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Verflixte Unterzahl: Höchstadt unterliegt Weiden

Die Alligators kassieren vier Gegentore bei gegnerischer Überzahl - 16.12.2020 00:04 Uhr

Enttäuschung bei den Alligators.

09.12.2020 © Thomas Hahn, ©Thomas Hahn


Der Höchstadter EC ist der Angstgegner der Blue Devils Weiden, so schrieben es die Weidener vor der Partie selbst auf ihrer Homepage. Weil man sich gegen die defensiv stehenden Höchstadter immer schwer tue. Und die Angstgegner der Alligators? Das sind momentan wohl das eigene Über- wie Unterzahlspiel.

Sie bleiben die Schwachpunkte der Höchstadter, die ansonsten auch beim Auswärtsspiel in Weiden eine ordentliche Leistung zeigten. Am vergangenen Sonntag hatte der HEC beim 6:3 über den EV Lindau bereits drei Treffer im gegnerischen Powerplay kassiert. Bei den Blue Devils waren es nun vier Gegentore in Unterzahl. Sie trugen entscheidend zur Niederlage bei, die sich im zweiten Drittel abzuzeichnen begann.

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Zwei Drittel lang hielten die personell dezimierten Höchstadt Alligators gut mit dem Tabellenzweiten der Oberliga Süd, den Selber Wölfen mit. Dem HEC fehlte gleich drei Abwehrspieler, das machte sich, je länger das fränkische Derby dauerte, auch bemerkbar. Am Ende verlor der HEC zur Enttäuschung seines Trainers Mikhail Nemirovsky mit 1:5 (1:1, 0:1, 0:3).


Zwei Strafen, zwei Gegentore

Nachdem Jiri Mikesz (Bandencheck) und Milan Kostourek (Stockschlag) sich innerhalb von einer Minute nebeneinander auf die Strafbank setzen durften, schlugen die Blue Devils auch innerhalb von einer Minute zweimal zu. Die Abfolge war dabei zweimal dieselbe: Edgars Homjakovs spielte auf Barry Noe, der legte Kapitän Ralf Herbst auf, einmal per Doppelpass, einmal als Abstauber – und Herbst traf doppelt zum 3:2 und 4:2 (24:48, 25:44).

Entschieden war die Partie damit noch nicht, Thilo Grau brachte den HEC mit seinem Tor zum 3:4 noch einmal ran (28:35). Doch kurz vor dem Drittelende stellte Dennis Palka den alten Abstand wieder her (39:13) – natürlich in Überzahl.

Im 5:5 war Höchstadt den Weidenern dagegen ebenbürtig und schnürte sie immer wieder in deren eigenen Hälfte ein. Durch Anton Seewald war der HEC auch bereits nach einer Minute in Führung gegangen (1:11). Doch in der Folge machten die Alligators aus ihren Chancen zu wenig.

Weiden musste bereits nach 14 Minuten den Ausfall seines tschechischen Topscorers Tomas Rubes mit einer mutmaßlich ausgekugelten Schulter beklagen. HEC-Verteidiger Domantas Cypas hatte ihn gecheckt und musste dafür wegen unerlaubten Körperangriffs auf die Strafbank.

Am Freitag empfangen die Alligators mit dem EC Peiting den direkten Tabellennachbarn im Eisstadion (20 Uhr, live auf Sprade TV).

Blue Devils Weiden - Höchstadter EC 6:3 (2:2, 3:0, 1:0)

HEC: Tor: Dirksen (Rieger); Verteidigung: Vojcak/Dolezal, Cypas/Babinsky, Cejka/Diel, Ribarik. Angriff: Kostourek/Neugebauer/Seewald, Aab/Guft-Sokolov/Jentsch, Litesov/Mikesz/Grau, Schuster.

Tore: 0:1 Tor Seewald/Vorlagen Guft-Sokolov/Aab (1:11), 1:1 Pronath/Rubes/Müller, 2:1 Hojakovs/Palka/Latta (14:16), 2:2 Vojcak/Seewald/Neugebauer (17:26), 3:2 Herbst/Noe/Homjakovs (24:48), 4:2 Herbst/Noe/Homjakovs (25:44), 4:3 Grau/Litesov/Cejka (28:35), 5:3 Palka/Herbst/Noe (39:13), 6:3 Latta/Palka/Noe (59:47).

alep

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