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Torlos in Osnabrück: Fürth kämpft sich zum Auswärtspunkt

Viele Fouls, viele Gelbe Karten - und wenig Spielfluss - 27.10.2019 15:23 Uhr

Hrgota köpft ein - doch das Tor zählt nicht. Auch deswegen reicht es für Fürth in Osnabrück "nur" zu einem 0:0.

© Sportfoto Zink / Wolfgang Zink, Sportfoto Zink / WoZi


In Hannover (1:1), Bielefeld (2:2), Stuttgart (0:2) und Hamburg (0:2) hatte erst die Leistung gestimmt, aber das Ergebnis nicht. Zuletzt lagen die Fürther gleich in doppelter Hinsicht daneben. Insofern war klar, was da nach dem letzten Arbeitssieg über Dresden im heimischen Ronhof nun im Stadion an der Bremer Brücke passieren sollte. Mit wiedererstarktem Selbstvertrauen und exakt der gleichen Startformation wie beim 2:0 gegen die Sachsen vertraute Leitl einem wohlbekannten Fußball-Bonmot: Never change a winning team.

Dabei überließen die Gastgeber der Kleeblatt-Elf die Spielgestaltung komplett und verlegten sich allein auf überfallartige Attacken. Fürth dominierte, hatte im Mittelfeld viel Platz und wusste den auch zu nutzen. Julien Green mit einem Rückfallzieher (3.) verfehlte das Tor nur knapp, Branimir Hrgota hätte nach 13 Minuten unbedingt für die Fürther Führung sorgen müssen: Der Schwede konnte ein starkes Anspiel von Green aus acht Metern aber nicht veredeln – er scheiterte mit dem unplatzierten Versuch an VfL-Keeper Philipp Kühn. Zuvor war der Ball am Arm des Ex-Fürthers Lukas Gugganig gelandet, der Video-Keller schaltete sich ein, der fällige Elfmeterpfiff blieb aber aus. Warum auch immer. Noch immer herrscht keinerlei Klarheit in der Handspiel-Regelung, diese Szene dürfte die Woche für Woche aufflammenden Diskussionen noch befeuern.

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Auf der anderen Seite wurde es zunächst nur gefährlich, wenn sich die Leitl-Elf im Aufbau Schlampigkeiten leistete. Marco Meyerhöfers Nachlässigkeiten wussten Osnabrücks Marc Heider (7.) und Ouahim (15.) jedoch nicht zu verwerten. Gleichwohl wuchs beim VfL das Vertrauen in die eigenen Stärken. Fürth verlor nach starken 20 Minuten den Faden und die Spielkontrolle. Heiders Schuss strich knapp am linken Pfosten vorbei (25.). 60 Sekunden später waren es Glück und ein hellwacher Torwart Sascha Burchert, die nach einer Doppelchance von Heider und Bashkim Ajdini dem möglichen Rückstand im Weg standen.

In solchen Fällen gibt es ja aber neuerdings noch den eher berüchtigten als berühmten Video-Keller, der spielentscheidende Aktionen bewertet. War Gugganigs Ellbogen-Treffer im Strafraum kein Handspiel, soll Fürths Führungstreffer (43.) durch Hrgota per Kopf aus fünf Metern ein Foulspiel vorangegangen sein. Sebastian Ernsts Ballgewinn gegen Joost van Aken wurde als nicht regelkonform und darüberhinaus als krasse Fehlentscheidung des Referees bewertet – eine zumindest diskussionswürdige Sicht der Dinge.

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Längst hatte Kampf über Spielkultur die Oberhand gewonnen – genau das, was Osnabrück wollte. Fürth nutzte die Räume nicht, im letzten Drittel schlichen sich immer wieder Ungenauigkeiten ein. Chancen blieben so Mangelware. Den einzigen Abschluss verzeichnete Linksverteidiger Maxi Wittek. Sein Versuch mit dem Außenrist aus zwölf Metern überwand den Torwart aber nicht. Demgegenüber reichten dem VfL ein paar Seitenverlagerungen, um die Defizite in der Rückwärtsbewegung der Gäste aufzudecken. Bis auf einen Kopfball von Joost van Aken, den Burchert nach einer Ecke problemlos parierte (65.), fiel den Niedersachsen aber auch nichts ein.

VfL Osnabrück: Kühn - Heyer, Gugganig, van Aken (70. Schmidt) - Ajdini, Blacha, Taffertshofer, Wolze - Heider, Ouahim (85. Henning) - Alvarez (79. Girth)

SpVgg Greuther Fürth: Burchert - Meyerhöfer, Caligiuri, Mavraj, Wittek - Seguin - Green, Ernst (66. Mohr) - Nielsen - Hrgota, Keita-Ruel (79. Redondo)

Tore: - | Gelbe Karten: Ouahim, van Aken, Schmidt, Blacha - Caligiuri, Mohr, Green | Schiedsrichter: Waschitzki (Essen) | Zuschauer: 14.000

+++ Hier gibt es den Live-Ticker zum Nachlesen +++

Florian Pöhlmann

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