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Wie Tottenham: Der Club hofft auf ein Wunder im Abstiegskampf

Der 1. FC Nürnberg muss gegen Borussia Mönchengladbach gewinnen - 09.05.2019 15:11 Uhr

Gegen den FC Bayern stand der 1. FC Nürnberg auch dank Matheus Pereira kurz vor der Sensation. Ausgerechnet in der entscheidenden Phase droht der Torschütze jetzt auszufallen. © Sportfoto Zink / DaMa, Sportfoto Zink / DaMa


Nach der Vormittagseinheit am Donnerstag bat Boris Schommers noch zu einem kleinen Betriebsausflug nach Zabo, ihre gemeinsame Fahrradstrecke führte durch sehr viel Wald. Mal was anderes, dachte sich der Interimstrainer des 1. FC Nürnberg - und versuchte, bei einem gemeinsamen Mittagessen die Sinne zu schärfen vor dem entscheidenden Bundesliga-Spiel am Samstagnachmittag gegen Borussia Mönchengladbach.

Das Max-Morlock-Stadion ist ausverkauft, 50.000 Zuschauer, sofern Club-Anhänger, werden ihre Mannschaft wieder bedingungslos unterstützen. Hilfe von außen kann bestimmt nicht schaden beim Projekt, den Abstieg zunächst mal zu verschieben. Nur ein Sieg hält die Hoffnung am Leben, zugleich darf der VfB Stuttgart nicht gegen den VfL Wolfsburg siegen.

Ausgerechnet in der entscheidenden Phase droht Matheus Pereira wegen einer Verletzung auszufallen. © Sportfoto Zink / DaMa, Sportfoto Zink / DaMa


Mit zwei oder drei Zählern Rückstand in die letzte Partie eine Woche später in Freiburg zu gehen, das wär‘s aus Sicht des Tabellenvorletzten, davon träumen sie. Gerade auf den letzten Metern einer Saison, das weiß Schommers nicht erst seit den verrückten Rückspielen im Champions-League-Halbfinale unter der Woche, "sind Ergebnisse möglich, mit denen keiner mehr rechnet".

Mit einem Sieg gegen den Tabellen-Sechsten rechnen wohl ebenfalls nicht mehr viele, nachdem es im bisherigen Rundenverlauf in 32 Versuchen erst drei Mal geklappt hat. Dass mit Matheus Pereira (Oberschenkelzerrung) und Ewerton (Muskelfaserriss im Adduktorenbereich) jetzt auch noch zwei Leistungsträger ausfallen, macht die Aufgabe gewiss nicht leichter, "nicht sehr erfreulich" sei ihr aktueller Gesundheitszustand. Und dennoch, "jeder ist sehr, sehr motiviert", sagt Schommers, der immerhin versprechen kann, "dass die Mannschaft alles in die Waagschale werfen wird".

Im Sportpark Valznerweiher ist das Glas nach wie vor halbvoll; zwei Spieltage vor Schluss mit 19 Punkten überhaupt noch eine Chance auf den Klassenverbleib zu haben, "sehen wir sehr positiv", so Schommers, der beim gemeinsamen Mittagessen in Zabo und "in einem anderen Ambiente" vor allem Zuversicht und Überzeugung verbreiten wollte, auch am Donnerstag in der Pressekonferenz lautete seine zentrale, unmissverständliche Botschaft: Es ist noch nicht vorbei.

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Also heißt es in der Vorbereitung auf Samstag, sich nicht mit irgendwelchen Schreckensszenarien zu beschäftigen, sondern, ganz einfach: mit einem Sieg gegen Mönchengladbach. Auch die Borussia hat ein paar Personalsorgen, Nürnbergs ehemaliger Trainer Dieter Hecking muss auf Lars Stindl (Schienbeinbruch), Raffael, Fabian Johnson (beide Wadenzerrung), Patrick Herrmann (Oberschenkelzerrung) und Mamadou Doucoure (Muskelbündelriss) verzichten.

Es hilft ja alles nichts, "wir müssen, wir wollen dieses Spiel gewinnen", versichert Boris Schommers, egal wie, "manchmal reicht es ja, wenn man in der 95. Minute plus eine Sekunde das entscheidende Tor schießt." So wie Tottenham am Mittwoch in Amsterdam. Auch wenn sich der qualitative Vergleich eigentlich verbietet.

Wolfgang Laaß

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