Zwischen Wunder und Stromausfall: So liefen die letzten elf Super Bowls!

18.1.2021, 14:26 Uhr
Ein Duell der Giganten wartete am 6. Februar 2011 im Cowboys Stadium in Arlington, Texas auf die Football-Fans: Die Green Bay Packers kamen als sechstplatziertes Team in der NFC bis in den Super Bowl, wären gegen die Pittsburgh Steelers (Nummer zwei in der AFC) also auf dem Papier der Underdog gewesen. Doch mit starken Leistungen in den Playoffs spielte sich das Team um Star-Quarterback Aaron Rodgers in die Favoritenrolle und ließ auch im ersten Viertel nichts anbrennen. Erst als
1 / 11
Super Bowl XLV (45): Packers 31 - Steelers 25

Ein Duell der Giganten wartete am 6. Februar 2011 im Cowboys Stadium in Arlington, Texas auf die Football-Fans: Die Green Bay Packers kamen als sechstplatziertes Team in der NFC bis in den Super Bowl, wären gegen die Pittsburgh Steelers (Nummer zwei in der AFC) also auf dem Papier der Underdog gewesen. Doch mit starken Leistungen in den Playoffs spielte sich das Team um Star-Quarterback Aaron Rodgers in die Favoritenrolle und ließ auch im ersten Viertel nichts anbrennen. Erst als "Big Ben" Roethlisberger und die Offensive der Steelers in Rollen kam, entwickelte sich eine Schlacht zwischen zwei defensivstarken Teams. Pittsburgh war in der Schlussphase wieder nah dran und erhielt mit etwas mehr als zwei Minuten auf der Uhr und einem Sechs-Punkte-Rückstand wieder den Ball - doch die Packers-Defense um Clay Matthews, A. J. Hawk und  B. J. Raji hielt Stand und verteidigte die Führung. Die Lombardi-Trophy kam also nach Hause und bescherte den Packers den vierten Super-Bowl-Sieg und die insgesamt 13. NFL-Meisterschaft. © Timothy A. Clary/AFP

Super Bowl XLVI war die Neuauflage des Endspiels von 2008, als die New York Giants den New England Patriots die
2 / 11
Super Bowl XLVI (46): Giants 21 - Patriots 17

Super Bowl XLVI war die Neuauflage des Endspiels von 2008, als die New York Giants den New England Patriots die "perfekte Saison" mit 19 Siegen in 19 Spielen versauten. Entsprechend heiß war das Team von Bill Belichick und Tom Brady, sich an den Giants zu rächen - doch auch am 5. Februar 2012 bewiesen die Giants im Lucas Oil Stadium von Indianapolis, dass sie eine Art Kryptonit für das Erfolgsrezept der Patriots sind. Mit einer bärenstarken Defensivleistung in der zweiten Hälfte gelang es dem von Tom Coughlin trainierten Team, in Schlagdistanz zu bleiben. In der letzten Minute des Spiels warf New-York-Quarterback Eli Manning den entscheidenden Pass auf Ahmad Bradshaw, die Giants gingen in Führung - und verteidigten diese bis zum Ende. Für die Giants war es der vierte Super Bowl der Teamgeschichte. © Steven C. Mitchell/dpa

Eigentlich war es eine klare Sache am 3. Februar 2013: Im Super Bowl XLVII waren die Baltimore Ravens den San Francisco 49ers eigentlich klar überlegen und führten zu Beginn der zweiten Halbzeit klar mit 28:6. Dann aber fiel plötzlich das Licht im Mercedes-Benz-Superdome von New Orleans aus, die Ravens verloren den Schwung und San Francisco nutzte die Pause, um sich zu sammeln. Kaum waren die Lichter wieder an, drehte das Team um Colin Kaepernick auf und kam bis auf zwei Punkte ran - ehe Baltimore mit cleverem Zeitmanagement von Coach John Harbaugh und Quarterback Joe Flacco die Zeit von der Uhr nahm und den Vorsprung verteidigte.
3 / 11
Super Bowl XLVII (47): Ravens 34 - 49ers 31

