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Übernimmt der Club für eine Nacht die Tabellenführung?

1.FC Nürnberg will gegen Frankfurt unbedingt gewinnen - Interesse an Takahiro Ogihara - 19.09.2012 21:44 Uhr

Bleibt trotz aller Euphorie auf dem Boden der Tatsachen: Club-Coach Dieter Hecking. © dapd


„So etwas interessiert mich überhaupt nicht“, wehrt er energisch ab. Ihm geht es ausschließlich um die drei Punkte. Wohl wissend, dass seiner Truppe eine äußerst schwere Aufgabe bevorsteht: „Dieses Spiel verlangt uns alles ab, denn die Frankfurter haben mit ihren drei Siegen natürlich viel Selbstvertrauen gewonnen.“

Die Frankfurter Mannschaft sei gezielt verstärkt worden und verfüge über eine stabile Abwehr mit jungen Talenten, aber auch mit Inui, Meier und Occean über torgefährliche Offensivkräfte. Hecking würdigte auch ganz besonders Torhüter Trapp, der beim 3:2-Sieg gegen den Hamburger SV mit einigen Glanzparaden mögliche Gegentreffer verhindert habe.

Flutlichtspiel hat immer besonderes Flair

Trotz allem durchaus angebrachten Respekt vor den Hessen freut sich der Club-Trainer mächtig auf die 90 Minuten in einem wahrscheinlich wieder restlos ausverkauften Stadion, das weiterhin namenlos ist. „Ein Abendspiel am Freitag unter Flutlicht hat immer ein besonderes Flair“, meint er. Einen speziellen Druck aber verspürt er nicht: „Den hat man doch in der Bundesliga immer.“ Druck – ein Unwort für den 48-Jährigen.

Er ist von der Qualität der eigenen Mannschaft voll und ganz überzeugt und stützt sich dabei auf Erkenntnisse der ersten drei Spiele, aber auch auf Beobachtungen bei der täglichen Trainingsarbeit: „Die Jungs haben eine gute Stimmung, sind konzentriert bei der Sache und sprechen viel miteinander. Sie wollen zeigen, dass sie noch mehr erreichen können.“

 


Auch wenn Hecking, wie gewohnt, zum Thema Formation schweigt, ist davon auszugehen, dass er keine Änderungen vornimmt. Eine absolute Bank ist inzwischen Innenverteidiger Timm Klose, dessen bisheriges Wirken am Valznerweiher einer Fahrt mit einer Berg- und Talbahn glich. Aktuell stellt der Trainer dem Schweizer Nationalspieler ein glänzendes Zeugnis aus: „Er hat ein sehr gutes Aufbau- und Kopfballspiel und spielt auch konstant.“

Erfreut registriert er, dass die Integration des japanischen Neuzugangs Hiroshi Kiyotake enorme Fortschritte macht, auch wenn der Dolmetscher noch einen wichtigen Part innehabe. Trotz noch fehlender Deutschkenntnisse gehe Hiroshi immer wieder auf seine Mitspieler zu.

 

Deren Respekt genießt er aufgrund seiner bisherigen Leistungen ohne jegliche Einschränkung. Bekommt der Japaner in der Winterpause einen Landsmann an die Seite gestellt? Sportvorstand Martin Bader und Chefscout Christian Möckel weilten dieser Tage wieder für einige Tage in Fernost und interessierten sich dabei vor allem für den defensiven Mittelfeldspieler Takahiro Ogihara, der bei Cerezo Osaka spielt – von diesem Klub kam auch Kiyotake.

Dieter Bracke

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