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Mittwoch, 17.07.2019

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Splash! Eine kleine Kunst- und Kulturgeschichte des Badens

Symbolbild

Samstag

13

Juli

15:00 - 18:00  Uhr

Kategorie: Ausstellungen

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klassische Kunstwerke, Ikonen der Popkultur und nostalgische Bademode.

Bis 29.09.2019

Badende, schwimmende oder sich am Wasser tummelnde Menschen – es gibt kaum einen bildenden Künstler der Vergangenheit oder Gegenwart, der sich nicht irgendwann im Laufe seiner Karriere mit diesem Thema befasst.
Gesellschaftsspiegel & Spannungsfeld:
Ob es sich um einen Holzschnitt des 15. Jahrhunderts oder eine Performance des 21. Jahrhunderts handelt, eine Sache bleibt doch gleich: Bilder von Badenden haben selten eine rein dokumentarische Funktion, vielmehr sind sie immer auch ein Spiegel gesellschaftlicher Verhältnisse und Vorstellungen. Das Spannungsfeld zwischen Intimität und Öffentlichkeit wird dabei stets aufs Neue ausgelotet: Was soll der Betrachter (nicht) sehen? Wie viel Nacktheit ist erlaubt? Wo liegt die Grenze zwischen Konvention und Provokation?:
Der fränkische Künstler Eitel Klein (1906–1990) wählt in seinem ca. 1965 entstandenen Bild „Im Heroldsberger Bad“ einen ungewöhnlichen Blickwinkel, der den Betrachter selbst zum Badenden macht, so nah und verlockend erscheint das nasse Vergnügen. Neben Badebildern, die sich wie Loriots berühmter Badewannensketch in das kollektive Gedächtnis eingeschrieben haben, werden in der Ausstellung auch Arbeiten folgender KünstlerInnen zu sehen sein: Paul Émile Chabas, Christoph Philipp Böhmländer, Hans Barthelmess, Erich Heckel, Fritz Griebel, Petra Krischke, Floris und Trang Le Ngoc.
Wir und das Wasser – eine wechselvolle Beziehung
Neben den künstlerischen Zugängen zum Thema bietet die Ausstellung auch Einblicke in die lange Geschichte der alltäglichen Badekultur. Anhand einiger Beispiele beleuchtet sie hier schlaglichtartig das wechselhafte Verhältnis von uns Menschen zum nassen Element. Ausgefallene Bademoden vergangener Zeiten ergänzen die Präsentation.
Baden vor Ort:
Auch die spannende Geschichte des rund 90 Jahre alten Schlossbades wird erzählt, das unter anderem während der Zeit des Nationalsozialismus als Judenbad diffamiert wurde. Zuletzt, 2018 wurde es zu einem der schönsten Freibäder ganz Deutschlands gewählt – nach dem Ausstellungsbesuch ist der Abstecher nach nebenan ins Bad also ein echtes Muss!

STÄTTE/VERANSTALTER:  Weißes Schloss

Adresse:

Kirchenweg 4

90562 Heroldsberg

Kontakt:

Infotelefon: 0911 / 23734260

E-Mail: mail@weisses-schloss-heroldsberg.de

Internet: www.kulturfreunde-heroldsberg.de

WEITERE TERMINE AM VERANSTALTUNGSORT

So, 28.07.19 15:00 Uhr - Museumsführung

Mo, 29.07.19 10:00 Uhr - Schneewittchen

So, 04.08.19 15:00 Uhr - Splash! Eine kleine Kunst- und Kulturgeschichte des Badens

So, 15.09.19 17:00 Uhr - Was Nero ausbaden musste und wo Präsident Ebert baden ging!

Fr, 27.09.19 18:00 Uhr - MärchenZeit: Bremer Stadtmusikanten

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