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Vertrauen in Fürth: Raum sieht seinen Platz bei der SpVgg

Der weiß-grüne Außenbahn-Experte darf an sich glauben - 22.11.2018 11:13 Uhr

Sprang in der Alten Försterei für den verletzten Maxi Wittek früh in die Bresche: David Raum. © Sportfoto Zink / MeZi


Das Endergebnis von 0:4 bei Union Berlin mag nicht für den Erfolg dieser Absicht sprechen, aber das ist nur die halbe Wahrheit.

"Es war nicht alles schlecht" 

Neutrale Beobachter attestierten der Kleeblatt-Elf bis zur Pause ein hohes Maß an Spielkultur, selbst der Berliner Trainer zollte dem Gegner großen Respekt und wollte die Kräfteverhältnisse im ersten Durchgang gar nicht beschönigen. Fürth war klar besser, nur präsentierte sich Berlin mit drei Toren aus dreieinhalb Chancen weitaus effektiver. "Es war nicht alles schlecht", resümierte Raum deshalb, und so komisch das nach der höchsten Saisonniederlage klingen mag: Er hatte Recht.

Günther und Franz

Insofern scheint es nachvollziehbar, dass sich Trainer Damir Buric in der Länderspielpause denn auch nicht lange mit der Analyse von individuellen Fehlern und taktischen Versäumnissen aufhielt. "Das Spiel ist abgehakt", darf denn auch Raum behaupten. Wobei die anstehende Partie am Freitag zu Hause gegen den FC Magdeburg für die Mannschaft und gerade ihn persönlich zu einer spannenden Reifeprüfung werden könnte. Nach drei Spielen mit nur einem Punkt droht aus der mageren Ausbeute ein Trend zu werden, der am Laubenweg niemandem gefallen kann.

"Wir müssen uns auf die Grundtugenden konzentrieren", meint Raum, und was zunächst gar nicht so bedeutungsschwanger klingt, meint immerhin nicht weniger als die Basisarbeit auf dem Platz. Zweikämpfe annehmen und für sich entscheiden, sich als Mannschaft unterstützen, aufmerksam Fehler des anderen ausbügeln und "sich gegenseitig vertrauen", wie es Raum nennt.

Der Stürmer-Vorteil als Verteidiger 

Das Vertrauen des Trainers glaubt er zu haben. Wobei er vornehmlich auf harte Arbeit unter der Woche setzt. Motto: Gas geben im Training und sich dem Coach anbieten. "Ich bin kein Freund von Spekulationen, ob man nun spielt oder nicht. Das macht einen nur verrückt." Ohnehin neigt der junge Mann nicht zu überbordenden Reaktionen und gibt sich betont pragmatisch. Das im Sommer gestartete "Projekt Verteidiger" interpretiert der gelernte Stürmer als Situation mit zwei Gewinnern. Der Trainer hat mehr Alternativen, und "ich kann mir aneignen, wie Außenverteidiger auf Stürmer reagieren". 

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Ein Lernprozess, der Fehler wie vor dem 0:4 in Berlin einschließt, genau wie positive Entwicklungen als Ersatzmann für Maxi Wittek. "Es geht doch darum, sich auf das einzulassen, was der Trainer verlangt. Man kann die jeweiligen Positionen reflektieren, mit mehr Verantwortung defensiv oder mehr Eins-gegen-eins-Situationen im Angriff", schildert Raum seine Methodik. Am Freitag gegen Magdeburg steht auch das auf dem Prüfstand. Wenn er nicht wieder auf der Bank Platz nehmen muss. 

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Florian Pöhlmann

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