Triathlonverein Neumarkt

Twin steuert in der Landesliga auf Meisterkurs

12.9.2021, 16:52 Uhr
Allein auf weiter Flur an der Spitze: Die Formation von Twin Neumarkt gewann den Landesliga-Wettkampf in Weiden in souveräner Manier.

Allein auf weiter Flur an der Spitze: Die Formation von Twin Neumarkt gewann den Landesliga-Wettkampf in Weiden in souveräner Manier. © Foto: Markus Stark

Daniel Reindl hatte schon auf der Anfahrt ein positives Gefühl. Schließlich war der Austragungsort bereits vor über zwei Jahren ein gutes Pflaster für die Neumarkter Ausdauer-Asse bei ihrer Rückkehr in den Ligabetrieb. Das Quartett belegte im Mai 2019 einen ordentlichen fünften Rang. Dass aus der damaligen Formation nun nach einer neuerlichen, pandemiebedingten Pause bloß Schriftführer Reindl und Thomas Wittmann erneut im Schätzlerbad zu Weiden an den Start gingen, musste niemandem Sorgen bereiten.

Vielmehr ist das Aufgebot in der Breite gewachsen und mischt wie beim zweiten Platz zum Saisonauftakt an der Spitze mit. Weil in Marco Benz und Neuzugang Johannes Loos (TSG Roth) mindestens gleichwertiger Ersatz zur Verfügung steht, konnten sich Lukas Gruber und Christoph Ostalecki ganz auf ihren Langdistanz-Auftritt in Roth konzentrieren.

Stärken clever ausgespielt

Das intern sehr homogene Leistungslevel sollte sich denn im Mannschaftssprint (750 m Schwimmen/18 km Radfahren/6 km Laufen) auch besonders für die Neumarkter auszahlen. Im Verfolgungs-Modus, der erst wenige Tage vorab bekanntgegeben wurde, wurden die Gruppen in 30-Sekunden-Abständen in umgekehrter Tabellenreihenfolge ins Rennen geschickt. Aus vorletzter Position also stürzte sich Twin ins Wasser, wo Johannes Loos seine Stärke ausspielte und die Kollegen von seinem Tempo profitierten. Obwohl die schwächere Konkurrenz ja Vorsprung hatte, wechselten die Neumarkter an vierter Stelle aufs Rad. "Jeder übernahm immer wieder für einen kurzen Zeitraum die Führung", berichtet Daniel Reindl vom erfolgreich praktizierten Windschatten-Fahren.

Zu Beginn der zweiten Runde informierte Teammanager Markus Stark vom Streckenrand darüber, dass seine Schützlinge in der virtuellen Wertung die Führung übernommen hatten. Die vorne liegenden Teams waren jeweils früher gestartet. "Das hat uns angespornt, nochmal einen Gang höher zu schalten", verrät Reindl. Das Laufen zählt bekanntlich zur größten Stärke der Neumarkter. Allein Johannes Loos musste dem Kräfteverschleiß Tribut zollen, doch in die Wertung gehen ohnehin nur drei Zeiten.

Finale in Hof

Derweil flogen Reindl, Wittmann und Benz auch weit vor der Ziellinie noch an den übrigen Konkurrenten vorbei, verbuchten etliche Überrundungen und sicherten sich den Gesamtsieg in 1:03 Stunden mit überwältigendem Vorsprung von knapp fünf Minuten. "In dieser Form", freut sich Daniel Reindl, hätte man sich selbst in den parallel stattfindenden Wettbewerben der Bayern- und Regionalliga "nicht zu verstecken brauchen". Mit dem Schwung des bislang größten Mannschaftserfolges reist der Twin-Tross am 19. September mit klarer Mission zum Saisonfinale nach Hof. "Den Meistertitel unter Dach und Fach bringen."

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