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Vier für den FCN! Als es Eigler gegen Pauli scheppern ließ

Der Unterreichenbacher feierte im März 2011 sein persönliches Torfestival - 11.03.2020 15:02 Uhr

Vierfach-Torschütze Christian Eigler läuft vorneweg - und St. Pauli immer nur hinterher. © Foto: Weigert


"Das war eine große Sache. Schließlich schafft man das nicht alle Tage. Und rechnet auch im Vorfeld nicht damit." Christian Eigler weiß natürlich, was er gegen St. Pauli da geleistet hat. "Das war das perfekte Spiel. Erster Schuss, erstes Tor. Danach war praktisch jeder Versuch ein Treffer." So hat es der der frühere Club-Angreifer nordbayern.de schon einmal in den Notizblock diktiert. Christian Eigler erzählt vom 5. März 2011, vom 5:0-Kantersieg gegen die Kiez-Kicker. Er erzählt von einem Fußball-Fest an einem Faschingssamstag. Von einem Tag, an dem St. Pauli dem Unterreichenbacher nichts entgegenzusetzen hatte, dieser bei herrlichem Sonnenschein alles überstrahlte.


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Eigler hoch4: Schüsse auf Nürnbergs Showbühne 

"Erst links dann rechts, wieder links und erneut rechts - beidfüßig schoss sich der Club-Stürmer zum ersten Viererpack seiner Karriere", hielt im Anschluss der kicker fest. Nach einer Demonstration der Stärke, die auf rot-schwarzer Showbühne schon früh ihren Anfang nahm. Als Stellvertreter des verletzten Julian Schieber in die Spitze beordert, bedeutete Eiglers erster Streich das 2:0 - Nürnbergs neuer Frontmann verwertete nach einer knappen Viertelstunde eine Mak-Vorlage konsequent. Keine 180 Sekunden später wies der Unterreichenbacher seine ungeheuerlichen Qualitäten erneut nach. Nachdem Mehmet Ekici das Spielgerät in die Mitte geprügelt hatte, war Eigler wieder zur Stelle, vollstreckte per Direktabnahme zum 3:0.

 

Vor dem Schützenfest gegen Pauli trug der Angreifer das Etikett "Mann der wichtigen Tore". Verdient hatte es sich der Vollblutfranke, indem er dem 1. FC Nürnberg in den Relegationsduellen mit Cottbus und Augsburg die Erstliga-Zugehörigkeit sicherte. Gegen die Hamburger zeigte Eigler, dass er auch im Liga-Alltag eiskalt einnetzen kann. "Als letztes Glied der Kombinationskette, als derjenige, der in Zahlen umsetzt, was sich die Mannschaft zuvor erspielt, erkämpft, was auch immer hat", wie die Nürnberger Nachrichten treffend formulierten. Zwei Treffer hatte sich Eigler im Frühjahr 2011 gegen St. Pauli für die Schlussphase aufgehoben - analog zur ersten Hälfte in der Doppelschlag-Version. Von Marek Mintal in Position gebracht, ließ er Pauli-Keeper Kessler zwei weitere Male keine Abwehrchance (86., 87.) und schwang sich zum ersten Nürnberger Bundesliga-Vierfachtorschützen nach Franz Brungs auf.

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Zum Abschluss der Spielzeit - einer Gute-Laune-Saison, die auf einem sorgenfreien sechsten Platz endete - sollte sich Eiglers Präzisionstechnik in acht Treffern ausdrücken. Am Ende der darauffolgenden Saison verabschiedete sich der Stürmer nach Ingolstadt. Er hätte auch nach St. Pauli wechseln können. Die Braun-Weißen waren kurz davor, den Angreifer zu engagieren. "Ich habe mir auch alles dort angesehen. Der Club wollte ja nicht mehr verlängern. Ich wäre auch gerne zu Pauli. Aber mit der Perspektive und auch mit der Family hat es besser in Ingolstadt gepasst, da ich dort auch pendeln konnte", erklärte der inzwischen 36-Jährige einst, was vor Nürnbergs Geister-Gastspiel auf dem Kiez noch heute gültig ist. Warum es die Hanseaten damals nicht schafften, ihren menschgewordenen Albtraum nach Hamburg zu holen.


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In Ingolstadt wurde Eigler jedoch von Verletzungen gebeutelt, seine letzte Partie für die Schanzer bestritt er am 11. April 2014 beim 1:2 gegen Paderborn. Wenig später war Schluss, der Franke beendete seine Profi-Karriere.

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