Donnerstag, 17.10.2019

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TSV 1860 Weißenburg startet gegen Ansbach/Eyb

Trainer Vierke und sein Team setzen weiter auf den Nachwuchs und wollen vorne mitspielen - 26.07.2019 07:10 Uhr

Teamfoto 2019: Der Kader des Bezirksligisten TSV 1860 Weißenburg mit einem Teil der Kreisliga-Spieler, dem Trainerstab und Spartenleiterin Alex Wagner-Hamm. © Foto: Uwe Mühling


Platz drei im Jahr 2018, Rang zwei im Jahr 2019 für den TSV 1860 Weißenburg. Die logische Fortsetzung für die neue Saison wäre Platz eins und der Titel in der Bezirksliga Süd im Jahr 2020. Doch ganz so einfach ist das nicht und der Fußball folgt eher selten solchen Serien. "Klar wollen wir gut abschneiden und unser Anspruch ist es, vorne mitzuspielen. Aber ob wir das hinbekommen, muss sich erst noch zeigen", drückt Trainer Markus Vierke ein wenig auf die Erwartungsbremse.

Er kann sich noch gut an die vergangene Saison erinnern, als er und sein Team ebenfalls mit großen Vorschusslorbeeren und Favorit gestartet waren. Dann allerdings legte der TSV einen schlechten Auftakt hin und musste sich nach vorne kämpfen. "Vieles hängt vom Start ab", unterstreicht Vierke mit Blick auf die ersten Partien gegen den ESV Ansbach/Eyb (28. Juli, daheim), den FC Wendelstein (2. August, auswärts) und den Vorjahresdritten TSG 08 Roth (10. August, zu Hause).

Markus Vierke, sein Co-Trainer Michael Seitz und die Mannschaft sehen sich aber gut gewappnet. "Wir hatten eine ordentliche Vorbereitung, die Jungs ziehen sehr gut mit, die Basis für die neue Saison ist gelegt", fasst der 37 Jahre alte Chefcoach zusammen. Vierke und Co. setzen weiterhin auf die eigenen Junioren. Mit Salvatore Greco-Cutturello, Philipp Meier und Daniel Hofrichter sind laut Trainer drei bisherige U19-Spieler bereits fix im Kader der "Ersten". Einziger externer Neuzugang ist Torhüter Dominik Rogner, der von der SG Nennslingen/Bergen zurückgekehrt ist.

"Viel Entwicklungspotenzial"

Generell haben die Kicker aus dem erfolgreichen TSV-Nachwuchs – die U23 (Kreisliga), die U19 (Landesliga) und die U17 (Bayernliga) sind jeweils aufgestiegen, die U15 hat in der Bayernliga den Klassenerhalt geschafft – laut Vierke "viel Entwicklungspotenzial". Manch andere Vereine haben nach seinen Worten finanziell vielleicht mehr Möglichkeiten. "Bei uns aber ist die Jugendarbeit der Trumpf im Ärmel", stellt der Trainer heraus und hofft zugleich auf die nötige Geduld für diesen "guten Weg".

Neben den jungen Spielern gibt es beim TSV 1860 natürlich auch zahlreiche erfahrene und gestandene Bezirksliga-Akteure mit Kapitän Markus Lehner an der Spitze. "Insgesamt", so Vierke, "haben wir uns zuletzt sehr gut entwickelt und haben auch eine sehr gute Relegation gespielt." Als Vizemeister der Bezirksliga Süd waren die "Rot-Weißen Bomber" in der Aufstiegsrunde zur Landesliga bekanntlich erst in der Verlängerung knapp am Nord-Zweiten FSV Stadeln gescheitert.

Ab sofort also ein neuer Anlauf, wobei Markus Vierke ein enges Rennen um die Spitzenplätze erwartet. "Ich glaube nicht, dass es wie in den letzten Jahren wieder eine alles überragende Mannschaft gibt. Es kann aber sicherlich Überraschungen geben", sagt der TSV-1860-Coach und hofft, dass seine Truppe vorne dabei ist, auch wenn er ein "schwierigeres Jahr" erwartet. Als Vorteil sieht Vierke die Reduzierung von 18 auf 16 Teams und damit vier Spieltage weniger: "Das ist super, denn hintenraus war die Belastung in den vergangenen Jahren einfach zu groß."

Bis auf die Pokalzeit im August (Weißenburg steigt im Achtelfinale ein) sind vorerst keine englischen Wochen im Spielplan vorgesehen. Das könnte dem TSV 1860 und gerade dessen jungen Kickern entgegenkommen. Markus Vierke freut sich jedenfalls auf die neue Spielzeit. Für ihn ist die Arbeit in seinem Heimatverein insgesamt "sehr angenehm". Gut wäre für die erfolgreiche Fußballabteilung des TSV 1860 aus seiner Sicht allerdings mehr Unterstützung durch Sponsoring.

Aktuell geht Vierke in seine dritte Saison bei den TSV-Sechzigern. Zuletzt hat er in Weißenburg – auch ohne hochkarätige Neuzugänge von außerhalb – ein echtes Spitzenteam geformt, das mit Favoriten-Status an den Start geht. Ob es nach den Plätzen drei und zwei nun im dritten Anlauf mit dem erhofften Sprung nach oben klappt, bleibt abzuwarten. Aller guten Dinge sind aber bekanntlich drei . . .

TSV 1860 Weißenburg, die letzten zehn Jahre

2018/19: Bezirksliga Süd 2. Platz

2017/18: Bezirksliga Süd 3. Platz

2016/17: Bezirksliga 2 (Süd) 8. Platz

2015/16: Bezirksliga 2 (Süd) 6. Platz

2014/15: Bezirksliga 2 (Süd) 7. Platz

2013/14: Kreisliga West (Jura) 1. Platz

2012/13: Kreisliga West (Jura) 4. Platz

2011/12: Bezirksliga 2 (Süd) 14. Platz

2010/11: Bezirksliga Süd 11. Platz

2009/10: Bezirksliga Süd 11. Platz

2008/09: Bezirksoberliga 15. Platz

2007/08: Bezirksoberliga 11. Platz

2006/07: Bezirksoberliga 6. Platz

2005/06: Bezirksliga Süd 2. Platz

UWE MÜHLING

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