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Zuckerpass und Maßflanke: Tillman dreht beim Kleeblatt auf

Der Youngster lässt gegen Bielefeld sein Können aufblitzen - 17.02.2020 18:43 Uhr

Nach seiner Einwechslung konnte Timothy Tillman sich direkt empfehlen und die beiden Kleeblatt-Tore vorbereiten. © Sportfoto Zink / Melanie Zink


Timothy Tillman gab sich keine Mühe, seinen Gesichtsausdruck dem Ergebnis anzupassen. Er lächelte. Die Zähne blitzten, die Mundwinkel zeigten deutlich nach oben – was sie mit seiner Formkurve gemein hatten. Nach seiner Einwechslung sorgte der Mittelfeldspieler mit zwei Torvorlagen bei seinem Zweitligadebüt für einen Lichtblick.

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"Ich freue mich einfach, jetzt hier wieder auf dem Platz zu stehen und im Ronhof mein Debüt gegeben zu haben. Das darf man dann auch ein bisschen zeigen, auch wenn das Endresultat nicht das beste war", erklärte Tillman seine auffallend gute Laune. Er vergaß nicht zu erwähnen, dass ihn das Ergebnis schon auch drückte: "In erster Linie geht es immer um die Mannschaft. Wir haben es leider nicht geschafft, unser Spiel komplett durchzuziehen. Unsere paar Fehler hat Bielefeld gnadenlos bestraft."

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In Fürth ist man darum bemüht, dem Talent zum Durchbruch im Profifußball zu verhelfen. Glaubt man dem Geschäftsführer Sport, Rachid Azzouzi, dann zündet der ehemalige Junioren-Nationalspieler die finale Entwicklungsstufe nun beim Zweitligisten. Tillman ist schon viel rumgekommen: Vom ASV Zirndorf über den SC Feucht schloss er sich 2009 der Fürther Jugend an. Mit 16 Jahren wechselte er im Sommer 2015 zum FC Bayern II, debütierte eineinhalb Jahre später in der Regionalliga Bayern. In der Saison 2017/18 kam er dann auf Leihbasis beim 1. FC Nürnberg zu sechs Bundesligaeinsätzen. "Er war in seinem letzten halben Jahr beim Club schon auf einem guten Weg und hat es gar nicht so schlecht gemacht", erinnerte Azzouzi gerne an Tillmans Gastspiel beim Erzrivalen. Nach dem Bundesliga-Abstieg kehrte er im vergangenen Sommer nach München zurück, wo er sich aber im ersten Training einen Sydesmosebandriss zuzog.


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Azzouzi hatte Tillman jedoch nie aus den Augen verloren. Er holte ihn Anfang Januar für kleines Geld zurück, in der Hoffnung dabei zusehen zu können, wie aus einem Talent ein etablierter Profi wird. "Er hat sich im Training nach und nach gezeigt und stabilisiert. Die Minuten heute hat er sich verdient", lobte Trainer Stefan Leitl den Offensivspieler und bescheinigte ihm großes Potenzial: "Ich hoffe natürlich, dass er in den nächsten Wochen und Monaten das auch noch abruft." Gute Laune kann dabei nicht schaden und auf dem Boden wird der 21-Jährige trotz seines guten Debüts auch bleiben: "Wir brauchen jetzt sicher kein Lasso, um ihn einzufangen", sagte Leitl.

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Stefan Jablonka

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