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Startklar: So will der Club heute in Freiburg bestehen

Club-Trainer spricht von "zehn bis zwölf Aufstiegskandidaten" - 27.07.2015 09:10 Uhr

Absteiger Freiburg zählt für Weiler natürlich zum Kreis der Anwärter, denn: "Wenn sie absteigen, lassen sie sich nicht groß beirren, das Umfeld bleibt ruhig."

© Sportfoto Zink / DaMa


Der 1. FC Nürnberg macht sich endgültig klar für den Liga-Start. Niklas Stark zimmert beim Ausschießen einen Ball in den Winkel - Szenenapplaus. Ebenso wenig später bei einem Kopfballtreffer des wuchtigen Stefan Kutschke. Die Fans sind dankbar für sehenswerte Aktionen. Nach zwei überwiegend enttäuschenden Jahren hätten auch sie gerne wieder etwas mehr davon.

Weiler schaute sich bereits 1860 München und Heidenheim an

Fehlen werden heute (20.15 Uhr, Live-Ticker auf nordbayern.de) in Freiburg der verletzte Raphael Schäfer, Laszlo Sepsi, Sebastian Kerk, Tim Leibold und Jan Polak. Ebenfalls noch nicht dabei ist ein neuer Rechtsverteidiger. Der Kandidat heißt weiter Martin Linnes (Molde FK), "wenn man eine sehr gute Lösung hat, muss man sich manchmal in Geduld üben", sagt Trainer René Weiler, aber natürlich prüfe man auch Optionen für den Fall, dass auch viel Geduld nicht weiterhilft.

So wollen sie spielen: Kirschbaum; Möhwald, Hovland, Petrak, Bulthuis - Behrens - Gislason, Stark, Schöpf, Burgstaller - Blum.

In Freiburg würde der Trainer des 1. FC Nürnberg am liebsten Erfolg mit spielerischen Glanzpunkten verknüpfen. Schon seine ersten Eindrücke von der neuen Zweitliga-Saison belehren ihn eines Besseren; am Samstag schaute René Weiler im Fürther Ronhof vorbei, am Sonntag in Heidenheim an der Brenz, wo 1860 München gastierte. Die beiden nächsten Gegner im direkten Vergleich, "das", sagt René Weiler, "muss ich mir natürlich vor Ort anschauen“. Er sah am Wochenende vor allem Konkurrenten, die sich zunächst über bedingungslosen Einsatz und taktische Disziplin definieren.

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Jetzt aber hat der Club erst einmal Freiburg vor der Brust. Mit dem Sportclub hat es, aus Nürnberger Sicht, eine recht spezielle Bewandtnis, Wege in mittlere Abstürze führten gern über Freiburger Spuren. 1994 zum Beispiel rettete sich der schon abgeschriebene Sportclub in letzter Sekunde – und stieg Nürnberg wegen der schlechteren Tordifferenz ab.

Fünf Jahre später sah die Dramaturgie ein noch perfideres Finale vor: Der 1. FC Nürnberg, der schon Blasmusik bestellt, Festzelte aufgebaut und Bierfässer herangerollt hatte, purzelte am letzten Spieltag von Rang zwölf auf Platz 16 – nach einem 1:2 gegen Freiburg ging es wieder zurück in die zweite Liga. Immerhin: Aus der Bundesliga absteigen kann Nürnberg derzeit nicht, dafür müsste man erst wieder aufsteigen.

Und die zweite Liga relativiert immerhin das Orakel. In zuletzt fünf Jahren gewann Nürnberg kein einziges Spiel gegen Freiburg, wenn man sich erstklassig traf (sieben Niederlagen), in der zweiten Liga sieht es anders aus. Von bisher erst acht Spielen gegen den Sportclub gewann Nürnberg: acht.

"Freiburg kenne ich sehr gut"

Dass es Geduld so oder so braucht, dürfte sicher sein, "ein guter Start", vermutet Weiler, könnte helfen, "ein ruhiges Umfeld" aber könnte in jedem Fall mitentscheidend sein, wenn aus "zehn bis zwölf Aufstiegskandidaten" (Weiler) zwei Aufsteiger gekürt werden. Absteiger Freiburg zählt für Weiler natürlich zum Kreis der Anwärter, denn: "Wenn sie absteigen, lassen sie sich nicht groß beirren, das Umfeld bleibt ruhig."

Generell scheint Weiler ein echter Kenner der Breisgauer zu sein. "Den SC Freiburg kenne ich sehr gut", sagt der Coach. Als Sportlicher Leiter des FC Winterthur hatte er vor einiger Zeit den ein oder anderen Jugendspieler nach Freiburg abgeben müssen. "Es gibt immer viele Schweizer, die zum Sportclub wechseln."

hbö, la, tl

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