Donnerstag, 12.12.2019

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U-Bahnausbau, neue Wohnungen und mehr Radwege

Bei einer Infoveranstaltung der SPD in Gebersdorf erläuterte Nürnbergs Baureferent die Veränderungen, die auf den Stadtteil zukommen - 21.11.2018 19:43 Uhr

Durch diese kahlen Betonröhren sollen die Züge der U 3 irgendwann einmal rollen: erst bis nach Großreuth, später weiter bis Gebersdorf. Nach derzeitigem Planungsstand fahren die U-Bahnen ab dem Jahr 2025 bis Gebersdorf. Bis dahin soll es am künftigen Bahnhof auch eine Park-and-ride-Anlage geben, um den Ausbau auch für Pendler attraktiv zu gestalten. F.: Roland Fengler


Der Baureferent der Stadt, Daniel Ulrich, stellte den rund 50 Gebersdorfern im Bürgertreff die Planungen zum U-Bahnbau der Linie U 3 bis Gebersdorf und zu weiteren Stadtentwicklungsprojekten vor.

Nachdem die Planfeststellung der U-Bahnverlängerung bis nach Gebersdorf inzwischen abgeschlossen ist, sollen bereits im nächsten Jahr die ersten Vorarbeiten beginnen. Fahren werden die ersten Züge im Jahr 2025. Bis dahin soll auch eine Park-and-ride-Anlage mit 400 bis 1000 Stellplätzen am künftigen U-Bahnhof realisiert werden. Die Gebersorfer SPD-Stadträtin Katja Strohhacker machte in diesem Zusammenhang auch darauf aufmerksam, dass die Busverbindungen mit der U-Bahnfertigstellung unbedingt neu geordnet und optimiert werden müssen.

Die Bebauung des ehemaligen Kohlenlagers an der Diebacher Straße soll mit etwa 250 Wohneinheiten parallel zur U-Bahn realisiert werden. Gemäß Stadtratsbeschluss werden an diesem Standort auch sozial geförderte Wohnungen entstehen. In einem "Gewerberiegel" soll zudem Platz für Betriebe und kleinere Geschäfte geschaffen werden. Spätestens 2024 rollen die Bagger an, so dass mit der U-Bahnfertigstellung direkt neue Wohnungen mit guter Nahverkehrsanbindung verfügbar sind.

Tendenziell dichtere Bebauung

Die tendenziell dichtere Bebauung dieses Areals sei notwendig angesichts der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt, betont Strohhacker. Wenn dort zudem barrierefreie Wohnungen mit Aufzügen geschaffen würden, könnten von dem Bauprojekt auch Senioren profitieren, die auf der Suche nach Wohnalternativen sind.

Eine der wenigen größeren Flächen, die in der Stadt noch für eine Bebauung zur Verfügung stehen, ist das Gebiet am Tiefen Feld. Bis 2024 sollen auch hier die notwendigen Voraussetzungen für eine Wohnbebauung geschaffen werden und auch hier ist die U-Bahnanbindung mit dem neuen Bahnhof Kleinreuth eine zentrale Voraussetzung für die weitere Entwicklung des Baugebietes.

Dort soll, wie berichtet, in den kommenden Jahren auch eines der dringend benötigten Gymnasien entstehen, neben Wohnungen für etwa 1500 bis 2000 Menschen. Zur Erschließung wird die Rothenburger Straße vierspurig ausgebaut.

Baureferent Daniel Ulrich stellte zudem die Planungen für künftige Radschnellwege vor. Überlegungen gäbe es für einen solchen Radschnellweg entlang der alten Bibertbahntrasse kommend aus dem Landkreis Fürth bis Gebersdorf. Dieser soll insgesamt vier Meter breit sein. Ulrich betonte, dass es dabei vor allem darum gehe, schnelle Verbindungen für Pendler zu schaffen. Gute Bedingungen für den Radverkehr zu realisieren, war auch eine Forderung der auf der Veranstaltung anwesenden Bürger.

Dass im Bereich des Radverkehrs und des ÖPNV noch einiges zu tun sei, griff Stadträtin Strohhacker auf und wies darauf hin, "dass das auch weiterhin eine Priorität der SPD-Fraktion im Rathaus bleibt". Für die diesjährigen Haushaltsberatungen des Stadtrats sei bereits eine Verdoppelung des Radwege-Etats erreicht worden, so Strohhacker.

STEFANIE TAUBE

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