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Zwei Scouts für den Club: Palikuca stellt neue Spürnasen vor

Ein Engländer und ein Trainer-Sohn suchen in Zukunft neue Spieler - 06.05.2019 16:04 Uhr

Die Neuen beim Club: Florian Meier (links) und Kevin Cruickshank (rechts) sind zukünftig für das Scouting zuständig. © 1. FC Nürnberg


Ein Arbeitstag von Robert Palikuca beginnt früh. Sehr früh sogar. "Im Fußball gibt es keine Uhrzeiten", erklärte der neue Sportvorstand der Rot-Schwarzen unlängst den Nürnberger Nachrichten. Im Morgengrauen, um 6.30 Uhr, hatte der Deutsch-Kroate da schon mit einem Vorstandkollegen aus der Bundesliga telefoniert. Das verriet Palikuca selbst. Und wollte mit Blick auf die recht außergewöhnliche Anrufzeit so auch gar nichts Ungewöhnliches daran finden.

Dass sich der neue Frontmann des FCN, der bei Frankens Traum-und-Traumata-Club seit gerade einmal drei Wochen im Amt ist, in Windeseile anschickt, den FCN neben der von ihm verantwortenden Kaderplanung für die kommende Erst-wahrscheinlicher-aber Zweitliga-Saison auch in seinen sportlichen Führungsstrukturen zu verändern, bringt erste Ergebnisse.

Böller der Woche, Folge 24: Herzlich willkommen, Robert Palikuca

Und ist ein weiterer Hinweis darauf, dass Palikuca trotz aller branchentypisch zur Schau gestellten Umtriebigkeit und seiner langjährigen Erfahrung als Düsseldorfer Scout und Kaderschmied seine Rolle als Frontmann beim FCN nicht als Alleinunterhalter, sondern - im Einklang mit dem Aufsichtsrat - als Teamplayer interpretiert.

"Breiter aufstellen", "mehr Kompetenz in die sportliche Führung holen". Diesem vom Kontrollgremium und von Palikuca, der den Club in der nächsten Spielzeit dem Nürnberger Selbstverständnis entsprechend wohl als Aufstiegsanwärter orchestrieren muss, gestellten Auftrag, kommt man beim FCN unter der Regie des 40-Jährigen jetzt erstmals nach - und holt sich am Valznerweiher zwei neue Scouts an Bord.

Kevin Cruickshank ist der erste der beiden neuen Club-Fahnder, die sich auf der Suche nach neuen Nürnberger Hoffnungsträgern den deutschen und den internationalen Markt in leitender Funktion aufteilen werden. Cruickshank ist Engländer, 43 Jahre alt und bislang vermutlich nur Kennern des britischen Fußballs im Allgemeinen und von Stoke City im Besonderen ein Begriff. Cruickshank soll beim Club den Blick über die fußballdeutschen Grenzen hinaus Ausschau nach guten Spielern halten. "Nach zehn Jahren im englischen Profifußball, neun davon in der Premier League, bin ich sehr gespannt auf ein neues Fußball-Umfeld. Der Club ist ein großer Verein und ich werde mithelfen, dass wir ihn gemeinsam in der Bundesliga etablieren", so Cruickshank.

Meier als zweite neue Spürnase

Auch wenn der bisherige Stoke-Chefscout, der die letzten sechs Jahre für den Verein die Augen aufsperrte, der trotz Eric-Maxim Choupo Moting im letzten Sommer aus der Premier League abstieg, auch als Bundesliga-Experte gilt, bekommt er Unterstützung durch einen weiteren Talent-und-Spielersucher. Florian Meier, der 36-Jahre jung und der Sohn von Trainerfuchs Norbert Meier ist, graste den Markt bislang als Chefscout von Darmstadt 98 ab.

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Robert Palikuca, dieser Name zog sich seit mehreren Tagen durch die regionale und bundesweite Medienlandschaft. Am Montag präsentierte sich der 40-Jährige erstmals bei seinem neuen Arbeitgeber, dem 1. FC Nürnberg, und spricht über Ziele, Neuzugänge und die Trainerfrage.


Bereits unter seinem Vater, der einst die Lilien von Bank und Seitenauslinie aus betreute, brachte sich Meier-Junior am Böllenfalltor als Spieler-Jäger ein. Und durfte auch bleiben, als der erfahrene Coach seinen Dienst in Südhessen quittieren musste. Meier, der in der Szene als gut vernetzt gilt und erstmals vom kicker als potenzieller Neu-Nürnberger genannt wurde, streckt seine Spürnase fortan für den Club in den Wind. 

Dem neuen Duo zur Seite stehen wird außerdem Andre Martek, der aber bereits seit 2012 im Verein ist. Gemeinsam mit Oscar Cuquejo und Dieter Nüssing wird sich der 26-Jährige schwerpunktmäßig um das nationale Scouting kümmern, um Toptalente bereits frühzeitig für das Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) zu verpflichten.

apö/tso E-Mail

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