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Vor zehn Jahren: Aufstieg der VfL-Baskets

Treuchtlinger Korbjäger schafften 2010 den Sprung in die 1. Regionalliga Südost und blieben oben - 18.05.2020 15:45 Uhr

Einheit von Mannschaft und Fans: Das galt schon vor zehn Jahren, als die VfL-Baskets im Frühjahr 2010 den Aufstieg in die 1. Regionalliga Südost feierten – damals noch mit dem legendären VfL-Bunny als Maskottchen. Direkt dahinter ist der langjährige Erfolgstrainer Stephan Harlander zu sehen, vorne liegend Topscorer Stefan Schmoll, der ebenso wie Claudio Huhn und Arne Stecher noch immer spielt. © Foto: Uwe Mühling


Das Bunny ist mittlerweile (leider) nicht mehr im Einsatz. Geblieben ist aber die Begeisterung am und für den Treuchtlinger Basketball. Geblieben ist auch die Einheit zwischen Mannschaft und Fans, die maßgeblichen Anteil an den Erfolgen der vergangenen Jahren hat. Aktuell gilt es auf ein schönes Jubiläum zurückzuschauen: Heuer vor zehn Jahren, im Frühjahr 2010, gelang den VfL-Baskets der kaum für möglich gehaltene Sprung in die 1. Regionalliga Südost.

Gleich in seiner Anfangszeit als Trainer in Treuchtlingen – inzwischen kann man getrost von einer Ära sprechen – hatte Stephan Harlander die Korbjäger aus dem Altmühltal als Meister von der Bayernliga in die 2. Regionalliga Süd geführt. Dort spielte der Aufsteiger eine richtig starke Saison und stand nach 22 Spielen mit 38 von 44 möglichen Punkten auf dem dritten Rang der Abschlusstabelle. "Optimal, besser hätte es gar nicht laufen können", kommentierte der damalige Abteilungsleiter Josef Ferschl, der zusammen mit Stephan Harlander als Vater des Erfolgs gilt.

Rang drei – der VfL stand hinter der DJK/SB München und dem TSV Oberhaching-Deisenhofen – reicht im Normalfall ja nicht zu einem Sprung nach oben. Doch die Konstellation war damals so, dass durch Aufstiegsverzicht und Entwicklung in den übergeordneten Ligen ein Platz in der 1. Regionalliga frei wurde. Die Treuchtlinger überlegten kurz und nutzten schließlich die Chance.

Die Entscheidung sollte sich im Hinblick auf die Weiterentwicklung der Mannschaft als goldrichtig erweisen. Die ersten Jahre in der semiprofessionellen 1. Regionalliga Südost (darüber stehen nur die 1. Bundesliga sowie die 2. Bundesliga ProA und ProB) waren zwar geprägt vom Abstiegskampf, doch nach und nach mauserten sich die VfL-Baskets zu einem Mittelfeld- und dann zu einem echten Spitzenteam, das sogar um den Titel mitspielte.

Auf jeden Fall ist Treuchtlingen längst eine feste Größe in der Liga und auf der bayerischen Basketball-Landkarte, wovon auch zwei Siege im Bayernpokal-Wettbewerb zeugen.

Der Kapitän und Motor der VfL-Aufstiegsmannschaft: Fabian Ferschl. © Foto: Uwe Mühling


 Topscorer in der Aufstiegssaison 2009/2010 war Stefan Schmoll – wer sonst? Er war damals 20 Jahre alt und lieferte einen Schnitt von 17,1 Punkten pro Spiel ab. Aus dem Toptalent von damals ist inzwischen ein absoluter Leistungsträger geworden, der obendrein als Kapitän und Spartenleiter Verantwortung übernimmt. Ein weiteres Treuchtlinger Eigengewächs, nämlich Volker Lang, steuerte im Schnitt 15,6 Punkte bei, gefolgt vom Nürnberger Routinier Thomas Rissmann (15,1) sowie den Ferschl-Brüdern: Der damalige Kapitän Fabian Ferschl hatte einen Schnitt von 10,0 Punkten, Sebastian Ferschl war mit 7,9 notiert. Des Weiteren gehörten Michael Fesel, Claudio Huhn, Nicolas Hirschmann, Konstantin Huhn, Arne Stecher, Marco Hüttinger, Florens Remmele, Michael Handke, Marius Lang, Jakob Reichardt und Lars Stecher zur Erfolgstruppe, zu deren Heimspielen im Schnitt um die 500 Zuschauer in die Turnhalle der Senefelder-Schule kamen.

Vom damaligen Kader sind derzeit immerhin noch drei Spieler in der VfL-Ersten aktiv: Stefan Schmoll, Claudio Huhn und Arne Stecher. Als Trainer ist Stephan Harlander geblieben, Marius Lang ist ebenfalls als Coach aktiv, und zwar bei der zweiten Mannschaft des VfL, die in der Bayernliga spielt.

UWE MÜHLING

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