Eigentlich war es eine klare Sache am 3. Februar 2013: Im Super Bowl XLVII waren die Baltimore Ravens den San Francisco 49ers eigentlich klar überlegen und führten zu Beginn der zweiten Halbzeit klar mit 28:6. Dann aber fiel plötzlich das Licht im Mercedes-Benz-Superdome von New Orleans aus, die Ravens verloren den Schwung und San Francisco nutzte die Pause, um sich zu sammeln. Kaum waren die Lichter wieder an, drehte das Team um Colin Kaepernick auf und kam bis auf zwei Punkte ran - ehe Baltimore mit cleverem Zeitmanagement von Coach John Harbaugh und Quarterback Joe Flacco die Zeit von der Uhr nahm und den Vorsprung verteidigte. © Andy Lyons/AFP

Es war eine Machtdemonstration der Seattle Seahawks, die am 2. Februar 2014 den Super Bowl XLVIII prägte: Das Team von Coach Pete Carroll war nicht nur in der Offensive dank Russell Wilson und Marshawn Lynch unaufhaltsam, sondern auch in der Defensive - zu dieser Zeit auch
4 / 11
Super Bowl XLVIII (48): Seahawks 43 - Broncos 8

Es war eine Machtdemonstration der Seattle Seahawks, die am 2. Februar 2014 den Super Bowl XLVIII prägte: Das Team von Coach Pete Carroll war nicht nur in der Offensive dank Russell Wilson und Marshawn Lynch unaufhaltsam, sondern auch in der Defensive - zu dieser Zeit auch "Legion of Boom" genannt - deutlich stärker als die Denver Broncos, die an jenem Abend in New Jersey ihr Kontrahent waren. Mit einer 22:0-Führung ging es in die Pause, am Ende stand ein klarer 43:8-Sieg, der keinen Zweifel ließ, wer diesen Meistertitel verdient hatte. © Tannen Maury/dpa

Nur ein Jahr später standen erneut die Seattle Seahawks im Endspiel, diesmal aber gegen die New England Patriots. In einer hart umkämpften Partie am 1. Februar 2015 spielte sich Seattle eine Zehn-Punkte-Führung für das letzte Viertel heraus, doch die Patriots wären nicht die Patriots, wenn sie darauf keine Antwort gehabt hätten. Tom Brady führte die Aufholjagd an, brachte New England wieder in Front - doch den letzten Ballbesitz hatten die Seahawks. Zum entscheidenden Faktor des Spiels avancierte dann Patriots-Rookie Malcolm Butler, der einen Pass von Seahawks-Quarterback Russell Wilson abfing und den vierten Super-Bowl-Titel für das Team aus Massachusetts besiegelte.
5 / 11
Super Bowl XLIX (49): Patriots 28 - Seahawks 24

Nur ein Jahr später standen erneut die Seattle Seahawks im Endspiel, diesmal aber gegen die New England Patriots. In einer hart umkämpften Partie am 1. Februar 2015 spielte sich Seattle eine Zehn-Punkte-Führung für das letzte Viertel heraus, doch die Patriots wären nicht die Patriots, wenn sie darauf keine Antwort gehabt hätten. Tom Brady führte die Aufholjagd an, brachte New England wieder in Front - doch den letzten Ballbesitz hatten die Seahawks. Zum entscheidenden Faktor des Spiels avancierte dann Patriots-Rookie Malcolm Butler, der einen Pass von Seahawks-Quarterback Russell Wilson abfing und den vierten Super-Bowl-Titel für das Team aus Massachusetts besiegelte. © Christian Petersen/AFP

Es war der letzte große Auftritt von Peyton Manning. Am 7. Februar 2016 traf der legendäre Quarterback mit seinen Denver Broncos auf die Carolina Panthers. Dank einer dominanten Defensivleistung, bei der allen voran Broncos-Linebacker Von Miller überzeugte, fuhr Denver einen relativ ungefährdeten 24:10-Sieg ein - Manning zog mit seinem Bruder Eli gleich und holte in Santa Clara seinen zweiten Super Bowl, ehe er die Schuhe an den Nagel hing und seine eindrucksvolle Karriere beendete.
6 / 11
Super Bowl 50: Broncos 24 - Panthers 10

Es war der letzte große Auftritt von Peyton Manning. Am 7. Februar 2016 traf der legendäre Quarterback mit seinen Denver Broncos auf die Carolina Panthers. Dank einer dominanten Defensivleistung, bei der allen voran Broncos-Linebacker Von Miller überzeugte, fuhr Denver einen relativ ungefährdeten 24:10-Sieg ein - Manning zog mit seinem Bruder Eli gleich und holte in Santa Clara seinen zweiten Super Bowl, ehe er die Schuhe an den Nagel hing und seine eindrucksvolle Karriere beendete. © Patrick Smith/AFP

