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Stimmungshoch in Fürth? Leitl ist begeistert - und bremst

Über den Aufstieg will der Trainer des Aufstiegsanwärters nicht sprechen - 18.05.2020 14:14 Uhr

Gut gelaunt und weiterhin demütig: Kleeblatt-Coach Stefan Leitl nimmt nach dem Geisterspiel im Ronhof die Glückwünsche von HSV-Trainer Dieter Hecking entgegen. © Preiss/Witters/Pool/via Sportfoto Zink


Die SpVgg Greuther Fürth also weiterhin kein Aufstiegskandidat? "Ich bleibe dabei. Bielefeld ist keine Überraschung, die Mannschaft ist einfach soweit. Stuttgart und der HSV sind zwei Teams, die qualitativ sehr stark sind. Diese drei Plätze werden sich nicht mehr groß verändern", antwortet Leitl in einer Telefonkonferenz.

Regeneration nach der Stress-Runde 

Mit welchem Ziel hält er die Motivation stattdessen hoch? "Wir selbst spielen bisher eine sehr gute und erfolgreiche Runde und wollen diese Saison bestmöglich zu Ende bringen." Der Blick sei jedoch bereits jetzt in die Zukunft gerichtet. Es gehe derzeit parallel darum, "gut aus dieser kompakten Serie herauszukommen, um keine Folgen für die neue Saison zu haben. Wir wollen den Spielern gute Regenerationsmöglichkeiten bieten".

So war bereits der Ausfall von Daniel Keita-Ruel der hohen Belastung in der kurzen Vorbereitungszeit geschuldet. "Der eine hat es besser vertragen, der andere weniger." Der Stürmer hatte, nachdem er seinen Trainingsrückstand wegen seiner Verletzung endlich aufgeholt hatte, muskuläre Probleme am Oberschenkel und fiel kurzfristig für das HSV-Spiel aus. Mitte dieser Woche erwartet ihn Leitl aber zurück im Mannschaftstraining.

"Einen Topfavoriten spieltechnisch beherrscht" 

Der Schwerpunkt bis zum Osnabrück-Spiel am Dienstag in acht Tagen wird auf dem Verteidigen liegen, das Anlaufverhalten hat dem Kleeblatt-Coach nicht gefallen. Nahezu verzückt aber ist er von einem statistischen Wert, dessen Entwicklung er als Bestätigung der Arbeit seines Trainerteams sieht: die Passquote. "Wir haben einen Topfavoriten der Liga von der Grundordnung her und spieltechnisch beherrscht und hatten eine tolle Passquote von fast 90 Prozent." Genau genommen waren es 87, während der HSV auf 84 kam. Leitl vergleicht die Zahlen mit früher: "Letzte Saison hatten wir unter 80 Prozent, jetzt stehen wir bei 82 bis 84 im Durchschnitt."

+++ Nielsen-Doppelpack gegen den HSV: Fürth gleicht spät aus +++

Seine Schlussfolgerung daraus: "Wir sind keine Umschaltmannschaft mehr, sondern erarbeiten uns über das Positionsspiel Chancen." Wenn die drei führenden Teams am Ende dieser Saison aufsteigen, und Fürth da weitermacht, wo es gegen Hamburg aufgehört hat, könnte das Kleeblatt eine zweite Arminia werden, oder? "Ich will jetzt nicht ans nächste Jahr denken. Wir werden sehen, wie sich der Kader fürs nächste Jahr gestaltet", winkt Leitl verbal ab. Ob dann auch noch Havard Nielsen dabei ist, ist nicht verbrieft. Der norwegische Stürmer steht mit sieben Treffern in der Torjägerliste nun hinter dem Führenden Branimir Hrgota (neun). Beide haben noch ein Jahr Vertrag, aber mit guten Leistungen gezeigt, dass sie ihren Karriereknick überwunden haben.

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Big Point! Nielsens spätes 2:2 rettet Kleeblatt einen Punkt

Nach der wochenlangen Corona-Pause startet die Spielvereinigung zuhause wieder in den Spielbetrieb. Allerdings gegen den Angstgegner aus Hamburg. Nach dem Führungstor durch Havard Nielsen dreht der HSV das Spiel und Fürth hat lange keine Antworten. Erst in der 4. Minute der Nachspielzeit gleicht erneut Nielsen aus und sichert dem Kleeblatt das Unentschieden.


Vor allem Nielsen hat beim 2:2 gegen Hamburg mit seinen zwei Toren einfach dort weitergemacht, wo er vor der Corona-Pause aufgehört hat. Seit Jahresbeginn läuft es für den 26-Jährigen immer besser. Der Trainer scheint den Zugang zu ihm gefunden zu haben: "Ich glaube, dass es Howie gut tut, ein fester Bestandteil der Mannschaft zu sein und in ein Konstrukt gesteckt zu werden, in dem er seine Stärken ausspielen kann." Die Corona-Pause habe Nielsen locker weggesteckt, "er musste sich nicht großartig umstellen, er hat sich schon immer gut vorbereitet".

"Ich hätte gerne gegen Dresden gespielt"  

Da am Wochenende das Spiel gegen Dresden wegen der Quarantäne ausfällt, hat Fürth bis zum nächsten Heimspiel mehr Zeit zur Regeneration. Leitl möchte das jedoch nicht als Vorteil sehen. "Ich bin nicht froh darüber, ich hätte gerne gegen Dresden gespielt. Wir hoffen, dass die Spieler schnell gesund werden", schickt er Genesungswünsche nach Sachsen.

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Remis gegen Hamburg: Gute User-Zensuren für Burchert und Nielsen

Das Kleeblatt kann sich über ein glückliches Ende der ersten Partie nach der Corona-Pause freuen. Nachdem Havard Nielsen Fürth in Führung gebracht hatte und der HSV im Anschluss das Spiel drehte, konnte erneut Nielsen in der 94. Minuten noch ausgleichen. Sascha Burchert und Havad Nielsen bekommen von den Usern gute Noten. Bei den restlichen Kickern sind die Leser nachsichtiger, als die Redaktionen.


 

Rachid Azzouzi über Planung in der Krise


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