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Dienstag, 25.06.2019

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WTA in Nürnberg: Friedsam überrascht Petkovic - Lisicki raus

Nur eine deutsche Spielerin steht im Viertelfinale - 22.05.2019 19:17 Uhr

Erleichtert und stolz: Die 25-jährige Anna-Lena Friedsam spielte sehr sicher auf. © Sportfoto Zink / WoZi


Zwei Tage hatten die Zuschauer warten müssen, um ein komplettes Programm verfolgen zu können, vorher hatte immer der Regen den Ablauf am Valznerweiher durcheinander gebracht. Von den fünf deutschen Spielerinnen, die noch im Wettbewerb waren, ging die Qualifikantin Jule Niemeier aus Dortmund als erste auf den roten Sand. Gegen die Tschechin Kristyna Pliskova war für die 19-Jährige dann aber schon am Vormittag das Turnier beendet, sie unterlag mit 1:6 und 3:6.

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Zwischen Freude und Frust: Nur eine Deutsche im WTA-Viertelfinale

Es läuft bei Anna-Lena Friedsam. Als einzige Deutsche zieht sie ins Viertelfinale des WTA-Turniers ein. Andrea Petković hat sie mit 6:3 und 6:1 im Eiltempo hinter sich gelassen. Sabine Lisicki sucht derzeit weiter nach ihrer Form. Sie war schon in Runde eins draußen.


Lisicki weiter im Formtief

Kurz darauf war Sabine Lisicki an der Reihe, Die Troisdorferin mit Hauptwohnsitz in den USA nahm ihre am Dienstag abgebrochenen Partie gegen die Australierin Ajla Tomljanovic beim Stand von 2:6 und 1:2 wieder auf. Aber auch für die Wimbledon-Finalistin von 2013 nahm der Mittwoch kein erfreuliches Ende. Das Match ging nach einer Stunde und 14 Minuten an die Gegnerin aus Down Under. „Natürlich überwiegt die Enttäuschung“, bilanzierte Lisicki, die eine ordentliche Leistung gezeigt hatte, aber auch nicht vom Glück begünstigt war. „Manche Bälle gingen immer ein zwei Zentimeter ins Aus, wenn es läuft, landen die im Feld“, so die 29-Jährige. Nach zahlreichen Verletzungen sucht sie noch nach ihrer Form, fast zweieinhalb Jahre konnte sie gar nicht spielen. Aufhören war aber nie eine Option. „Ich habe die Leidenschaft, sonst wäre ich nicht hier. So lange ich die habe, werde ich kämpfen“.

Genau das musste auch Mona Barthel, aber wie Niemeier und Lisicki ohne Erfolg. Gegen die an Nummer eins gesetzte Kasachin Yulia Putinseva erwischte die Deutsche einen schlechten Start, lag schnell mit 0:3 zurück. Barthel wühlte sich dann aber in die Partie. „Ich bin immer besser ins Spiel gekommen“, sagte sie. Trotzdem ging der erste Durchgang mit 7:6 an ihre Kontrahentin. Das dadurch gewonnene Selbstbewusstsein wandelte Puntinseva im zweiten Satz in ein 6:1 um. „Wir hatten beide die Chance darauf, den ersten Satz zu gewinnen. Das war vielleicht der entscheidende Punkt“, mutmaßte Barthel.

Mit sicherem Aufschlag zum Sieg

Vervollständigt wurde der Tag, der im Zeichen der deutschen Spielerinnen stand, vom dem direkten Duell zwischen Anna-Lena Friedsam und Andrea Petkovic. Letztere begann das Treffen leicht favorisiert, konnte es aber nicht für sich entscheiden. „Es ist relativ simpel, sie hat sehr gut aufgeschlagen, ich nicht“, bilanzierte Petkovic, die am Donnerstag zu den French Open nach Paris reisen wird. Sie selbst machte zu viele Doppelfehler. „Ich habe es nicht geschafft, dass sie Stress spürt“, beurteilte Petkovic ihr Spiel. Friedsam beeindruckte mit einer Quote von 88 Prozent beim ersten Aufschlag über die gesamte Begegnung hinweg, dazu schlug sie sieben Asse. Im Viertelfinale wird sie sich nun als nächste mit Putinseva (Beginn nicht vor 13 Uhr) messen.

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Florian Jennemann

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