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Talk im Video: Überfordert Morlock-Crowdfunding die Fans?

Neue Ausgabe von "Zwei plus zwei" nimmt Crowdfunding unter die Lupe - 31.03.2017 18:00 Uhr

Männerrunde zum Sponsoring für das Max-Morlock-Stadion (v. li. n. re.): Grünen-Fraktionschef Achim Mletzko, Studioleiter Heiko Linder, Rainer Hohenberger von der Consorsbank und NN-Chefredakteur Michael Husarek.

30.03.2017 © Foto: FF


Es ist ein Deal, wie ihn Nürnberg noch nicht gesehen hat: 2,4 Millionen Euro will das Geldinstitut für das Stadion lockermachen. Dazu aber sollen die Fußballanhänger viele Scherflein beisteuern. "Wir sehen uns als Ermöglicher für einen Herzenswunsch, aber ohne die Fans geht es einfach nicht", betont Rainer Hohenberger, Bereichsleiter für Marketing und E-Business bei Consors, in der Sendung.

Dabei sind viele Anhänger auf Kommerz schlecht zu sprechen. Und ist die erwartete Summe nicht eine einzige Überforderung? "Ich fürchte einfach, dass am Ende die Fans als die dastehen, die es nicht gepackt haben", gibt Achim Mletzko skeptisch zu bedenken – übrigens "mehr als Clubfan" denn als Fraktionschef der Grünen im Nürnberger Stadtrat.

Hier gibt's den kompletten Talk im Video:

Dabei ist die Stimmung unter den Anhängern nach Einschätzung von Michael Husarek, Chefredakteur der Nürnberger Nachrichten, nicht eindeutig. "Da stehen sich Befürworter wie Gegner des Consors-Konzepts gegenüber." Doch Hohenberger lässt sich nicht beirren: "Wir haben schon lange verhandelt und gründlich gerechnet und halten es für realistisch, dass sich 15.000 bis 20.000 Fans beteiligen. Und wir würden es nie machen, wenn wir spüren, dass sich Fangruppen dagegenstellen."


Max-Morlock-Stadion: Hier geht's zum Crowdfunding der Consorsbank


Und doch hat die Bank ("Wir haben hier unsere Wurzeln und wollen uns deshalb auch hier mehr engagieren") offenbar kluge Vorsorge für den Fall getroffen, dass die Rechnung mit den Fans nicht ganz aufgeht: "Wir sind offen auch für andere Firmen, die sich einbringen wollen. Im Hintergrund laufen schon länger Gespräche mit möglichen Partnern", verrät Hohenberger. Und gibt sich, auch auf Nachfragen von Husarek und Studioleiter Heiko Linder, eisern optimistisch, "dass wir das hinbekommen".

Und deshalb will man sich auch über den zweiten "Risikofaktor" noch nicht den Kopf zerbrechen - jedenfalls nicht öffentlich: Wie sieht das Engagement der Bank nach den ersten drei Jahren aus? Ist der Name Morlock erst etabliert, wäre es ein Schlag ins Gesicht der Fans, ihn wieder aufzugeben, falls dann das Geld fehlt.

Bilderstrecke zum Thema

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Wolfgang Heilig-Achneck

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