Dienstag, 31.03.2020

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Wackelstart: Salli sichert dem Club einen Punkt

Der FCN zeigt gegen Regensburg Mängel, antwortet aber zweimal - 23.01.2018 22:24 Uhr

Möhwald serviert, Salli garniert: Der Club-Kameruner stellte nach Wiederbeginn auf 2:2. Ein weiterer Treffer wollte dem FCN aber nicht gelingen. © Sportfoto Zink / DaMa


Eine praktischerweise recht kurze Winterpause haben sie gestern Abend beim 1. FC Nürnberg mit der Partie gegen Jahn Regensburg zu ihrem Ende gebracht. Wer braucht schon eine Pause, wenn es eh keinen Winter gibt. Genutzt haben sie die Unterbrechung beim Club natürlich trotzdem. Alle, so in etwa hat das Trainer Michael Köllner über seine Spieler gesagt, sind wieder ein bisschen besser geworden.

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Remis gegen Regensburg: Club kann den Jahn nicht knacken

Es wäre ein so wichtiger Dreier gewesen, am Ende teilten sie sich aber die Punkte: Der 1. FC Nürnberg wollte gegen Jahn Regensburg mit einem Sieg in die Restsaison starten, musste sich am Ende aber mit nur einem Zähler begnügen. Nach zweimaligem Rückstand kämpfte sich der FCN zwar wieder heran, für den entscheidenden dritten Treffer war allerdings nicht genug Benzin im Tank.


Das klang gut, war auch dringend notwendig, weil sich mit dem Aufsteiger aus Regensburg eine Mannschaft im Max-Morlock-Stadion vorstellte, die den Saisonverlauf genutzt hatte, um ebenfalls immer besser zu werden. Zuletzt waren dem Jahn in sieben Spielen fünf Siege und ein Remis gelungen – eine Bilanz, die sich Dienstagabend vor 26.231 Zuschauern nicht erheblich verschlechterte: Beim 2:2 (2:1) verdiente sich Regensburg durch mutiges Spiel einen Punkt und zeigte dem 1. FCN, dass es noch ein anstrengender Weg wird bis zum großen Ziel.

Einwurf FCN, Tor Regensburg 

Die Zuversicht, dass es am Ende der Spielzeit etwas werden könnte mit dem Aufstieg, hatten nicht nur sogenannte Experten mit ihren zur Überbrückung der Winterpause willkommenen Einschätzung genährt, sie stützte sich auch auf drei Neuzugänge. Von denen schaffte es allerdings nur Marvin Stefaniak in die Startelf, Federico Palacios und Ulisses Garcia durften sich von der Qualität ihrer neuen Mitspieler erst einmal von der Bank aus überzeugen. Sie sahen: Zunächst einmal nichts, was sie von der Richtigkeit ihres Wechsels hätte überzeugen können. Sechs Minuten waren absolviert, als sich Regensburg nach einem Nürnberger Einwurf auf Höhe der Mittellinie so schnell nach vorne kombinierte, wie man das im Vorfeld erwartet hatte – Marc Lais traf am Ende dieses Überfalls auch noch formvollendet aus 16 Metern ins Netz.

Das 0:1 provozierte immerhin ein wenig Nürnberger Widerstandsgeist, es wurde nun ab und an etwas hektisch auf dem Platz, aber auch gefährlich für das Tor der Gäste. Nach zehn Minuten war der Gleichstand wieder hergestellt, weil Hanno Behrens am Ende eines gehörigen Durcheinanders im Strafraum den Überblick behielt und nach einem abgewehrten Schuss von Tim Leibold den Ball über die Linie drückte.

