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Weiß-Grüne Party: Kleeblatt feiert in Aue den Klassenerhalt

Fürth kann mit der 2. Bundesliga planen - Green traf per Kopf - 12.05.2019 17:39 Uhr

Geht doch! Das Fürther Kleeblatt bleibt nach dem 1:1 in Aue sicher in der 2. Bundesliga © Sportfoto Zink / WoZi


Vier Spiele in Folge hatte die SpVgg zuvor nicht mehr gewonnen. Trainer Stefan Leitl baute die Startelf auf drei Positionen um. Ins Sturmzentrum rückte Fabian Reese nach abgesessener Gelbsperre zurück, dafür flog Daniel Steininger komplett aus dem Kader. Maximilian Wittek kehrte nach einer Verletzungspause zurück auf die Position des Linksverteidigers und Yosuke Ideguchi ersetzte Paul Jaeckel.

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Pyro, Green und Klassenerhalt: Fürth holt Punkt in Aue

Die SpVgg Greuther Fürth kann für eine weitere Saison in der 2. Fußball-Bundesliga planen. Am Sonntag kamen die Kleeblättler zu einem 1:1-Unentschieden beim FC Erzgebirge Aue und sicherten mit nun mehr 39 Zählern einen Spieltag vor Saisonende den Klassenerhalt. Das Fürth-Tor des Tages erzielte Julian Green.


Die mitgereisten Fans ließen im Block vor dem Anpfiff grünen Rauch aufsteigen. Der zweite Vorfall binnen kürzester Zeit. Schon beim letzten Auswärtsspiel in Magdeburg war gezündelt geworden. Im 4-1-2-3 startete die SpVgg in die Partie. Aue hatte sich bereits am letzten Spieltag in Regensburg (3:1) gerettet und konnte unbekümmert aufspielen. Den Fürthern war über weite Strecken der ersten Halbzeit eine gewisse Nervosität durchaus anzumerken. So richtig befreit spielten sie nicht auf, was nach den letzten Ergebnissen auch nicht zu erwarten war.

Green und Atanga machen Druck

Die erste Aktion gehörte dennoch den Gästen. Ein Freistoß von Julian Green segelte knapp am rechten Pfosten vorbei (4.). Zwei Minuten war der schnelle David Atanga auf der linken Seite durch, sein Schlenzer aufs kurze Eck aus rund 14 Metern landete aber nur am Außennetz. Eine Flanke von Maximilian Sauer schmiss sich Aues Torhüter Robert Jendrusch fast selber in die Maschen (15.).

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Jubel in Aue: Die Kleeblatt-Noten zum Klassenerhalt

Es ist geschafft, das Fürther Kleeblatt hält nach dem 1:1 im Erzgebirge die Klasse. Wir wollten von Ihnen wissen, wie Sie die Leistung der Spielvereinigung bei den Veilchen gesehen haben - und hier ist die Auswertung!


Und dann ging Fürth in Führung. Ausgangspunkt war ein Einwurf von Sauer, der Klärungsversuch von Clemens Fandrich landete wieder bei Fürths Rechtsverteidiger, der mit einer präzisen Flanke den einlaufenden Green bediente. Der US-Boy köpfte unhaltbar ein und Fürth atmete erst einmal kollektiv durch (16.).

Abseits-Tor für Aue

Pech hatte die SpVgg beim Ausgleich durch Aues Besten, Jan Hochscheidt, der beim Zuspiel hinter der Kette im Abseits stand und den Ball mit einem feinen Schlenzer im linken Ecke versenkte (20.). Bei allen Diskussionen um den Videobeweis in der 1. Liga: Dieser Treffer wäre sicher aberkannt worden. Mit dem strittigen 1:1 waren die Höhepunkte der ersten Halbzeit vorbei. Einzig Physiotherapeut Benjamin Ngarambe sorgte noch für einen kleinen Aufreger, wurde von Schiedsrichter Florian Heft auf die Tribüne verbannt.

Aue warf die bekannten Tugenden Einsatz und Kampfkraft in die Waagschale, versuchte es im Aufbau oft mit langen Bällen. Spielerischen Esprit zeigte allein Hochscheidt. Die SpVgg war bemüht zu kombinieren, hielt in der Umschaltbewegung aber mitunter zu lang den Ball, beim Anlaufen waren sich Offenive und Defensive oft nicht einig und es entstanden in der mittleren Reihe Lücken.

"Wir fahren nicht nach Aue, um unentschieden zu spielen", hatte Leitl angekündigt. Im Hinterkopf hatte die Mannschaft natürlich, dass ihnen ein Punkt reichen würde, zumal der FC Ingolstadt kurz nach der Pause bereits 3:0 gegen Darmstadt vorne lag und Sandhausen früh gegen Bielefeld klar auf die Verliererstraße geraten lag. Warum also zu viel riskieren? Und so plätscherte das Spiel in der zweiten Halbzeit in der neutralen Zone vor sich hin. In den Strafräumen war wenig los.

Aue artistisch, Kleeblatt fehlen Zentimeter

Bis Reese in der 66. Minute zu einem Drehschuss am Strafraumeck ansetze, der Ball aber knapp am linken vorbei ins Aus trudelte. Aues Torjäger Pascal Testroet versuchte sich noch mit einem artistischen Rückfallzieher, der allerdings nur für die Bildergalerie taugte (77.). Für eine kleine Panikattacke bei den Fürther Fans sorgte Richard Magyar. Er stolperte nach einer Flanke von Florian Krüger dem Ball entgegen und begrub ihn unter seinem Körper. Während Aue Handspiel reklamierte, blieb die Pfeife des Schiedsrichters stumm. Absicht konnte man dem Schweden in der Aktion auch nicht unterstellen (80.).

Reese versuchte sich noch einmal vom rechten Strafraumeck auf Zuspiel von Paul Seguin im Abschluss, wieder strich der Ball knapp links am Tor vorbei (85.). Danach plätscherten die fünf letzten Minuten dahin, der Schiedsrichter pfiff ab und Fürth war gerettet.

Erzgebirge Aue: Jendrusch - Kalig , Wydra , Kral (51. Kral) - Baumgart , Fandrich , Riese , Rizzuto - Hochscheidt - Testroet , Nazarov (70. Kvesic)

SpVgg Greuther Fürth: Burchert - Sauer , Magyar , M. Caligiuri , Wittek - Ideguchi (Jaeckel, 85.), Seguin - Atanga (Raum, 71.) , Green , Redondo - Reese

Tore: 1:0 Green (16.) - 1:1 Hochscheidt (20.) | Gelbe Karten: Ideguchi (40.) - Baumgart (19.), Kvesic (74.) | Schiedsrichter: Heft (Neuenkirchen)

Martin Ferschmann

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