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Viel Gegenwind und zutrauliche Riegel-Knabberer

In drei Wochen Trainingslager hat Michael Hofmann auf Fuerteventura neue Freunde gefunden - 26.03.2012 07:00 Uhr

Tja, solche Trainingsbegegnungen gibt es in Franken nicht. Michael Hofmann hat seinen Aufenthalt auf Fuerteventura sehr genossen. © privat


So eine Triathlon-Trainingseinheit kann sich ziehen. Sechs Stunden radelte Michi Hofmann in seiner dritten Woche auf Fuerteventura schon mal am Stück. Was heißt "mal": Mehrere solcher langen Ausfahrten standen auf seinem Trainingsplan. Und bei der letzten musste er auch noch einen Lauf direkt dranhängen.

 "Die letzten Tage waren ganz schön anstrengend", sagte der 31-jährige Pleinfelder, der für die Radfreunde Hilpoltstein startet, denn auch kurz vor dem Heimflug. Zumal sich pünktlich zu den langen Einheiten auf der Insel auch ein kräftiger Gegenwind einstellte. 

Verkraften lassen sich solche körperlichen Belastungen nur mit der richtigen Ernährung. Um wirklich zu wissen, was für den eigenen Körper wichtig ist, braucht ein Sportler jahrelange Erfahrung. "Ich esse sehr viel Fisch", erklärt Hofmann. Den zu bekommen, ist auf der Kanareninsel kein Problem. Doch auch wenn die Küche in Hofmanns Quartier generell reichlich Auswahl bietet - ohne Nahrungsergänzungsmittel wäre der Athleten-Körper bald kraftlos.

Das viele Schwitzen schwemmt zum Beispiel die Salze und Mineralstoffe aus. Außerdem wird das Trinkwasser auf der Insel aus dem Meer gewonnen und beim Aufbereiten gründlich entsalzt. Zusätzliche Mineralstoffe sind also wichtig. Dazu leicht verdauliche Kolehydrate, um die langen Einheiten ohne Substanzverlust durchzuhalten und am Ende sogar nochmal zulegen zu können. Diese Kolehydrate stecken in den Riegeln, die der 31-Jährige eigentlich - ebenson wie die Erdhörnchen - ganz gerne mag. Wenn er ein  bis zwei verputzt hat, darf es allerdings zur Abwechslung auch eine Portion Gel aus der Tube sein.

Bei der Auswahl der Nahrungsergänzungsmittel ist Vorsicht angesagt. Nicht jeder Magen verkraftet jedes Produkt. Außerdem: Sind die Pulver und Gels mit unbekannten Stoffen verunreinigt, kann das den Sportler bei einer Dopingprobe in gehörige Schwierigkeiten bringen. Michi Hofmann hat Glück: Zwei Hersteller, deren Produkte er gut verträgt, gehören zu seinen Sponsoren.  

Am gestrigen Sonntag - dem letzten Tag auf der Insel - durfte der Pleinfelder nochmal richtig ausspannen und sich erholen. Am heutigen Montag geht es zurück nach Franken. Und am morgigen Dienstag wartet schon der Dienst bei der Feuerwehr. 

Bilderstrecke zum Thema

Michi Hofmann - ein extrem-ausdauernder Feuerwehrmann

Seit seiner Kindheit dreht sich Michi Hofmanns Leben um Triathlon. Geboren und aufgewachsen zwei Kilometer Luftlinie vom früheren Schwimmstart des Rother Langdistanz-Triathlons entfernt, wurde er früh von der Faszination dieser Sportart gepackt. Seitdem reiht er Erfolg an Erfolg. Selbst seinen Beruf als Feuerwehrmann verdankt er dem Triathlon: Ein anderer Athlet brachte ihn bei einem Gespräch zufällig auf die Idee.


  

Gudrun Bayer

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