Montag, 24.02.2020

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Laufs Zimmermuseum

Symbolbild

Samstag

15

Februar

15:00 - 18:00  Uhr

Kategorie: Ausstellungen

mit Werken aus der Sammlung Appelt.

Eine Schatztruhe voll Kunst wird geöffnet

Teile des „Zimmermuseums“ werden in Hersbruck gezeigt.

Ein absolutes regionales Kleinod kommt nach Hersbruck, eines, das viele Hersbrucker noch gar nicht kennen: Laufs „Zimmermuseum“ mit Werken aus der Sammlung Appelt, die unter anderem über 1000 Kunstwerke zeitgenössischer Maler mit Schwerpunkt in der Region umfasst, wird von 6. Februar bis 24. April 2020 in Hersbrucker Kunstmuseum ausgestellt, oder – wie sich Kenner des kleinen Museums im Torwärterhäuschen am Spitaltor unschwer vorstellen können - zumindest Teile davon.

Platzprobleme sind dem rührigen Sammler Wilfried Appelt nur zu vertraut. Die vielen, vielen Kunstwerke, die er seit 1990 mit seiner inzwischen verstorbenen Frau Renate von angehenden und bereits etablierten Künstlern erworben hat, vor allem in der für ihn nahegelegenen Außenstelle der Akademie der Bildenden Künste im Laufer Wenzelschloss, fanden in der Wohnung der beiden Platz, in denen die regionale und aktuelle Kunst wirklich Rahmen an Rahmen hängt und sich den Platz mit Objekten, hsitorischen Rechenmaschinen und ganz normalem Mobiliar teilt. Die Acht-Zimmer-Wohnung in der Laufer Matthes-Villa (jetzt „Villa am Eck“) heißt seit 2003, als die Presse auf die Sammlung aufmerksam wurde, offiziell das „Zimmermuseum“. Über neue angemessene Räume mit mehr Platz wird in der Stadt Lauf und im „Kunstverein Lauf - Gesellschaft Zimmermuseum“ intensiv nachgedacht. Der Kunstverein, der sich im Frühjahr 2014 gegründet hat, hat die Verpflichtung übernommen, die Sammlung der Öffentlichkeit zu präsentieren und zugänglich zu machen.
Wilfried Appelt und seine Frau haben nicht beliebig, sondern mit einem sehr sicheren Gespür für Qualität gesammelt - und das ohne außergewöhnliche finanzielle Ressourcen. Der ehemalige Lehrer und seine Frau haben eben auf teure Urlaube verzichtet, um innerhalb eines Jahrzehnts die ungewöhnliche Sammlung aufzubauen, aus der sich nun Werke von Reiner Zitta, Hans-Peter Reuter, Peter Angermann, Eva von Platen, Philipp Moll, Fredder Wanoth, Cornelia Effner und vielen anderen in den Räumen des Kunstmuseums tummeln.

Ein sicherer Anzeiger für die Qualität des Zimmermuseum-Inhalts ist auch das anhaltende Engagement von Dr. Andrea Dippel, die die Nürnberger Kunstvilla im KunstKulturQuartier leitet. Sie sagte der Pegnitz-Zeitung bereits 2013: „Die Sammlung ist einzigartig in ihrer Zusammenstellung. Sie schließt eine Lücke in der Metropolregion.“ Andrea Dippel wird zur Eröffnung im Kunstmuseum in die Sammlung einführen.
Die Ensembles und Installationen erleben in der anders gearteten Raumsituation des Hersbrucker Kunstmuseums neue Bezüge. Gespannt darf man deswegen auf die Präsentation sein: um den Platzmangel auszugleichen, arrangiert Appelt mit dem Museumsteam Großfotografien des Zimmermuseums zusammen mit originalen Werken der Kunst und Technik. Denn auch einige Exemplare der zahlenmäßig in der Sammlung Appelt ebenso häufig wie die Kunstwerke vertretenen Rechenmaschinen haben ihren Platz im Kunstmuseum gefunden. Die Schemazeichnung eines der ersten Computer der Welt des Erfinders und Unternehmers Konrad Ernst Otto Zuse bietet die Appelt so wichtige Schnittstelle „zwischen Kunst und Technik“. Nicht nur ist das zart gezeichnete Blatt hoch ästhetisch, es zeigt auch die Anfänge einer Technik, die heute unseren Alltag maßgeblich bestimmt.
Maschinen, Malerei und die wandfüllenden Fotografien von Gerd Dollhopf bieten im Museum ein Panorama des Menschen inmitten seiner „Dinge“. Sogar ein kleines Werk von Joseph Beuys ist zu sehen, das Solotheaterstück „Der Hut von Beuys“ am 13. Februar im Museum.

WEITERE INFORMATIONEN ZU DIESER VERANSTALTUNG
STÄTTE/VERANSTALTER:  Kunstmuseum

Adresse:

Amberger Straße 2

91217 Hersbruck

Kontakt:

Infotelefon: 09151 / 4637

E-Mail: info@kunstmuseum-hersbruck.de

Internet: www.kunstmuseum-hersbruck.de

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