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Sünder Nilsson haderte mit dem Elfmeter

Club-Spieler: "Unfassbar unnötig" - 10.04.2012 07:30 Uhr

Nicht immer konnte Club-Profi Per Nilsson seine Zweikämpfe so erfolgreich bestreiten wie dieses Luftduell mit Cedrick Makiadi.

09.04.2012 © Sportfoto Zink


Nilsson war absolut bewusst, dass der von ihm verursachte Strafstoß einen bis dato mit 2:0 führenden Club entscheidend aus der Spur gebracht hatte. Dennoch stellte er sich später tapfer den Fragen der Journalisten. „Ein Kontakt war wohl da, aber ich wollte nur seinen Weg blocken“, beschrieb der Vertreter des gelb-gesperrten Philipp Wollscheid jene fatale Szene, als Daniel Caligiuri im Strafraum zu Boden ging. Vor einem finalen Schuldeingeständnis wollte Nilsson zwar erst noch „die Fernsehbilder analysieren“, räumte aber vorsorglich schon einmal ein: „Wenn es ein Elfer war, war es auf jeden Fall unfassbar unnötig.“

Mit dieser Meinung stand er keineswegs alleine da. „Es war eine Situation, in der eigentlich nichts passieren kann“, ärgerte sich Keeper Raphael Schäfer, der den Ball problemlos abgefangen hatte, nahm aber eher den Referee ins Visier: „Es gibt wohl wenige Schiedsrichter in der Welt, die da Elfmeter pfeifen.“ Thorsten Kinhöfer aus Herne tat’s und gab somit indirekt den Startschuss zur Freiburger Aufholjagd, die Cedrick Makiadi noch mit dem 2:2 krönte. Und es passte ins Bild, dass just Nilsson bei seinem Rettungsversuch den Schuss des Mittelfeldspielers unglücklich abfälschte. Auch wenn den 29-jährigen Routinier bei diesem Gegentor keine Schuld trifft, konnte er in einigen anderen Szenen seine mangelnde Spielpraxis nur schwerlich kaschieren.

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Vielleicht wollte Nilsson auch deshalb seine eigene Leistung lieber nicht öffentlich bewerten. „Es fühlt sich einfach wie ein verlorenes Spiel an. Nach einer 2:0-Führung musst du das Ding hier nach Hause fahren“, klagte er und haderte mit dem Auftritt nach der Pause, als die Mannschaft „leider wieder ihr anderes Gesicht“ gezeigt habe. „Wir haben keine Zweikämpfe mehr gewonnen, keine Ruhe mehr gehabt und keine Gefahr mehr ausgestrahlt“, konkretisierte Nilsson. Er selbst zeigte trotz des holprigen Comebacks Kampfgeist: „Ich bin voll fit und bereit, in den letzten fünf Spielen Vollgas zu geben, wenn der Trainer mich braucht.“

Das wird gegen Schalke allerdings kaum der Fall sein, weil Wollscheid zurückkehrt und Dominic Maroh trotz einer ebenfalls wenig überzeugenden Darbietung noch einen Vertrauensbonus genießt. Und als Ersatz für den schon zum zweiten Mal gelb-gesperrten Rechtsverteidiger Markus Feulner dürfte Nilsson eher nicht in Frage kommen.

Uli Digmayer E-Mail

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