In einer nun munteren Partie versuchte sich der Club mit Verspätung an der Kontrolle, was auch einigermaßen gelang, ohne dabei wirklich gefährlich zu wirken. Edgar Salli schoss aus 16 Metern Torwart Philipp Pentke in die langen Arme (14.), Tim Leibold verfehlte aus ähnlicher Distanz das Ziel (28.). Ansonsten durfte Stefaniak demonstrieren, dass ihm das halbe Jahr beim VfL Wolfsburg nicht nachhaltig gutgetan hat – auffällig wurde er im ersten Durchgang vor allem als Bestandteil von Missverständnissen.

Weil der Jahn nach 28 Minuten durch einen Kopfball seines gefährlichsten Angreifers Marco Grüttner erneut in Führung ging – wieder war ein Angriff über Nürnbergs linke Seite vorausgegangen – musste man sich bis zum Ende der ersten Hälfte dann tatsächlich noch sorgen um den Club. In der Viertelstunde vor der Pause hätte Regensburg gegen nun phasenweise desolate Gastgeber mit etwas mehr Konsequenz noch den ein oder anderen Treffer erzielen können, beließ es aber erstaunlicherweise bei der Andeutung von Gefahr. Schiedsrichter Manuel Gräfe erlöste dann mit seinem recht pünktlichen Pausenpfiff tatsächlich den Großteil des Publikums.

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2:2 gegen den Jahn: Maue Noten für den Wackel-Club

Der Club tat sich beim Restrundenstart gegen Jahn Regensburg über weite Strecken richtig schwer und war zweimal nicht unverdient im Hintertreffen. Dass die Rot-Schwarzen besonders in der Abwehr oft nicht auf der Höhe waren, verdeutlichen nach dem 2:2 die Club-Noten!


Dass alle wieder ein bisschen besser geworden waren, musste der zweite Durchgang zeigen. Dem erstaunlich fahrigen Innenverteidiger Ewerton war das allerdings unmöglich, für ihn brachte Köllner nach 46 Minuten Lukas Mühl ins Spiel. Der sah aus seiner nun prominenteren Position eine zweite Hälfte, die sich schnell wieder an der Hektik der ersten 45 Minuten orientierte – und den Ausgleich. Nach einem wuchtigen Angriff und einer Hereingabe Kevin Möhwalds traf Edgar Salli nach 49 Minuten zum 2:2. Kompliziert blieb die Angelegenheit für den Club aber auch in der Folge gegen eine Regensburger Mannschaft, die lauffreudig zu nennen, untertrieben wäre.

Pentke verhindert den zweiten Salli-Streich

Wieder Salli hätte nach einer Stunde für die Führung sorgen können, scheiterte aber freistehend an Pentke. Eine Minute später verpasste Ishak eine Valentini-Hereingabe – der Club gestaltete die Partie nun ausgeglichen, blieb aber skeptisch, was auch der zweite Wechsel Köllners bewies, der Patrick Erras für Ondrej Petrak brachte, um die Defensive zu stabilisieren. Trotzdem hatte auch Regensburg weiter Gelegenheiten, das Spiel für sich zu entscheiden. Dass zumindest das nicht gelang, lag auch daran, dass Nürnberg in der zweiten Halbzeit besser geworden war – ein bisschen zumindest.

+++ Der Live-Ticker zum Nachzittern +++

1. FC Nürnberg: Bredlow - Valentini, Margreitter, Ewerton (46. Mühl), Leibold - Petrak (67. Erras) - Möhwald, Behrens - Salli, Stefaniak (83. Löwen) - Ishak

Jahn Regensburg: Pentke - Saller, Nachreiner, Knoll, Nandzik - Lais (90. +2 Sörensen), Gimber - Vrenezi (90. Al Ghaddioui), George - Mees (71. Stolze), Grüttner

Tore: 0:1 Lais (6.), 1:1 Behrens (10.), 1:2 Grüttner (28.), 2:2 Salli (49.) | Gelbe Karten: / - Vrenezi, Nachreiner, Nandzik, Gimber | Schiedsrichter: Gräfe (Berlin) | Zuschauer: 26.231.

Fadi Keblawi

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