Montag, 06.04.2020

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Wegen Corona-Gefahr: VfL-Spiel ist abgesagt

Zwangspause für die Treuchtlinger Korbjäger, für die 1. Regionalliga und im bayerischen Basketball - 12.03.2020 16:25 Uhr

Es wird wird kein Ball durch die Reuse fliegen: Der Basketball-Spielbetrieb in der 1. Regionalliga Südost und in den bayerischen Ligen ruht wegen der Corona-Gefahr. © Foto: Uwe Mühling


Diese Regelung gilt in der 1. Regio vorerst für das Wochenende 14./15. März. Das weitere Vorgehen soll am Freitag, 13. März, besprochen werden. Selbst ein vorzeitiges Saisonende mit vielen offenen Fragen scheint möglich. Der Sportreferent der Regionalliga Südost, Robert Daumann, begründete die Absage mit der "angespannten Lage". Der Sportausschuss werde eine Telefonkonferenz durchführen, "in der das weitere Vorgehen und mögliche Szenarien besprochen werden".

Harlander: "Konsequente Entscheidung"

VfL-Trainer Stephan Harlander hätte den Klassiker gegen Vilsbiburg gerne gespielt. "Ob die Entscheidung zwingend richtig ist, kann und will ich nicht beurteilen", sagte der Coach gegenüber dem Weißenburger Tagblatt. Er findet es aber gut, "dass hier endlich mal eine klare und konsequente Entscheidung getroffen wurde". Das fehle oft in unserer Gesellschaft. Wie es weitergeht, ist auch aus Harlanders Sicht offen. Ihn würde es aber wundern, "wenn vor Ostern überhaupt noch Spiele stattfinden sollten".

Auch der stellvertretende Spartenleiter der VfL-Baskets, Josef Ferschl, spricht von einer "verzwickten Situation". Angesichts von Zahlen
zwischen 300 und 500 Zuschauern bei den Treuchtlinger Heimspielen
– damit haben sie zugleich den höchsten Publikumszuspruch im sportlichen Spielbetrieb des Landkreises – hätte man sehr wohl überlegen müssen, das Match gegen Vilsbiburg von Vereinsseite abzusagen, um kein Risiko einzugehen. Gleichzeitig sitzt der 1. Regionalliga aber auch die Zeit im Nacken, denn am 4. April soll die Saison beendet sein. Da im Gegensatz zum VfL viele Vereine der 1. Regio auf Profis setzen und deren Verträge am Saisonende auslaufen, dürfte es schwierig werden, den Spielbetrieb zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufzunehmen.

Der Bayerische Basketball-Verband hat derweil bis auf Weiteres angesichts der aktuellen Lage bezüglich des Covid-19-Virus alle Maßnahmen, Tagungen, Lehrgänge und Sitzungen abgesagt und insbesondere den Spielbetrieb in sämtlichen Wettbewerben und Ligen des BBV eingestellt. "Im Vordergrund steht für uns die Gesundheit und das Wohlergehen der Athleten, Trainer, Betreuer, Schiedsrichter, Funktionäre und aller Beteiligten. Ich empfehle den bayerischen Basketball-Bezirken, sich dieser Regelung anzuschließen", erklärte BBV-Präsident Bastian Wernthaler. Das Präsidium werde mit Blick auf die Entwicklungen zeitnah entscheiden, ob die Saison vorzeitig beendet wird.

UWE MÜHLING

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