Und wieder einmal Tom Brady: Am 5. Februar 2017 holte der Dauerbrenner-Quarterback seinen fünften Super Bowl. Eigentlich war es im NRG Stadium von Houston schon aussichtslos aus Sicht der Patriots, drei Minuten vor Ende des dritten Viertels lag Atlanta fast schon uneinholbar mit 28:3 vorne. Aber eben nur fast, denn dann folgte ein schlechtes Zeitmanagement Atlantas, ein wieder einmal glänzend aufgelegter Brady und die größte Aufholjagd in der Super-Bowl-Geschichte. Mit 28:28 ging es erstmals bei einem Super Bowl in die Verlängerung, die Patriots gewannen den Münzwurf und nutzten gleich den ersten Ballbesitz für den Sieg.
7 / 11
Super Bowl LI (51): Patriots 34 - Falcons 28

Und wieder einmal Tom Brady: Am 5. Februar 2017 holte der Dauerbrenner-Quarterback seinen fünften Super Bowl. Eigentlich war es im NRG Stadium von Houston schon aussichtslos aus Sicht der Patriots, drei Minuten vor Ende des dritten Viertels lag Atlanta fast schon uneinholbar mit 28:3 vorne. Aber eben nur fast, denn dann folgte ein schlechtes Zeitmanagement Atlantas, ein wieder einmal glänzend aufgelegter Brady und die größte Aufholjagd in der Super-Bowl-Geschichte. Mit 28:28 ging es erstmals bei einem Super Bowl in die Verlängerung, die Patriots gewannen den Münzwurf und nutzten gleich den ersten Ballbesitz für den Sieg. © Timothy A. Clary/AFP

Sie waren favorisiert und erneut sah alles danach aus, als könnten die New England Patriots erneut ihre Vormachtstellung deutlich machen. Gegen die Philadelphia Eagles, den absoluten Underdog, war New England klar favorisiert. Den Eagles war zuvor Quarterback Carson Wentz verletzungsbedingt ausgefallen, sein Ersatzmann Nick Foles wurde ins kalte Wasser geworfen - und lernte schneller schwimmen als ein Otter im kalifornischen Zoo. Am 4. Februar 2018 schrieb Foles Geschichte, weil es ihm gelang, die New England Patriots in einen Shootout zu involvieren. Brady war dem an diesem Abend in Minneapolis nicht gewachsen und vergab in der Crunchtime die Chance, den sechsten Ring zu holen. Die Eagles feierten damit ihren ersten Super-Bowl-Sieg und ihre zweite NFL-Meisterschaft in einem denkwürdigen Spiel, das Rekorde brach. Beispielsweise die meisten überbrückten Yards in einem Super Bowl (1151 Yards) und die meisten Punkte, die das verlierende Team je in einem Super Bowl erzielte.
8 / 11
Super Bowl LII (52): Eagles 41 - Patriots 33

Sie waren favorisiert und erneut sah alles danach aus, als könnten die New England Patriots erneut ihre Vormachtstellung deutlich machen. Gegen die Philadelphia Eagles, den absoluten Underdog, war New England klar favorisiert. Den Eagles war zuvor Quarterback Carson Wentz verletzungsbedingt ausgefallen, sein Ersatzmann Nick Foles wurde ins kalte Wasser geworfen - und lernte schneller schwimmen als ein Otter im kalifornischen Zoo. Am 4. Februar 2018 schrieb Foles Geschichte, weil es ihm gelang, die New England Patriots in einen Shootout zu involvieren. Brady war dem an diesem Abend in Minneapolis nicht gewachsen und vergab in der Crunchtime die Chance, den sechsten Ring zu holen. Die Eagles feierten damit ihren ersten Super-Bowl-Sieg und ihre zweite NFL-Meisterschaft in einem denkwürdigen Spiel, das Rekorde brach. Beispielsweise die meisten überbrückten Yards in einem Super Bowl (1151 Yards) und die meisten Punkte, die das verlierende Team je in einem Super Bowl erzielte. © Timothy A. Clary/AFP

