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Trauer in Dechsendorf: Spitzen-Kegler Georg Eck ist gestorben

Der 60-Jährige hätte Bundesliga spielen können - doch er blieb dem FCD treu - 08.04.2021 16:28 Uhr

Georg Eck, Kegler beim FC Dechsendorf, ist verstorben.

07.04.2021 © Ralf Rödel


In seinen besten Zeiten war Georg Eck ein heimlicher Spitzensportler. An der magischen 1000-Holz-Marke hat der Kegler oft genug gekratzt. Dafür gab es Angebote selbst von Bundesliga-Vereinen. Aber Georg Eck war ein Dechsendorfer durch und durch, hier wurde er 1960 im Wohnzimmer seines Elternhauses geboren. Und so blieb seinem Heimatverein, dem FC Großdechsendorf, immer treu. "Das passt", hat Eck einmal kurz und knapp auf die Frage geantwortet, warum es ihn nie woanders hin gezogen hat.

Weit über Dechsendorf bekannt

Mit zehn Jahren trat er dem FCD bei, damals noch, um Fußball zu spielen. 1983, die Kegelabteilung war da ein Jahr alt, widmete er sich einer neuen Leidenschaft. Einer, in der er weit über seinen Heimatort hinaus bekannt wurde. Eck war mehrfach Erlanger Stadt-, Kreis- und Bezirksmeister. Bei der Deutschen Meisterschaft wurde er Elfter, bei der Bayerischen Vierter. Aber mehr als die Bezirksoberliga wollte er seiner Familie nie zumuten. Ein Trainingstag in der Woche war ihm genug. Zuletzt kegelte er mit dem FCD und seinem Bruder Ludwig in der Kreisliga.

"Ein Mann, auf den Verlass war"

"Er war für unseren Verein ein bedeutender Mann. Nicht nur als Sportler, sondern auch als Mensch", sagt Abteilungsleiter Thomas Baumüller. Zwölf Jahre lang war auch Eck Kegel-Abteilungsleiter, zudem jahrelang Vergnügungswart beim FCD, der die Festlichkeiten etwa zu den Vereinsjubiläen mitorganisierte. "Er war ein Mann, auf den Verlass war. Der da war, wenn jemand gebraucht wurde. Ohne solche Menschen können Vereine nicht existieren", sagt Baumüller.

In diesem Jahr wäre Eck für 50 Jahre Mitgliedschaft beim FC Großdechsendorf geehrt worden. Am 31. März ist der Polizeihauptkommissar im Alter von 60 Jahren gestorben. Er hinterlässt eine Frau und zwei Kinder.

alep

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