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Wolfsburgs Otavio: Böse Grätsche und fade Entschuldigung

Für dieses Foul gibt es keine Rechtfertigung - ein Kommentar - 07.03.2021 15:39 Uhr

Die Grätsche der Saison: Paulo Otavio foult Hoffenheims Stürmer Munas Dabbur.

06.03.2021 © Uwe Anspach, dpa


Es war nicht die Zeit für die klassischen Rechtfertigungsphrasen. Dass in so hohem Tempo selbst die kleinste Berührung genügt, um einen Gegenspieler in die Horizontale zu befördern. Dass Paulo Otavio vom VfL Wolfsburg möglicherweise den einen, den berühmten Schritt zu spät gekommen ist, konnte man auch nicht behaupten beim Studium der Fernsehbilder. Vielleicht ein taktisch motivierter Regelverstoß? Auch eher konstruiert.


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Man sah: den Hoffenheimer Munas Dabbur in der vierten Minute der Nachspielzeit auf das leere Tor zulaufen. Der Torwart der Wolfsburger war bei einer Ecke mit nach vorn gegangen, sie lagen ja 1:2 zurück und hatten endgültig verloren, als die Standardsituation geklärt werden konnte.

Es folgte: Eine Katschow-Grätsche mit 50, 60 Meter Anlauf, von hinten und in beachtlicher Flughöhe, auch im Kölner Keller hatten sie so etwas wohl noch nicht gesehen. Eigentlich hätte Otavio drei oder vier Rote Karten bekommen müssen für seine versuchte Körperverletzung und am besten gleich noch eine elektronische Fußfessel.

Immerhin gab sich der Brasilianer später geläutert, also ein bisschen zumindest. "Obwohl ich das Foul in diesem Moment für richtig hielt, hatte ich mir nicht vorgestellt, dass es so schlimm sein würde", schrieb er auf Instagram, würde also wieder so handeln. In der vierten Minute der Nachspielzeit und Sekunden vor dem Schlusspfiff, beim Stand von 1:2. Vielleicht dachte er, dass es nach dem 2:1 seines VfL im Hinspiel Verlängerung geben würde in Sinsheim. Es wäre zumindest eine vorsichtige Erklärung.

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