10,90 Metern auf dem siebten Platz und auch Kugelstoßerin Zoé Brock wurde Siebte.

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