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Warten auf den Erfolg: Fürth spielt auch gegen die Selbstzweifel

Gegen Dresden steht die Leitl-Elf in der Pflicht - 18.10.2019 09:15 Uhr

270 Minuten ohne Tor: Für die SpVgg Greuther Fürth geht's gegen Dresden auch gegen die eigenen Selbstzweifel. © Sportfoto Zink / Melanie Zink, Sportfoto Zink / WoZi


Fußball ist ein Ergebnissport, auch wenn Trainer Stefan Leitl Erfolg oder Misserfolg nicht gerne auf diese Ansicht reduzieren lässt. Tatsache aber ist, dass Fürth in Stuttgart zwar besser war, die Punkte beim 0:2 aber liegen ließ. Das 0:3 gegen Kiel zu Hause war nicht weniger als ein blamabler Auftritt, ehe eine "ordentliche Leistung" beim Aufstiegsanwärter Hamburger SV nicht reichte und die Punkte nach dem 0:2 abermals beim Gegner landeten. Eine wie auch immer geartete psychologische Bremse hat Leitl unterdessen nicht ausgemacht, ein Kopfproblem bei seinem Team sieht der 42-Jährige nicht. "Wir bleiben unserer Linie treu. Wir ergreifen keine besonderen Maßnahmen und stellen nichts in Frage."

Auf der Agenda standen andere Dinge. Die Länderspielpause haben sie in Fürth zunächst dafür genutzt, die vielen angeschlagenen Akteure wieder fit zu bekommen. Zumindest das ist schon mal gelungen. Hans Sarpei soll neben vier Weisheitszähnen inzwischen auch seine muskulären Beschwerden los sein, Sebastian Ernst konnte nach langer Pause weiter an seiner Fitness arbeiten, Marco Meyerhöfer und Paul Seguin trainierten nach einigen individuellen Einheiten ab Montag beschwerdefrei im Kreise der Kollegen. So hat Leitl diverse Optionen, personell auf die Ergebniskrise zu reagieren. "Es wird sicher Änderungen geben", orakelte der Trainer.

Gleichbleiben soll indes die offensive Ausrichtung. Fürth gehört zu den Teams mit den meisten Abschlüssen in der Liga – drei Spiele ohne Tor spricht aber nicht für Präzision sondern eher mangelnde Kaltschnäuzigkeit. "Oft hat der letzte Pass gefehlt, mal auch die Genauigkeit und mal auch das Glück", erinnerte Leitl an die drei Aluminiumtreffer in Stuttgart. Torchancen hätte sein Team genug, meint der Coach und forderte: „Es ist an uns, die Möglichkeiten konsequenter zu nutzen.“ Insofern könnte das Kräftemessen unter Flutlicht mit den nach zwei Spielen ohne Sieg und vielen verletzten Spielern ebenfalls angeschlagenen Dresdnern Antworten geben. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Florian Pöhlmann

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