Dumme Aktion hat weitere Folgen

Sturz-Drama bei der Tour: Frau mit Opi-Omi-Schild steht vor Gericht

13.10.2021, 20:35 Uhr
Ein Pappschild und seine Konsequenzen: Der entsprechend verursachte Massensturz bei der Tour de France wird nun verhandelt.

Ein Pappschild und seine Konsequenzen: Der entsprechend verursachte Massensturz bei der Tour de France wird nun verhandelt. © dpa/Pool Anne-Christine Poujoulat

Die 31-Jährige hatte ein großes Pappschild mit Grüßen an Opi und Omi an der Strecke in der Bretagne in die Fernsehkameras gehalten. Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin knallte mit hohem Tempo in das Schild, woraufhin Dutzende Fahrer stürzten. Die Frau entfernte sich zunächst vom Ort des Geschehens, stellte sich aber Tage später. Ihr wird nach Angaben des Gerichts fahrlässige Körperverletzung und Gefährdung des Lebens anderer vorgeworfen.

Streckenvorstellung und Strafe

Die Frau schäme sich für ihre dumme Aktion, hatte im Juli bereits der Staatsanwalt nach einer Befragung der Betroffenen erklärt, berichtete die Zeitung Le Parisien. Die Aufschrift "Allez Opi - Omi" habe die Französin wegen ihrer deutschstämmigen Großmutter gewählt. Sie sei sicher gewesen, dass die Großeltern die Tour am Fernseher verfolgen. Die Tour de France selber hatte letztendlich von juristischen Schritten gegen die Frau abgesehen. Der internationale Verband von Radprofis (CPA) hielt allerdings an einer Klage fest. Kurz vor Beginn des Prozesses wird am Donnerstag in Paris die Strecke für die 109. Tour vorgestellt, die am 1. Juli 2022 in Kopenhagen beginnt.

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