Verbeek geht auf Streich los: "Wie ein Verrückter"

29.3.2014, 21:02 Uhr

"Er hat mich beleidigt", beschuldigt Gertjan Verbeek sein Gegenüber Christian Streich nach der Partie. © dpa

Christian Streich polarisiert. Soweit nichts Neues. Für den Club-Trainer Gertjan Verbeek ging Streich am Samstagabend aber zu weit. "Wie Streich mit mir geschimpft hat, wie er mich angegangen ist, war brutal, unglaublich. Wie ein Verrückter.", polterte Verbeek im Interview mit dem Fernsehsender Sky. "Das ist unmöglich, eine Unverschämtheit wie man hier in Freiburg empfangen wird." Deshalb bleibt der FCN-Coach auch der Pressekonferenz nach dem Spiel fern. "Ich setze mich nur neben Kollegen. Und Streich ist kein Kollege."

Zur Weißglut treibt Verbeek dabei Streichs Auftreten an der Seitenlinie. Dort gestikulierte der Freiburger Trainer nahezu über 90 Minuten, kommentierte jede Schiedsrichterentscheidung. Und wurde dort offenbar auch ausfällig gegenüber dem Holländer. "Ich habe sowas noch nie erlebt", sagte er nach der Partie. Auch eine mögliche Entschuldigung Streichs will er nicht annehmen. "Nein. Niemals."

Streich selbst reagiert mit Unverständnis auf Verbeeks Ausraster. "Er hat mir den Vogel gezeigt", sagte der Freiburger Trainer auf der Pressekonferenz nach der Partie. "Ich kann verstehen, das man nach so einem Spiel die Nerven verliert. Und wenn er den Druck bei mir abladen muss, dann soll er das tun."

Auch gegen den Schiedsrichter Dr. Jochen Drees schoss Verbeek. "Wir haben gegen 12 Mann gespielt", sagte der Holländer und spielte damit auf vermeintliche Fehlentscheidungen Drees' an. Der habe sich von Streichs "Emotionen" beeinflussen lassen. "Man sieht auch, wie der Schiedsrichter da mitgeht. Wenn ein Spieler so schlecht spielt, dann spielt er nicht
das nächste Mal. Das heißt, er darf nicht mehr pfeifen."

Streichs Verhalten an der Seitenlinie ist nicht das erste mal Diskussionsthema. Erst vor wenigen Wochen verteilte der eine Schiedsrichterschelte: "Wir sind die Deppen. Wenn einige Herren persönliche Probleme mit mir haben, müssen sie mir das sagen!" Gegenwind bekam er dabei unter anderem von Schiedsrichter-Chef Herbert Fandel, der Streichs Anschuldigungen als "wirre Verschwörungstheorie" abtat.

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