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Wieder kein Sieg! Geis' Kracher-Elfer reicht dem FCN nicht

1:1! Der Club verliert gegen die Schwartz-Elf den Faden und fast das Spiel - 21.09.2019 14:51 Uhr

Rein damit! Johannes Geis' präziser Turbo-Elfer brachte den Club gegen den KSC in Front. © Sportfoto Zink / DaMa


Seit ein paar Tagen haben sie beim 1. FC Nürnberg einen neuen Mitarbeiter des Trainerstabs. Mathias Berthold ist ein Österreicher, war natürlich mal Skifahrweltmeister und Skifahrtrainer und soll nun den Zweitliga-Fußballspielern des Trainers Damir Canadi helfen. Seine Aufgabe beschrieb Berthold vorab so: "Es geht darum, Strategien zu entwickeln, um in vermeintlich schwierigen Situationen die richtigen Dinge zu tun."

Das passt natürlich zum 1. FC Nürnberg, der ständig in schwierige Situationen gerät. Diesmal schaut die Situation so aus, dass man nach dem Abstieg aus der ersten Liga auch in der zweiten Liga nicht so recht in die Gänge kommen will. Nach zuletzt zwei Nürnberger Unentschieden mit insgesamt fünf Gegentreffern, schaute am Samstagmittag Alois Schwartz mit dem Karlsruher SC im Max-Morlock-Stadion vorbei.

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30.332 Zuschauer sahen bei dieser Gelegenheit, dass auf Berthold einiges an Arbeit zukommen dürfte: Beim 1:1 (1:1) enttäuschte der Club zum wiederholten Mal in dieser Saison.

Drei Neue und kein Spielfluss

Canadi hatte vorab wieder einmal vieles anders gemacht. Lukas Jäger kehrte zurück in die Startelf, Tim Handwerker und Sebastian Kerk ebenfalls. Gemeinsam mit den anderen formierte man sich so in einem 4-2-1-3, das allerdings von allen Beteiligten möglichst flexibel interpretiert werden sollte. Womit man auch schon bei der nächsten schwierigen Situationen: Zwar bemühten sich alle, mal hier mal da zu sein, nur blieb dabei der Spielfluss auf der Strecke.

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Weil auf der anderen Seite der Karlsruher SC keine Lust auf Spielfluss hatte, war es doch erstaunlich langweilig im Max-Morlock-Stadion. Aufregend wurde es erstmals nach 23 Minuten, als sich Kerk und Nikola Dovedan zumindest einmal zum Doppelpass entschließen konnten. Karlsruhes Dirk Carlson war davon so überrascht, dass er Dovedan im Strafraum sehr übermotiviert zu Fall brachte. Johannes Geis traf per saftig-präzisem Strafstoß zum 1:0 und brachte so den Club in Führung, ohne dass der eine wirkliche Torchance gehabt hätte.

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Die gab es dann auf der Gegenseite, so dass auch Nürnbergs Defensive unter Beweis stellen konnte, dass sie anfällig ist für Unzulänglichkeiten. Nach 28 Minuten hätte Lukas Fröde den Ausgleich markieren müssen, traf aber erstaunlicherweise aus fünf Metern per Kopf und freistehend das Tor nicht. Der Club tat sich weiter schwer mit dem eigenen Angriffsspiel, weshalb es nicht unverdient war, dass es mit einem 1:1 in die Pause ging. Nach 40 Minuten wurde der ehemalige Nürnberger Manuel Stiefler von Lukas Grozurek in Szene gesetzt und behielt vor Christian Mathenia die Nerven. Drei Minuten später hatte Kerk dann Nürnbergs erste, echte Gelegenheit, verzog aber aus sieben Minuten knapp.

 

Nach der Pause durfte erst eine Viertelstunde wieder gar nichts passieren (abgesehen von einem Karlsruher Schuss über das Tor), ehe Canadi sein System umstellte. Fabian Nürnberger und Patrick Erras kamen für Kerk und Handwerker, der Club agierte fortan wieder mit einer Dreierkette vor Mathenia. Besser wurde dadurch aber eher nichts, weiterhin war es oft der Zufall, der bei der Entstehung von Gelegenheiten half. Immerhin scheiterte Michael Frey nach einer doch gezielten Hereingabe Nürnbergers knapp an Benjamin Uphoff im Karlsruher Tor, der den Ball zur Ecke abwehrte – es war nach einer Stunde die erste für den Club.

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Hack verstolpert's  - Gnedzda Cerin debütiert 

Nach 67 Minuten traf Hack zehn Meter vor dem Tor den Ball nicht, ansonsten machte nun der KSC den etwas strukturierteren Eindruck von zwei Mannschaften, die mit Struktur nicht viel anfangen konnten an diesem Tag. Eher undankbar war es daher, dass nach 71 Minuten und anstelle von Kapitän Hanno Behrens der Slowene Adam Gnezda Cerin sein Club-Debüt geben durfte. Am Ergebnis änderte das nichts mehr. Hilfreicher wäre es vielleicht gewesen, Mathias Berthold hätte auf dem Platz bei der Problemlösung helfen können, aber der ist eben ein 54 Jahre alter Ex-Skifahrer. 

1. FC Nürnberg: Mathenia - Mühl, Jäger, Handwerker (58. Nürnberger) - Sorg, Geis, Kerk (58. Erras)  - Behrens (73. Cerin), Hack - Dovedan - Frey

Karlsruher SC: Uphoff - Thiede, Gordon, Pisot, Roßbach - Fröde, Wanitzek - Stiefler, Grozurek (82. Camoglu), Lorenz - Pourié (90. +1 Hofmann) 

Tore: 1:0 Geis (24., Foulelfmeter), 1:1 Stiefler (40.)  | Gelbe Karten: / - /  | Schiedsrichter: Fritz (Korb) | Zuschauer: 30.332.

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Fadi Keblawi

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