Zurück beim FCN: Youngster Rhein will sich festbeißen

26.8.2020, 15:47 Uhr
Simon Rhein will beim Club den Konkurrenzkampf annehmen

Simon Rhein will beim Club den Konkurrenzkampf annehmen © Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr

Seine erste Saison bei der Profi-Mannschaft des 1. FC Nürnberg war nicht gerade von Glück gezeichnet. Im November 2018 schaffte Simon Rhein den Sprung von den Club-Amateuren in die erste Mannschaft und wurde immer wieder - wenn auch meist recht spät - eingewechselt. Nach fünf Spielen ohne Einsatz war es dann endlich soweit: Rhein durfte von Beginn an ran, auf der Doppelsechs neben Hanno Behrens, in Hannover. Lange stand der zu dem Zeitpunkt noch 20-Jährige aber nicht auf dem Platz.

In der 11. Minute kam er in einem Zweikampf mit Julian Korb deutlich zu spät und traf den Hannoveraner am Bein. Schiedsrichter Tobias Welz zog Rot, Rhein musste runter, der Club etwa 80 Minuten in Unterzahl weiterspielen. Das tat doppelt weh, denn das DFB-Sportgericht fällte nicht nur ein sehr hartes Urteil und sperrte den Youngster für drei Partien, die 0:2-Niederlage in Hannover sorgte auch dafür, dass der Club in der Bundesligatabelle wieder die Rote Laterne übernehmen musste. Doch für Rhein tat die Situation noch auf einer dritten Ebene weh: Im Anschluss an seine Sperre fand er nicht mehr zurück und kam entweder wieder in der zweiten Mannschaft zum Einsatz oder blieb bei den Profis über 90 Minuten auf der Bank.

Spaß und Spielpraxis

Bei den Würzburger Kickers, an die er für die Folgesaison verliehen wurde, um "möglichst viel auf gutem Niveau zu spielen, sich viel Selbstvertrauen zu holen", lief es dann allerdings besser - viel besser. "Das war eine super Truppe, die es mir sehr leicht gemacht hat, mich dort zurechtzufinden. Ich konnte mich dort als junger Spieler gut weiterentwickeln. Es hat jede Menge Spaß gemacht", berichtet der Youngster auf der vereinseigenen Homepage des FCN.

Rhein schaffte es dort schnell zum Stammspieler, sammelte sieben Scorerpunkte und fehlte nur zwei Spiele verletzungsbedingt. "Das Jahr lief ganz gut für mich", fasst es der inzwischen 22-Jährige auf fcn.de zusammen. Aber nicht nur für ihn allein war die Saison 2019/20 eine gute, auch die Unterfranken können auf eine glänzende Spielzeit zurückblicken, an deren Ende sie den Aufstieg in die 2. Bundesliga feierten. "Das hatte man am Anfang natürlich nicht unbedingt im Kopf, dass das möglich ist", zeigt Rhein sich fast ungläubig.

Weiterentwickeln und Einsätze sammeln

Inzwischen ist der Sechser aber wieder in Nürnberg und bereitet sich im Trainingslager mit dem Rest der Mannschaft auf die neue Saison vor. "Mein Ziel ist, mich hier weiter zu entwickeln, mich festzubeißen, den Konkurrenzkampf anzunehmen und so viele Einsätze wie möglich zu sammeln", formuliert Rhein seine persönlichen Erwartungen. Über das Wiedersehen mit den alten Kollegen hat der Youngster sich besonders gefreut, wobei er auch seine Würzburger Mitspieler bald wieder treffen wird - wenn auch als Gegner auf dem Rasen. Aber ihn haben auch neue Gesichter am Valznerweiher erwartet, allen voran natürlich Trainer Robert Klauß und sein Team. "Es ist ein sehr interessantes, junges, dynamisches Trainerteam mit klaren Vorstellungen und Zielen", findet Rhein.

Spielpraxis und Selbstbewusstsein hat der 22-Jährige in seinem Jahr in Würzburg also ausreichend gesammelt, da bleibt nur zu hoffen, dass er seinen Lauf fortsetzen kann und er diesmal mehr Glück in Nürnberg hat. Und natürlich, "dass wir eine bessere Saison spielen als die letzte".

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