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Taylor zündet den Turbo: Bamberg landet Derbysieg

Domstädter setzen sich nach bärenstarkem zweiten Viertel in Bayreuth durch - 10.05.2019 21:16 Uhr

Bryce Taylor war am Freitagabend im Derby gegen Bayreuth der Anführer der Brose Boys. © Sportfoto Zink


Beide Mannschaften gingen in diesem Oberfrankenderby von Beginn an mit extrem hohen Tempo zu Werke und waren sichtbar gewillt, jede sich bietende Fastbreak-Chance zu nutzen. Bamberg erzielte dabei zwar die ersten fünf Punkte (Alexander, Rice), doch insgesamt gehörte das erste Viertel dem Gastgeber aus Bayreuth. Vor allem De´Mon Brooks, der von seinem Gegenüber Louis Olinde nicht gestoppt werden konnte, machte, was er wollte, und verhalf seinen Farben zu einem guten Rhythmus. Auf der Gegenseite ließ Bamberg wieder jede Menge offener Gelegenheiten ungenutzt, sodass Bayreuth nach zehn Minuten mit 19:13 in Front lag.

Taylors Dreier bringen Bamberg auf Kurs

In der Viertelpause konnte Broses Headcoach Federico Perego dann offenbar an den richtigen Stellen nachjustieren, denn mit Beginn der zweiten zehn Minuten war sein Team plötzlich voll da. Ein schneller 7:0-Run von den eingewechselten Rubit (vier) und Kulboka (drei) brachte die Domstädter nach nicht einmal zwei Minuten wieder in Führung (20:19) und war trotz Bayreuther Auszeit der Auftakt für ein überragendes Viertel von Brose Bamberg.

Angeführt von Bryce Taylor, der allein in diesem Abschnitt vier Dreier einnetzte, fand Brose - in dieser Phase ohne Rice auf dem Parkett - seinen Rhythmus und war auch beim Rebound (vor allem offensiv) hellwach. Vor allem der Dreier fiel endlich wieder mit einer akzeptablen Quote (47 Prozent zur Pause), sodass die Führung stetig anwuchs. Bayreuth mühte sich, haderte aber mit der eigenen Dreierquote (0/9) und Daniel Schmidt setzte mit dem Buzzer - natürlich von "downtown" - zum 43:31 den Schlusspunkt unter ein 30-Punkte-Viertel der Gäste.

Nach dem Seitenwechsel waren die Brose-Boys darin bestrebt, ihre Leistung aus Viertel zwei fortzuführen und stellten Bayreuths Defense vor enorme Probleme. Die Jungs von Raoul Korner wussten sich insbesondere in der Anfangsphase oftmals nur mit einem Foul zu helfen. Dies führte nicht nur zu etlichen Bamberger Freiwürfen, die vor allem Rubit nutzte, um den Vorsprung auf 16 Punkte auszubauen (51:35, 24. Min.). Auch das Bayreuther Frustlevel stieg ins unermessliche und entlud sich in einem technischen Foul von Mika, der damit sein fünftes Foul kassierte.

Mika-Aus weckt Bayeuth auf

Das verfrühte Spielende ihres Big Man schien bei den Bayreuthern dann aber plötzlich neue Kraftreserven frei zu setzen. Auf einmal funktionierte die Medi-Defense wieder besser und machte Bambergs Angreifern das Leben schwer. Auf der anderen Seite übernahmen in erster Linie Nik Raivio und Hassan Martin in Bayreuths Offensive die Initiative und starteten die Aufholjagd. Viertelübergreifend gesellte sich auch David Stockton, der den ersten Medi-Dreier im zehnten Versuch traf und insgesamt sieben Zähler in Serie markierte, dazu und drückte den Rückstand nach einem unsportlichen Foul von Daniel Schmidt wieder in den einstelligen Bereich (55:63, 31. Min.).

Domstädter in hektischer Schlussphase abgeklärter

Bryce Taylor versuchte für Brose zwar dagegen zu halten, doch mit seinen Fans im Rücken witterte Bayreuth wieder Morgenluft und setzte alles daran, seinen positiven Run fortzusetzen. Näher als auf fünf Punkte sollten die Wagnerstädter aber nicht herankommen, da Bamberg weiterhin an beiden Enden des Feldes den Rebound kontrollierte und sich in entscheidenden Momenten auf Taylor verlassen konnte. In der Cruchtime war dann auch Tyrese Rice, der gegen die wechselnden Verteidiger Doreth und Stockton einen schweren Stand hatte, zur Stelle und führte seine Farben mit wichtigen Treffern zum 90:79-Sieg.

Dennoch boten die "Heroes of Tomorrow" aus Bayreuth den Brose-Boys bis zur allerletzten Sekunde den von Coach Korner geforderten Kampf, hatten in den Schlusssekunden aber auch Pech, dass es beim Versuch die Uhr anzuhalten, zwei unsportliche und ein technisches Foul gab. Bamberg auf der Gegenseite sicherte durch den Erfolg Platz fünf ab und kann sich nun auf das Viertelfinalduell mit Rasta Vechta einstellen. Zuvor geht es am Sonntag aber noch in heimischer Halle gegen Würzburg.

Medi Bayreuth: Martin (19 Punkte), Hrovat (15), Raivio (10), Brooks (8), Seiferth (8), Stockton (7), Robertson (5), Doreth (3), Mika (2), Meisner (2), Krug


Brose Bamberg: Taylor (19), Rubit (15), Rice (11), Harris (11), Zisis (9), Alexander (8), Stuckey (8), Kulboka (6), Schmidt (3), Heckmann, Olinde

Benjamin Strüh E-Mail

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