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Zukunft beim Kleeblatt? Gugganig sendet klare Signale

Der Verteidiger kann sich einen Verbleib in Fürth durchaus vorstellen - 21.11.2018 15:42 Uhr

Lukas Gugganig will auch in Zukunft weitere Treffer in Fürth bejubeln. © Sportfoto Zink / MeZi


Die Nationalmannschaft Österreichs macht es derzeit gut, sie hat die Klasse in der Nations League gehalten. Da das den Deutschen nicht gelungen ist, kann es in Gruppe B bald zum Aufeinandertreffen mit den Alpenkickern kommen. Unwahrscheinlich ist, dass Lukas Gugganig, der Kärntner im Kader der Spielvereinigung, dann die rot-weiß-rote Fahne aus dem Fenster hängt.

Gespräche bis Weihnachten

"Ich verfolge schon die Spiele, aber ich fiebere nicht so mit, als ob es meine eigene Mannschaft wäre. Eine Österreich-Fahne habe ich auch nicht", sagt er ein wenig amüsiert über die Vorstellung, er wäre ein patriotischer Schlachtenbummler. Damit dürfte er in seinem Bundesland mit Blick auf die Erfolge der Konservativen und Rechten bei der vergangenen Nationalratswahl eher ein kosmopolitischer Exot sein.

Und vielleicht ist der 23-Jährige ja sogar ganz gerne im Ausland, vielleicht sogar ganz gerne in Fürth? Auf Nachfrage lässt er die Katze aus dem Sack: Ja, er habe durchaus Ambitionen, seinen im Sommer auslaufenden Vertrag zu verlängern. "Ich glaube, bis Weihnachten werden wir da auch gesprochen haben. Ich bin offen dafür, hier zu bleiben."

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Das ist umso verwunderlicher, als dass es im Sommer Gerüchte gab, dass er nach der schwierigen Vorsaison nicht ganz glücklich darüber war, dass Fürths Sportgeschäftsführer Rachid Azzouzi die vereinsseitige Option auf ein weiteres Vertragsjahr zog. Und wenige Wochen später setzte er ihm mit Yosuke Ideguchi einen japanischen Nationalspieler auf seiner Sechser-Position vor die Nase.

"Mir geht es hier gut"

Nach 13 Spieltagen aber sieht es so aus: Ideguchi hat sich nach nur vier Einsätzen das Kreuzband gerissen und kehrt erst nächste Woche von der Reha aus Japan nach Fürth zurück. Ziel ist, dass er zur Wintervorbereitung wieder mit der Mannschaft trainiert. Seine Absenz hat Gugganig genutzt – als Stammspieler mit zwölf Einsätzen und zwei Toren. Per Kopf wohlgemerkt, was noch in seiner ersten Saison in Fürth, 2016/17, undenkbar schien. Doch dank des Kopfballpendels und einiger guter Ratschläge von drei verschiedenen Trainern darf er nun selbstbewusst sagen: "Tore sind nicht mein Hauptgebiet, aber ich habe mich natürlich gefreut, dass es zwei Kopfballtore nach offensiven Standards waren. Dafür bin ich da, dass ich da gefährlich bin."

Und wer hätte das gedacht, dass der früher fast schüchtern wirkende Gugganig nun immer öfter nach den Spielen in der Interviewzone auftaucht. "Ich sage schon gerne meine Meinung und übernehme gerne Verantwortung", erklärt er und erinnert daran, dass er bereits einmal Kapitän des FC Liefering in Österreich war, "aber ich muss jetzt nicht nach jedem Spiel etwas sagen." Aber in jedem Spiel auf dem Platz stehen, auch über diese Saison hinaus – das will er schon. "Mir geht es hier gut, die Leute vertrauen mir, ich spiele viel", sagt er in Richtung Azzouzi, "ich muss nicht unbedingt weg von hier."

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Martin Schano

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