Wieder einmal standen die New England Patriots mit Quarterback Brady und Headcoach Belichick im Super Bowl. Überraschender dagegen war der zweite Finalteilnehmer: Die Los Angeles Rams. Mit dem jüngsten Trainer der Liga, Sean McVay, und einem ebenfalls jungen Quarterback, Jared Goff, waren sie die Underdogs. Leider gab es während Super Bowl LIII kaum Überraschungen, bis zum letzten Viertel war kein einziger Touchdown gefallen. Das Spiel, das als einer der unspektakulärsten Super Bowls in die Geschichte einging, endete dank eines späten Touchdowns von Patriots-Runningback Sony Michel mit einem Sieg für New England. McVay gab anschließend zu, dass er
9 / 11
Super Bowl Llll (53): LA Rams 3 - Patriots 13

Wieder einmal standen die New England Patriots mit Quarterback Brady und Headcoach Belichick im Super Bowl. Überraschender dagegen war der zweite Finalteilnehmer: Die Los Angeles Rams. Mit dem jüngsten Trainer der Liga, Sean McVay, und einem ebenfalls jungen Quarterback, Jared Goff, waren sie die Underdogs. Leider gab es während Super Bowl LIII kaum Überraschungen, bis zum letzten Viertel war kein einziger Touchdown gefallen. Das Spiel, das als einer der unspektakulärsten Super Bowls in die Geschichte einging, endete dank eines späten Touchdowns von Patriots-Runningback Sony Michel mit einem Sieg für New England. McVay gab anschließend zu, dass er "ausgecoached" wurde und auch Brady konnte keine Bestleistung abrufen. © HARRY HOW, AFP

Für die Region war es ein ganz besonderes Spiel: Mit Mark Nzeocha stand ein gebürtiger Franke beim Super Bowl LIV auf dem Feld. Mit den San Francisco 49ers ging es für Nzeocha gegen die Kansas City Chiefs um Superstar Patrick Mahomes. Drei Viertel lang zeigte das Team aus Kalifornien eine starke Leistung und ging mit einer 20:10-Führung in den Schlussabschnitt - in dem Mahomes, Kelce und Co. plötzlich richtig aufdrehten. Mit einer dominanten Schlussdefensive und zwei schnellen Touchdowns drehte Kansas City die Partie und gewann zum zweiten Mal den Titel. Nzeocha ging aber nicht ganz leer aus: Immerhin durfte sich der Linebacker ins Goldene Buch von Rothenburg eintragen. 
10 / 11
Super Bowl LIV (54): Chiefs 31 - 49ers 20

Für die Region war es ein ganz besonderes Spiel: Mit Mark Nzeocha stand ein gebürtiger Franke beim Super Bowl LIV auf dem Feld. Mit den San Francisco 49ers ging es für Nzeocha gegen die Kansas City Chiefs um Superstar Patrick Mahomes. Drei Viertel lang zeigte das Team aus Kalifornien eine starke Leistung und ging mit einer 20:10-Führung in den Schlussabschnitt - in dem Mahomes, Kelce und Co. plötzlich richtig aufdrehten. Mit einer dominanten Schlussdefensive und zwei schnellen Touchdowns drehte Kansas City die Partie und gewann zum zweiten Mal den Titel. Nzeocha ging aber nicht ganz leer aus: Immerhin durfte sich der Linebacker ins Goldene Buch von Rothenburg eintragen.  © SAM GREENWOOD, AFP

Es musste wohl so kommen. Die Tampa Bay Buccaneers hatten ein Heimspiel gegen die Kansas City Chiefs und ließen sich die wohl einmalige Chance nicht entgehen. Im Duell zweier Quarterback-Generationen zeigte Altmeister Tom Brady seinem jungen Herausforderer Patrick Mahomes die Grenzen auf und reckte hinterher zum sieben Mal in seiner Karriere die Vince Lombardi Trophy in den Himmel.
11 / 11
Super Bowl LV: Tampa Bay Buccaneers 31 - Kansas City Chiefs 9

Es musste wohl so kommen. Die Tampa Bay Buccaneers hatten ein Heimspiel gegen die Kansas City Chiefs und ließen sich die wohl einmalige Chance nicht entgehen. Im Duell zweier Quarterback-Generationen zeigte Altmeister Tom Brady seinem jungen Herausforderer Patrick Mahomes die Grenzen auf und reckte hinterher zum sieben Mal in seiner Karriere die Vince Lombardi Trophy in den Himmel. © Ashley Landis, dpa