CTZ-Chefin Yvonne Coulin im Podcast

Christkindlesmarkt-Absage: "Wir haben gedacht, wir hätten eine Chance"

Matthias Oberth
Matthias Oberth

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24.11.2021, 18:18 Uhr

"Die Hotels haben seit dem vergangenen Freitag bis zur 75 Prozent Stornierungen", schildert Yvonne Coulin die Lage nachdem der Christkindlesmarkt abgesagt wurde. Die Entscheidung schmerzt, aber "die Zahlen sprechen für sich", sagt sie mit Blick auf die vierte Welle, die Deutschland fest im Griff hat.

Warum wurde nicht früher reagiert? Diese Frage steht nach wie vor im Raum. Coulin verweist darauf, dass im vergangenen Jahr kaum Impfstoff zur Verfügung stand und die frühzeitigere Absage eine logische Konsequenz daraus war. "In diesem Jahr haben wir gedacht, dass es mit den Impfungen und einem entsprechenden Konzept eine Chance für die Durchführung gibt", erläutert sie Überlegungen der am Christkindlesmarkt beteiligten Ämter und Organisationen.

Coulin ist klar, dass es gerade für die Schausteller eine unglaublich schwierige Situation ist und die Absage zur Unzeit kam. "Mitbewerber" auf diesem Tourismus-Segment, wie beispielsweise Dresden, wurden genauso hart getroffen, was die Sache nicht besser macht, aber zumindest zeigt, dass Corona erneut deutschlandweit seine fatalen Auswirkungen hat, so die CTZ-Chefin.

Der Christkindlesmarkt ist ein wichtiger und vor allem symbolträchtiger Pfeiler des Nürnberger Tourismus-Angebots. Sorgen bereitet Yvonne Coulin aber auch der Geschäftsbereich der Kongresse, Tagungen und Messen. "Nürnberg ist eine Tagungs- und Messe-Destination", betont Coulin. Mit Blick auf das Frühjahr hofft sie nun auf baldige, klare Signale aus der Politik, damit es für eine Spielwarenmesse oder eine Biofach Planungssicherheit gibt.

Eine Reisewarnung für Deutschland, wie sie gerade von den USA ausgegeben wurde, die hohen Inzidenzzahlen und die FFP2-Maskenpflicht seien aber alles Faktoren, die einem "Restart" in diesem Bereich derzeit im Wege stünden. Doch hören Sie selbst....

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