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Wieder 86 Gegenpunkte: Bamberg verliert in Frankfurt

Brose-Basketballer geben Sieg im Schlussviertel aus der Hand - 18.04.2019 21:47 Uhr

Eine fokussierten Auftritt von Beginn an forderte Headcoach Federico Perego von seiner Mannschaft vor dem Spiel in Frankfurt, doch genau diesen Fokus ließen seine Mannen im kompletten ersten Viertel vermissen. Im Angriff fand man keinen richtigen Rhythmus und in der Defense war man - vor allem gegen Ex-Spieler Leon Kratzer - fast schon chancenlos. Der Big Man konnte vor allem in der Anfangsphase machen, was er wollte und legte acht schnelle Punkte auf. Damit riss Kratzer auch seine Nebenleute, in erster Linie Niklas Kiel und Jason Clark, mit, die für die Hessen eine 23:12-Führung nach zehn Minuten herauswarfen.

Bamberg steigert sich

Mit dem Start ins zweite Viertel konnte sich der Pokalsieger defensiv deutlich stabilisieren und fand aus der guten Verteidigung heraus auch zu einem flüssigeren Angriffsspiel, welches vor allem von Augustine Rubit angekurbelt wurde. Ein 10:2-Zwischenspurt zum 25:22 (13. Min.) brachte die Oberfranken zurück ins Spiel. Zum Führungswechsel sollte es allerdings in Durchgang eins nicht mehr reichen. Skyliners-Coach Gordon Herbert brachte Kratzer zurück, der seine starke Performance aus den ersten zehn Minuten nahtlos fortsetzte und dabei weder von Cliff Alexander, noch von Elias Harris gestoppt werden konnte. Zur Pause führten die Gastgeber immer noch mit fünf Zählern (40:35).

Da Leon Kratzer auch nach dem Seitenwechsel weiter "unstoppable" war, lief Brose auch weiterhin einem Rückstand hinterher. Immerhin konnten Elias Harris und Augustine Rubit dafür sorgen, dass dieser konstant bei fünf Zählern blieb. Erst Mitte des dritten Viertels gelang es den Gästen, den Abstand zu den Hausherren weiter zu reduzieren. 2:10 Minuten vor der letzten Viertelpause war schließlich Tyrese Rice, der bis hierhin einen ruhigen Abend verlebte, fortan aber deutlich aufdrehte, dafür verantwortlich, dass Bamberg zum ersten Mal in dieser Partie in Führung gehen konnte (57:55). Diesen Vorsprung nahmen die Brose-Boys dann auch mit ins Schlussviertel und setzten sich dort sogar erst einmal weiter ab. Als Ricky Hickman einen Dreier zum 68:62 traf, hatte man das Gefühl, Bamberg hätte nun alles im Griff.

Frankfurts Clark läuft heiß

Doch weit gefehlt, denn die Frankfurter konnten sich neben Leon Kratzer, der gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber sein persönliches Career-High (26 Punkte) aufstellte, noch auf einen weiteren Akteur verlassen: Jason Clark. Der US-Guard war mit einem Drei-Punkt-Spiel und einem Dreier binnen 24 Sekunden nicht nur dafür verantwortlich, dass der Rückstand blitzschnell egalisiert wurde, sondern drehte in den finalen zehn Minuten so richtig auf. Bamberg stemmte sich mit Rice gegen eine weitere drohende Niederlage, doch Clark traf nun nach Belieben und brachte sein Team schlussendlich auf die Siegerstraße. Von der Freiwurflinie war es am Ende noch Tyler Larson, der die 79:86-Niederlage von Brose Bamberg besiegelte.

Fraport Skyliners: Kratzer (26 Punkte), Clark (22), Larson (14), Kiel (8), Vargas (6), Wohlfarth-Bottermann (5), Holder (2), Huff (2), Robertson (1), Zeeb
Brose Bamberg: Rice (18), Rubit (15), Harris (12), Zisis (9), Hickman (6), Heckmann (5), Stuckey (5), Alexander (4), Olinde (3), Taylor (2), Schmidt

Benjamin Strüh

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